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rheinische ART 10/2015

Archiv 2015

KONZEPTKUNST

Zeitkunst

 

Hanne Darboven pflegte ein sehr zurückgezogenes Dasein in ihrer Heimatstadt Hamburg. In aller Stille unternahm sie in ihrer Kunst nichts weniger als den Versuch, den Lauf der Geschichte greifbar zu machen.

 

DAS BILD WURDE AUS 

©GRÜNDEN ENTFERNT.

 

 

Hanne Darboven im Atelier, Hamburg 1987 Foto© Hanne Darboven Stiftung, Hamburg / VG Bild-Kunst, Bonn, 2015, Foto Hermann Dornhege

 

Ihre großangelegten Arbeiten gelten heute als Meilensteine der Konzeptkunst. Eine große Retrospektive, die sich auf zwei Ausstellungen in Bonn und München aufteilt, widmet sich nun im Zusammenarbeit mit der Hanne-Darboven-Stiftung dieser großen und ungewöhnlichen Persönlichkeit.

     „Ich schreibe, aber ich beschreibe nichts.“ So hat Hanne Darboven ihre Kunst auf den Punkt gebracht. Diese radikale Aussage ist das Ergebnis einer Entwicklung, die Mitte der 1960er Jahre in New York ihren Anfang nahm. Dort lebt Hanne Darboven nach ihren Studien in Hamburg zwischen 1966 und 1968 und lernte die Granden der Minimal und Concept Art kennen. Der Galerist Leo Castelli wird auf sie aufmerksam. Hier entstehen, nach Jahren der anfänglichen Orientierung, die ersten auf mathematischen Berechnungen basierenden Arbeiten – auf Millimeterpapier und als Kalendereinträge. „Meine Arbeit ist ein Aufzeichnen im Sinne von Dasein, es ist Durcharbeitung“. Hier deutet sich bereits der prozesshafte Charakter ihrer Kunst ab, der zum Leitmotiv werden soll.

 

DAS BILD WURDE AUS 

©GRÜNDEN ENTFERNT.

 

 

Ausstellungsansicht Hanne Darboven Für Rainer Werner Fassbinder  (Ausschnitt), 1982/83 , Foto: Maximilian Geuter, 2015, Foto© Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH / VG Bild-Kunst, Bonn 2015

 

1967 in Düsseldorf Geburt eines Mythos: Obwohl sie ihr künstlerisches Vokabular in aller Stille entwickelt, mehrt sich doch ihr Ruhm zügig. Konrad Fischer gehört zu den Unterstützern der ersten Stunde und zeigt ihre Arbeiten 1967, im Gründungsjahr der Galerie, in einer Einzelausstellung in Düsseldorf. Es sollte eine wegweisende Zusammenarbeit werden. Gemeinsam arbeiten Darboven und Fischer daran, die Konzeptkunst fest auf dem Markt zu etablieren. Durch Beharrlichkeit wird aus regionalem Erfolg bald internationale Anerkennung.

 

DAS BILD WURDE AUS 

©GRÜNDEN ENTFERNT.

 

 

Hanne Darboven Auszug aus: Schreibzeit 1975–1981 (Urfassung), 1975–1995,Tinte auf Transparentpapier, Notizzettel, 2584 Blatt und 116 Blatt Notizen Foto© Hanne Darboven Stiftung, Hamburg / VG Bild-Kunst, Bonn, 2015

 

Ab 1969 rückt das Schreiben in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit und wird zum Markenzeichen Darbovens. Das Schreiben als tatsächlich informationsvermittelnder Akt oder nur als Geste wird das bestimmende Sujet. Eines ihrer bedeutendsten Werke, die Arbeit „Schreibzeit“ (begonnen 1975) ist von Beginn an groß angelegt. Die Geschichte, das Verstreichen der Zeit und die Möglichkeit der Erinnerung werden hier besonders prägnant thematisiert.

 

Große Retrospektive Die Bonner Ausstellung zeigt über 50 Werke, die sich auf über 11.800 Objekte summieren, davon cirka 7.400 gerahmte Blätter. Zu sehen sind, neben den eindrucksvollen Hauptarbeiten der mittleren und späten Schaffensperiode, auch 22 einzelne frühe Zeichnungen.

 

DAS BILD WURDE AUS 

©GRÜNDEN ENTFERNT.

 

 

Hanne Darboven Aufgeschlagenes Buch, 1953–1962, Bleistift und Buntstifte auf Papier, 17,7 x 27,1 cm, Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Hanne-Darboven-Archiv, Dauerleihgabe der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen Foto© VG Bild-Kunst, Bonn 2015, Foto: Hamburger Kunsthalle / bpk, Christoph Irrgang

 

Die Schau korrespondiert mit der Ausstellung „Hanne Darboven – Aufklärung“ im Haus der Kunst in München. Anders als die Bonner Schau, welche vor allem politische Aspekte und den Umgang mit der deutschen Geschichte im Werk der Künstlerin beleuchtet, geht die Münchener Schau stärker auf die weltanschauliche Aspekte ein.

RMW

 

Die Ausstellung „Hanne Darboven – Zeitgeschichten“ ist noch bis zum 17. Januar 2016 zu sehen.

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
Tel. 0228 / 91710
Öffnungszeiten
DI + MI 10 bis 21 Uhr
DO - SO 10 bis 19 Uhr

 

 

 

 

 


 

 

  

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