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rheinische ART 10/2015

Archiv 2015

NACHRUF
Hilla Becher ist tot

Die 1934 in Potsdam geborene und Anfang Oktober in Düsseldorf verstorbene Fotografin Hilla Becher begann schon im frühen Alter zu fotografieren. Sie hat es weit gebracht. Gemeinsam mit ihrem Mann Bernd Becher gilt sie als Begründerin der sogenannten „Becher-Schule“ - der Geburtsstunde der Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf.

 

Hilla Becher 2010 anlässlich einer Ausstellungeröffnung in Bochum

Foto©rART

 

Die Fotografie musste lange um die Akzeptanz als künstlerisches Medium streiten. Die „Becher-Schule“ (mehr) darf deshalb als ein Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte der Fotografie betrachtet werden. Eine Schule übrigens, die nach vielen Jahrzehnten wachsender auch internationaler Anerkennung ihrer Begründer und Schüler mit dazu beitrug, dass sich die Stadt Düsseldorf heute gerne und nicht unverdient mit dem Etikett „Heimat“ der Fotografie schmückt.

 

Bernd Becher (1931 - 2007), im Siegerland geboren, musste in seiner Heimat erleben, wie schnell die landschaftsprägenden Berg- und Hüttenwerke in den 1950er Jahren verschwanden. Beim Zeichnen der Industrieanlagen seiner Heimat konnte er mit dem Abriss nicht Schritt halten. Er nutzte daraufhin seine Fotografien als Vorlage und erkannte dabei ihre darstellerische Qualität. Die Fotografie als künstlerisches Medium bestimmte von nun an seine Arbeit.

 

Die Kunstakademie schreibt in ihrem Nachruf: „Durch ihre Arbeit in einer Düsseldorfer Werbeagentur ab 1957 lernte sie Bernd Becher kennen. Ihr gemeinsames Werk ist aus der neueren Kunstgeschichte, im Besonderen für Düsseldorf und die Akademie, nicht wegzudenken. Zusammen mit ihrem Mann, der von 1957 bis 1961 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, gestaltete sie ab 1975 die Klasse für Fotografie. Andreas Gursky, Thomas Struth, Candida Höfer, Thomas Ruff und viele weitere sind als ihre Schüler und Schülerinnen heute auf dem internationalen Kunstmarkt vertreten. Die Becher-Schule und die Düsseldorfer Fotoschule sind bis heute maßgebliche Einflüsse auf Fotografen und Fotografinnen weltweit.“

 

Würdigungen und Preise für Bernd und Hilla Becher sind zahlreich. 2014 erhielt Hilla Becher den Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland. „So fruchtbar und symbiotisch diese Gemeinschaft auch war, nach dem Tod ihres Mannes hat Hilla Becher das Œuvre eigenständig weitergeführt und dabei neue Arbeitsfelder erschlossen. Im Nachhinein gewinnt ihr eigener Anteil am Gesamtwerk deutlichere Konturen, und das soll mit dem Großen Kulturpreis 2014 gebührend gewürdigt werden“, sagte Armin Zweite, ehemaliger Direktor der Kunstsammlung NRW und Wegbegleiter von Bernd und Hilla Becher, in seiner Laudatio auf die Preisträgerin.
     „Neugier ist ein edler Trieb. Rätselhaftes zu entdecken und zu verstehen, vielleicht sogar Ordnung in ein scheinbares Chaos zu bringen, war uns ein photographisches Anliegen", sagte Hilla Becher in ihrer Dankesrede.


Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

 

 

 

 

 

 


 

  

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