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rheinische ART 01/2018

Archiv 2018

KURZ NOTIERT

 Max Stern Die ursprünglich abgesagte Ausstellung zu dem Düsseldorfer jüdischen Galeristen findet nun doch im Stadtmuseum statt (mehr). Zu hoch schlugen ob der Absage wohl die Wellen in der Öffentlichkeit, so dass die Verantwortlichen in der Landeshauptstadt ihre Entscheidung revidierten.
      Wie die Stadt mitteilt, soll die zu Max Stern (mehr) geplante Schau in ergänzter und überarbeiteter Form zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt werden. Allerdings haben sich die Vorzeichen geändert. Für die Ausstellung soll jetzt ein Co-Kurator gewonnen sowie ein wissenschaftlicher Beirat eingerichtet werden. Weitere Informationen dazu werden voraussichtlich Mitte Januar 2018 bekannt gegeben.
     Angesichts einer Vielzahl an noch offenen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Galerie Max Stern, die auch durch Auskunfts- und Restitutionsgesuche in deutschen Museen ausgelöst wurden, hält die Stadt Düsseldorf an ihrer Idee zu einem Symposium fest und lädt im Herbst 2018 zu einer internationalen Konferenz ein. Ziel dabei ist es, die Person Max Stern zu würdigen, der Forschung zu dem Themenkomplex ein Forum zu bieten und mögliche Formen der Vermittlung und Dokumentation des Themas zu diskutieren.
     - Historie Max Stern Der in Düsseldorf beheimatete Kunsthistoriker Max Stern (1904–1987) gehört zu den Opfern des Nationalsozialismus. Nach seiner Promotion 1928 stieg Max Stern in die 1913 gegründete Galerie seines Vaters Julius Stern ein und übernahm diese 1934 nach dessen Tod. Schwerpunkte der Galerie war der Handel mit Kunst der Düsseldorfer Malerschule, dann auch zeitgenössischer Kunst und später verstärkt Alter Meister. Sie gehörte neben der Galerie Alfred Flechtheim (mehr), der Galerie Paffrath und beispielsweise dem Kunstsalon Tietz zu den bekanntesten Adressen des Düsseldorfer Kunsthandels im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde Max Stern 1935 die Aufnahme in die Reichskammer der bildenden Künste und damit die Erlaubnis zur Weiterführung seiner Kunsthandlung verwehrt, bis man ihn schließlich zur Liquidierung seiner Galerie Ende 1937 zwang. Stern floh kurze Zeit darauf nach Kanada. ruwoi

 

 

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