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rheinische ART 05/2014

Archiv 2014

KARL DER GROSSE
Bedeutendster Goldkelch des Mittelalters kommt nach Aachen

 

Der Tassilokelch aus der Schatzkammer des Benediktinerstiftes Kremsmünster wird die Aachener Ausstellung „KARL DER GROSSE. Macht Kunst Schätze“ bereichern. Das kostbare eucharistische Gefäß, das aus der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts stammt, gilt als der bedeutendste unter allen erhaltenen mittelalterlichen Kelchen.

 

Centre Charlemagne – Karls Kunst
Tassilokelch, nach 763 und vor 788, © Kremsmünster, Benediktinerstift

Foto: Josef Leithner

 

Der vergoldete Kupferkelch geht auf den Gründer des Klosters, Bayernherzog Tassilo III., zurück, der ihn möglicherweise anlässlich seiner Hochzeit mit Liutpirg, der Tochter des Königs der Langobarden, stiftete.
     Der aufstrebende Vasall und geschickte Bündnispolitiker war ein hartnäckiger Widersacher seines Vetters Karl, auf dessen Betreiben Tassilo 788 zu einer Synode nach Ingelheim bestellt und wegen Treuebruchs angeklagt wurde. Das angebliche Vergehen lag zu diesem Zeitpunkt zwar schon 25 Jahre zurück, aber es reichte für ein Todesurteil gegen Tassilo, das Karl in herrschaftlicher „Milde“ in lebenslange Haft umwandelte. Der Herzog und seine Familie wurden auf Klöster im gesamten Frankenreich verteilt. Ein Jahr nach dem Prozess mussten alle freien Männer Karl die Treue schwören.

 

Der Tassilokelch, der sich seit der Stifts-Gründung im Jahr 777 in Kremsmünster befindet und diesen Ort – soweit bekannt - noch nie verlassen hat, wird vermutlich jetzt zum ersten Mal außerhalb der Klostermauern zu sehen sein und das – mit Blick auf die Geschichte - ausgerechnet in Aachen, dem einstigen Machtzentrum Karls des Großen.

 

 Die Ausstellungstrias „KARL DER GROSSE. Macht Kunst Schätze“ findet vom 20. Juni bis 21. September 2014 in Aachen statt. Der Tassilokelch wird in der Teilausstellung „Karls Kunst“ präsentiert und mit ihm etwa 30 weitere einzigartige karolingische Kunstwerke. Dazu gehören illuminierte Prachthandschriften, Elfenbeintafeln und Silber- und Goldschmiedearbeiten, die im Zuge der „karolingischen Renaissance“ entstanden sind, viele davon an der Aachener Hofschule.
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