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rheinische ART 10/2010

 

Archiv 2010: aus "Übrigens"

Nachwuchsförderung in der Musik: Aeolus

 

 

Wettstreit der Blechbläser

 

Die Sieghardt Rometsch-Stiftung ruft sie einmal im Jahr nach Düsseldorf: Die junge Bläserelite der Welt, die aufgrund ihres Könnens, ihres Talents, ihrer Virtuosität und Leidenschaft und nicht zuletzt Dank harter Arbeit das Zeug zu Solisten auf ihren Musikinstrumenten hat. Und es kommen die Besten, denn in Kennerkreisen hat der Aeolus-Bläserwettbewerb längst Renommee und Bekanntheit.


 

Star-Posaunist Christian Lindberg war Mitglied der Jury
Bild RSH, Foto: Mats Bäcker

 

DER ungewöhnliche, mit fünf Jahren noch sehr junge Wettbewerb, ist ohne Übertreibung mit Superlativen zu beschreiben. Ziel ist die Förderung hochbegabter junger Musiker, die ihre Zukunft auf den Konzertbühnen dieser Welt vor sich haben: Gleich ob sie nun in die Trompete, die Flöte, die Posaune oder in das Horn blasen.

 

- Posaune, Trompete, Tuba -

 

Ausgeschrieben war der diesjährige Internationale Aeolus-Bläserwettbewerb für Posaune, Trompete und Tuba. Zur Teilnahme am Wettbewerb hatten sich 149 Musiker aus 33 Ländern beworben, genau waren es 70 Trompeter, 51 Posaunisten und 28 Tubisten. 98 von ihnen durften kommen und sich der – natürlich internationalen – Jury stellen. Sieghardt Rometsch, Stifter des Bläserwettbewerbs und unermüdlich Reisender in Sachen Aeolus, betont, welch eindeutig hohen Stellenwert die Jurybesetzung für ihn hat: „Das ist das Wichtigste. Die Qualität der Jury spiegelt die Qualität des Wettbewerbs und ihrer Preisträger wider.“
   Und weil er eben die Jurymitglieder so hoch schätzt, konnte er sich in diesem Jahr über die Zusage des Posaunisten Christian Lindberg besonders freuen. Mit Lindberg kam eine Koryphäe – der Musiker gehört zu den größten Posaunisten unserer Zeit – nach Düsseldorf, um an den fünf Tagen des Blasmarathons in den Räumen der Robert Schumann Hochschule die junge Elite zu beurteilen. Öffentlich und in der Tonhalle, zusammen mit den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Markus Fratz, fand das finale Preisträgerkonzert statt. In diesem Jahr war die Überraschung perfekt.

 

Preisträger Aeolus 2010: 1.Preis Vikentios Gionanidis (links), 2. Preis Lars Karlin (Mitte), 3. Preis Fabian Neuhaus (rechts). Bild RSH, Foto Susanne Diesner

 

- Die Tuba gewinnt -

 

Ein Tubist aus Griechenland gewann gleich drei Preise. Der 21-Jährige Vikentios Gionanidis überzeugte nicht nur die Jury. Sein „Concerto“ von Eugène Bozza begeisterte auch das Publikum, das dem jungen Musiker den begehrten Publikumspreis zusprach. Außerdem wurde Gionanidis für die „Beste Interpretation zeitgenössischer Musik“ ausgezeichnet. Seine Preissumme lag bei 17.000 Euro. Der mehrfach ausgezeichnete Tuba-Spezialist studiert zur Zeit an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Zuvor war er am Konservatorium für Musik auf Korfu.
   Den zweiten Platz des Aeolus-Wettbewerbs, ausgeschrieben mit einem Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro, errang der 27-Jährige Lars Karlin (Posaune) aus Schweden, der ein „Concerto“ von Nino Rota vortrug. Fabian Neuhaus (Trompete) aus der Schweiz bekam den mit 6.000 Euro dotierten 3. Platz. Der 20-Jährige spielte das Konzert E-Dur von Johann Nepomuk Hummel.
Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

 

Der Aeolus-Bläserwettbewerb
Unter dem Vorsitz von Markus R. Bosch gehörten der diesjährigen Jury an: Christian Lindberg, Oystein Baadsvik, Prof. Jens Björn-Larsen, Prof. Jonas Bylund, Prof. Hans Gansch, Matthias Höfs und Prof. Raimund Wippermann.
Das Konzert wurde vom Deutschlandfunk aufgezeichnet. Sendetermin ist der 14. November um 21.05 Uhr.
Partner des Wettbewerbs sind die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, die Düsseldorfer Symphoniker und der Deutschlandfunk Köln.
Im nächsten Jahr 2011 ist der Bläserwettbewerb für die Instrumente Flöte, Horn und Klarinette ausgeschrieben. Er wird vom 21. bis 25. September 2011 in Düsseldorf stattfinden.

 

 

 

 

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