rheinische ART
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rheinische ART 01/2016

Archiv 2016

OGSIELAN BUKY oder
Buchstaben

 

Es sind Gemälde, wie sie nur in Ruhe und mit Geduld entstehen. Der Schweizer Pascal Sender, Meisterschüler von Peter Doig an der Kunstakademie Düsseldorf, hat sie geschaffen. Ihre Sujets sind Buchstaben, ihre Machart unterschiedlich. Oft gesprüht auf Holz, mal gemalt auf Leinwand. Ausgestellt sind sie in der Galerie Anette Müller in Düsseldorfs altem Hafen.

 

Pascal Sender POWER G 2015, Sprühlack auf Holz, 150x100 cm ©Pascal Sender, Foto ©Egbert Troggemann

 

Pascal Sender LIL A 2015, Acrylfarbe auf Leinwand, 210x160 cm ©Pascal Sender, Foto ©Egbert Troggemann

 

Pascal Sender YPSILON 2015, Acryl und Öl auf Leinwand, 100x70 cm, ©Pascal Sender, Foto ©Egbert Troggemann
 

Pascal Sender und Vanessa Castro ZEICHEN 2015, Mischtechnik auf Holz, Video Mapping Projektion 5min Loop (hier), 150x100 cm ©Pascal Sender, Foto ©Egbert Troggemann

 

Senders Auswahl an Arbeiten entstammt seiner G-Serie. Das „G“ steht dabei für Graffiti und meint hier vorrangig die charakteristische Grafik der Buchstaben, wie sie in der Urban Art gerne verwendet wird. In der Tat ist eine Präsenz von Street Art-Merkmalen bei seinen Arbeiten durchaus unterschwellig vorhanden, letztendlich aber doch sehr weit weg.

     Das ausstellende Haus schreibt: „Senders Arbeiten ... vermischen Elemente etwa der futuristischen Malerei der Moderne mit den blockigen 'Styles' der heutigen Graffiti-Subkultur.“ Der Künstler bewege sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen strengen formalen Bildregeln und einer spielerischen Brechung der Bildordnung. Die - gedachte, angenommene, vorausgesetzte – Bildordnung: Pascal Sender ist groß darin, diese geschickt zu manipulieren.

 

Seine Rasanz ist dabei von eher stiller Natur. Bei den Architekturbildern werden mannigfach Sichtachsen im Objekt verschoben und neue dazu gegeben, so dass ein zartes, fragiles Ganzes den Lebensnerv offen zu legen scheint. Illusionistische Räume sind durch Balken, Linien und Flächen geschaffen, die ihre Gegenständlichkeit erst aus der - räumlichen - Entfernung erkennen lassen. Mittels Perspektiven wird eine Dreidimensionalität geschaffen, die den Betrachter in die räumliche Tiefe des Gemäldes einlädt oder – ihn außen vor lässt.

 

Mit seiner G-Serie wagt sich der junge Künstler - Pascal Sender ist 1988 geboren - in die dauernde Strömung der Kreativen mit der Suche nach ideellen wie tatsächlichen, neuen Räumen. Und Sender kann „schwimmen“. Die Exaktheit seiner handwerklichen Manier erinnert an die Korrektheit eines Konrad Klapheck und das von Konventionen unbelastete Mixen verschiedener Medien ist ihm in weniger spontan als vielmehr geplant zu eigen.

     Beim Griff zur Sprühdose beispielsweise nutzt er keine Schablonen, sondern klebt ab. Und über die Arbeit „Zeichen“ lässt er einen Videofilm ablaufen, der das Objekt betont, ihm Raum gibt und quasi „freistellt“. Während dieses Vorgangs wechselt das Gemälde nicht nur minimal die Farben, auch die Dimension, sie verändert sich.

     

 

Street Art: Eine wahrlich großformatige Arbeit von Pascal Sender ist im öffentlichen Raum in Oberkassel zu sehen. Foto©Pascal Sender

 

„Im Spiel mit den Gattungskonventionen unterliegt Senders Malerei einem ständigen Transformationsprozess. Die Ausstellung OGSIELAN BUKY präsentiert diesen Entwicklungsprozess. Sie ist darüber hinaus eine Versuchsanordnung, die dem jungen Künstler – etwa im Rahmen einer virtuellen Performance – als Labor dienen wird“, schreibt die Galerie dazu.

Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Die Ausstellung „Pascal Sender: OKSIELAN BUKY“ ist bis zum 13. Februar 2016 zu sehen.
Galerie Anette Müller
Rheinort 2 (Alter Hafen)
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 / 21079714
Öffnungszeiten
DO - SA 12 - 19 Uhr


 

 

 

 

 

 


  

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