rheinische ART
Start | | Über uns | Kontakt | Impressum | Anzeigen/Banner

rheinische ART 01/2015

Archiv 2015

MUSEUM VAN BOMMEL VAN DAM
A glorious gift

 

Die Kerzen sind verloschen, die Tage werden länger – Zeit für neue Impulse. Da lohnt der Blick über den Tellerrand, in diesem Fall: die niederländische Grenze. In Venlo zeigt das Museum van Bommel van Dam eine ganz besondere Kunstkollektion. Eine, die aus der privaten mit weiteren wohl überlegten Gaben beispielhaft in die öffentliche Hand wechselte: Die Sammlung Knecht-Drenth.

 

Ausstellungsansicht "A glorious gift". Foto© Museum van Bommel van Dam

 

Mit dabei sind Künstler, deren Namen sich wie ein „Who is Who“ der modernen Kunst lesen. Bereits zur Hälfte der Ausstellungszeit steht fest: die ausgestellten Kunstwerke sind ein Besuchermagnet.

 

Marc Chagall Het gezicht Israëls, 1960, lithografie, 35 x 26 cm, Fotografie: Peter Cox, Foto©Museum van Bommel van Dam

 

Cornelia Schleime Equilibriste, 2008, acryl, asfaltlak en schellak op doek, 220 x 180 cm, Fotografie: Peter Cox, Foto© Museum van Bommel van Dam

 

„A glorious gift“ heißt die Schau und an den Wänden hängen Werke von Hans Arp, George Braque, Alexander Calder, Sonja Delaunay, Hans Hartung, Heinz Mack, Per Kirkeby, Sol LeWitt, Robert Rauschenberg, Jan Schonhoven, Antoni Tàpies, Günther Uecker, Victor Vasarely oder Andy Warhol. Der schnelle Blick durch die alphabetische Liste der vertretenen Künstler zeigt, was für eine gekonnte Zusammenstellung das Sammlerehepaar Tijmen (1927-2009) und Helen (*1935) Knecht-Drenth bei ihren Käufen getroffen haben.

     „Diese wertvolle Zuwendung ehrt und bereichert das Museum“, sagte Jos Teeuwen, Beigeordneter der Stadt Venlo unter anderem für Kultur und euregionale Zusammenarbeit anlässlich der Eröffnung.

 

Doppeltes Geschenk Bereits 2009 beschenkte das Ehepaar aus Oisterwijk im niederländischen Nordbrabant die Stadt Venlo damit. Es war ein gut durchdachtes, doppeltes Geschenk: Die Knecht-Drenths gaben zu ihrer Sammlung auch noch „Bares“ und stellten mit 726.000,- Euro einen stattlichen Betrag zur Verfügung. Mit dem Zinsertrag dieses Kapitals kann die Stadt Venlo, hier das städtische van Bommel van Dam-Museum, 20 Jahre lang 36.300,- Euro per anno für den Ankauf zeitgenössischer Kunst ausgeben. Dem Wunsch der Stifter entsprechend sollen bevorzugt Werke internationaler Künstler angekauft werden. In der Tat: ein wunderbares Geschenk.

 

Collectaholics „Wohl zu Recht darf das Sammlerehepaar als Collectaholics bezeichnet werden“, konstatierte Rick Vercauteren, Leiter des van Bommel van Dam-Museums. Seit 1968 bauten Tijmen und Helen Knecht-Drenth – mal von Spanien, den Niederlanden oder von Frankreich aus - „auf der Grundlage selbstgewählter objektiver und rationeller Kriterien“ sechs unterschiedliche Sammlungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf: spanische Keramik, chinesisches Porzellan, niederländische Glaskunst, niederländische Landschaften und Stadtansichten sowie europäische Malerei.

 

Raquel Maulwurf Iceland, 2011, houtskool en pastel op museumkarton, 153 x 263 cm, Fotografie: Peter Cox, Foto© Museum van Bommel van Dam

 

Die zur Sammlung europäischer Malerei gehörenden 550 Kunstwerke der übereigneten Stiftung sind „von national aber auch international berühmten Künstlern“, erläuterte Vercauteren, und: „Die Sammlung umfasst ungefähr 50 Jahre und verstärkt und ergänzt die museumseigenen Bestände.“ Die Werke selbst sind in erster Linie Arbeiten auf Papier: Aquarelle, Gouachen, Kreide-, Pastell- und Federzeichnungen, sowie Grafiken unterschiedlichster Machart.
     Der Blick auf und in den dazugehörigen Katalog ist eine Lust an sich: Knallrot, informativ und nahezu zwei Kilogramm schwer vermittelt er auf 656 Seiten einen umfassenden Eindruck der Kollektion. Dokumentiert wird ebenfalls, wie die Sammlung seit 2009, ganz im Sinne der Stifterin, fortgeschrieben wurde. Bei der Vernissage von „A glorious gift“ betonte Helen Knecht-Drenth, dass wohl keiner ihre Sammlung besser vervollständigen könne als eine – diese - Museumscrew mit ihrem Sachverstand.

 

Stephan J. Englisch Trinkhalle am Zoo, 2011, lambda print, dibond met acrylglas 4/30, 20 x 27 cm, Fotografie: Peter Cox, Foto© Museum van Bommel van Dam

 

Kunst der Gegenwart So kamen unter anderen Samite Ekeland, Wolfgang Ellenrieder, Gregor Hildebrand, Ellen Jess, Raquel Maulwurf, Hildegard Monssen und Maurice Thomassen dazu. Vercauteren:„Dieses Sammlerehepaar, das eine einzigartige Stellung und Position in der niederländischen und gesamteuropäischen Kunstwelt inne hat, ist im wahrsten Sinne des Wortes zum Nutzen der Allgemeinheit tätig.“
ruwoi

 

Die Ausstellung „A glorious gift“ ist bis zum 15. Februar 2015 zu sehen.
Museum van Bommel van Dam
Deken van Oppensingel 6
5911 AD Venlo
Parken: Parkhaus Arsenal Venlo


www.vanbommelvandam.nl/de/

 

 

 


  

LOST

IN 
NOTHINGNESS

 

SANDRA 

ACKERMANN

 

24.03. - 06.05.2017
 

GALERIE VOSS

 


 

 

 

 


 

 

 

 

 

Ein NEWSLETTER über die Kunst im Rheinland. Für Künstler, Galeristen, Kunstliebhaber, für alle Macher und Kreativen, die es interessiert.

NEWSLETTER
rheinische.ART
(erscheint cirka 4 x im Jahr)

(Registrieren)

 

 

Die 
rheinische.ART
empfiehlt:

Mit GOOGLE ins Museum.

Das Google Art Projekt zeigt Meisterwerke aus den Museen dieser Welt.

► mehr

 

 

 


 

 

LASSEN SIE SICH DIE
"RHEINISCHE ART."
ÜBERSETZEN ...