rheinische ART
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rheinische ART 12/2013

ARCHIV 2013

VERY BRITISH

Dawn in Wonderland

 

Brian Dawn Chalkley zeichnet, malt, filmt, performt und schreibt Monologe. Er, der Künstler Brian, erzählt zeichnerisch ihre, der Tänzerin und Performerin Dawns, Geschichten. Oder ist es umgekehrt? Zweifel sind erlaubt. Die überraschenden Zeichnungen des Transgenders Chalkley sind in der Galerie Horst Schuler zu sehen.

Brian Dawn Chalkely, Alone in my room, Courtesy Galerie Horst Schuler

 

Als zeichnerisches Vokabular genügt Chalkley das Wesentliche. Manche Bilder wirken wie hingehaucht, einige sind entschlossen mit festem Strich auf das Papier gebracht. „Arbeiten“ im Sinne klassischer bildnerischer Werke mag man die Zeichnungen gar nicht nennen. Der Charakter einer überspitzten Illustration schimmert genauso auf wie der eines humorvollen Comics. Entwürfe wäre vielleicht ein passendes Wort, nicht nur im handwerklichen Sinne. Denn manche Sujets erscheinen wie eine Visualisierung von Fiktionen, einer sehr persönlichen Vorstellungskraft, die heimlich plaudernd dem Betrachter, einem Komplizen und intimen Freund gleich, von einem Leben mit ernüchternden Feststellungen und heimlichen Wünschen erzählen.

 

Brian Dawn Chalkely 

Big dress in Surrey

 

Brian Dawn Chalkely 

New curtain rail

 

"Dawn in Wonderland"

Düsseldorf 2013

 

Fiktion oder Wirklichkeit?

 

Wessen Fiktion? Dawn als Mädchenname meint übersetzt Morgendämmerung. Und die Dämmerung scheint eine große Rolle in „Dawn in Wonderland“ zu spielen. Dawn, wie sie nach einer langen Nacht frühmorgens nach Hause kommt – die Bilder sind noch nicht ganz klar, die Wahrheit noch nicht deutlich und die Einbildung feiert im Zwielicht ihre ganz eigenen Triumphe ... und Dawn zeichnet sie auf? It's a show.? Chalkleys Arbeit basiert auf den beiden Charakteren Brian und Dawn. Dawn ist der Transvestit und Brian der in London lebende Künstler und leitende Direktor MA Fine Art am Chelsea College of Art and Design.

 

Er oder sie?

 

Vermutlich sollte das für den Betrachter der Zeichnungen gar nicht so relevant sein. Der Journalist Adrian Searle / The Guardian entschied sich für „Sie“. „The stories she has to tell take place in seedy hotel rooms, lonely apartments (...) The question is not so much who to be today (...) Looking at Brian Dawn's work I ask myself who is the stalker, who is the stalked?“

 

 Brian Dawn Chalkleys Ausstellungsliste ist lang. Auch in der Galerie Schuler ist es die zweite Schau. Bereits 2011 präsentierte sie die Aquarellportraits der Serie „Career Girls“. Die Geschichten „Dawn in Wonderland“ sind im gleichnamigen Buch veröffentlicht.
Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Die Ausstellung „Brian Dawn Chalkley – Dawn in Wonderland“ ist bis zum 21. Dezember 2013 zu sehen.
Galerie Horst Schuler
Citadellstraße 15
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 / 8284583
Öffnungszeiten
DI - FR 13 - 18 Uhr
SA 11 - 16 Uhr

 

©Bilder Brian Dawn Chalkely / Galerie Horst Schuler

 

 

 

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