rheinische ART
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rheinische ART 06/2012

 

ARCHIV 2012

Galerie Konrad Mönter zeigt Inge Schmidt

 

Atelier

 

Skulptur

 

Zeichnung

Skulptur

 

 

Freie Hand

 

 

Sie gehört sicherlich zu den eher Stillen in der rheinischen Galerieszene. Direkt neben der Osterather Kirche gelegen erreicht man die Galerie Mönter durch den Eintritt in die Buchhandlung, in der schon Joachim Gauck aus seinem Buch gelesen hat. Ausgewählte literarische Werke sind hier positioniert und beim Lesen der Titel darf vermutet werden, dass man etliche dieser Bücher wohl kaum in den allgemeinen Hitlisten der Belletristik finden wird. Im Austellungsraum nebenan, einem Kulturraum dieser dörflichen Gemeinde als Teil der Stadt Meerbusch und kurz vor den Toren Düsseldorfs gelegen, präsentiert Konrad Mönter übers Jahr mehrere bildende Künstler. Derzeit zeigt er die Kölner Bildhauerin Inge Schmidt. Der Ort und die Künstlerin: sie passen gut zusammen.

 

LEISE sind die Werke, wie die Künstlerin, die sie schuf. Doch leise bedeutet nicht auch automatisch "nicht laut", denn Inge Schmidts Arbeiten, die Zeichnungen wie die Skulpturen, behaupten sich bei aller Zartheit an ihrem Platze und füllen ihn aus. Nicht monolithisch sondern offen konstruiert sind ihre Plastiken. Und übersehbar sind sie nicht.
   Was sie nicht sind ist vielleicht leichter zu beschreiben, als was sie sind. Ein verbindendes Merkmal aller Plastiken sind die einfachen und wertarmen Materialien, die zum Einsatz kommen. Oft aus zweiter oder dritter Hand sind Holz, Pappe, Papier, Kordel, Gips, Möbel oder Teile davon, Behälter und immer wieder pflanzlich Gewachsenes wie Äste und Zweige. Weiß und Grau sind die beherrschenden Farben, dazwischen und oft mischt sich Rosa, eine Farbe, auf die Schmidt immer wieder zurück kommt. Sie hat sich im Laufe der Jahre selbst gefragt, warum ihre Intuition die Farbe Rosa dazugibt.
   Schmidt macht von keiner ihrer Skulpturen Vorskizzen. Sie lässt sich nicht nach vorgegebenem Muster einer festen Denkstruktur auf das Material ein sondern im gestalterischen Prozess; wo sie mit dem Material umgeht, lässt sie diesem seinen eigenen Charakter und macht das, was es zulässt. Sie zwingt nicht. Im besten Moment dieses Prozesses verharrt sie und beendet ihr Werk. Wie eine Zuspitzung, deren Ende die Künstlerin aber nicht kennt und von der sie nicht weiß, wann sie da ist.
    Ganz ähnlich entstehen auch ihre Zeichnungen: In der Erkundung der Gesetzmäßigkeiten einer Linie zwischen Form und Struktur können sich abstrakte oder auch figurative Bilder entwickeln. Der kreative Prozess als Findungsprozess.

   Selbstverständlich bezieht die Künstlerin die Art des Bildträgers, die Konsistenz und das Format des Papiers oder Kartons und natürlich die Farbe mit ein. Ein Zusammenbringen vieler Werke - wie in der Ausstellung - bezeugt den Charakter einer Rauminstallation, wo die einzelnen Arbeiten sich zum Ganzen kumulieren, ohne jedoch ihre eigene Präsenz zurückzunehmen. Dass die Künstlerin sich auch auf Ironie versteht, zeigt sich in so manchen Titeln, die da beispielsweise lauten: Verliebte Nasen, Gute Manieren, Der eine Delphin, Hundstage oder Elf brave Mädchen (und ein böses).

 

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Zeichnungen und Skulpturen, Editionen sowie zum ersten Mal auch Künstlerbücher von Inge Schmidt.
Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

 

Die Ausstellung „Inge Schmidt: Freie Hand“ ist bis zum 12. Juni 2012 zu sehen.
Buch- und Kunstkabinett
Galerie Konrad Mönter

Kirchplatz 1 – 5
40670 Meerbusch-Osterath
Tel. 02159 / 3530

Öffnungszeiten:
MO, DI, DO, FR 9 - 13 Uhr
und 15 bis 18 Uhr
MI + SA 9 - 13 Uhr u.n. Vereinbarung

 

 

©Fotos Künstlerin und rheinische ART.

 


 

 

 

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Die Gelassenheit

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(Foto: Ausschnitte

Öl auf Leinwand, 2017)

 

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