rheinische ART
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rheinische ART 06/2019

LIGHT ART AWARD 2019

Unnaer Lichtspiele

 

Zum dritten Mal wurde in Unna im Zentrum für Internationale Lichtkunst der International Light Art Award (ILAA) verliehen. Der renommierte Lichtkunstpreis ging diesmal an die Berliner Künstlerin Jacqueline Hen.

 

Grenzenloser Raum? Jacqueline Hen in ihrer Rauminstallation „Light High“. Jury: „Gitterförmig angebrachte Lichtelemente werden in einer abwechslungsreichen Choreografie zum Einsatz gebracht, so dass sich unterschiedliche Muster und Effekte ergeben, die von einem subtilen Sound ergänzt werden.“ Foto © rheinische ART 2019

 

Die Gewinnerin wurde einstimmig von einer internationalen Fachjury gewählt und hatte sich gegen mehr als 350 eingereichte Konzepte aus rund 60 Ländern behaupten können.

     Die Juroren würdigten die Installation von Jacqueline Hen (*1989) mit dem Titel „Light High“ als einen „bühnenartigen Raum, der dank einer verspiegelten Decke und einem Boden aus Wasser in seinen Dimensionen multipliziert und illusionistisch überhöht“ werde. Besonders markant: Über einen Steg können Besucher die Bühne – ohne Schuhe! – betreten und so selbst zu Akteuren des Kunstwerks werden.

 

Leuchtendes Fädengespinst: Yasuhiro Chidas Rauminstallation „Myrkvior (2018) spiegelt Naturerfahrungen und Höhlenwanderungen des Künstlers. Foto © rheinische ART 2019

 

Die Platzierungen zwei und drei gingen an den japanischen Künstler Yasuhiro Chida (*1977) und das Berliner Künstlerduo Charlotte Dachroth (*1981) + Ole Jeschonnek (*1984).

     Die Kernfragen des diesjährigen Light Art Wettbewerbs umriss John Jaspers, Direktor des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna: Welchen Einfluss hat Licht auf das räumliches Empfinden der Menschen? Und welche Auswirkungen haben Lichtsimulationen auf die Kommunikation, auf das Befinden und schließlich auch auf die Weltanschauung?

 

Blick in die Ausstellung Foto © rheinische ART 2019

 

John Jaspers betonte, dass die nunmehr dritte Auflage der ILAA „ein international anerkannter Orientierungspunkt für Innovationen und Tendenzen auf dem Gebiet der Lichtkunst“ geworden sei. Die Finalisten hätten nicht nur Fachkenntnisse und herausragende Expertisen bewiesen, sondern gezeigt, „... wie stark Lichtkunst mit wissenschaftlicher und technologischer Forschung“ korreliere.
     Alle zwei Jahre verleiht die innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft gGmbH, Essen, gemeinsam mit dem Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna den mit 10.000 Euro dotierten Award, um das Genre der Lichtkunst zu fördern.


Teilnehmer des Wettbewerbs sind Künstler und Künstlerinnen aus allen Teilen der Welt, deren Werke für die Weiterentwicklung der Lichtkunst wegweisend sind. Es handele sich dabei nicht um „Lichtkünstler“, sondern um „Künstler, die mit Licht arbeiten“, so Jaspers, der auf diesen feinen Unterschied großen Wert legt. Ziel des International Light Art Award sei es, zur Entwicklung neuer Formen von Lichtkunst zu inspirieren.
     Die Installationen der Gewinnerin Jaqueline Hen und der Nominierten Yasuhiro Chida und Dachroth + Jeschonnek werden gemeinsam bis zum 10. November im Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna gezeigt.
rART


Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna befindet sich in der ehemaligen, denkmalgeschützten Lindenbrauerei am heutigen Lindenplatz. Nach Schließung der Brauerei Ende der 1970er Jahre standen die Gebäude und die tiefen Gewölbekeller leer und konnten vor allem dank einer Bürgerinitiative vor dem Abriss bewahrt werden. Seit 2001 ist in den tiefen Kellern der Brauerei das zurzeit weltweit einzigartige Museum ausschließlich für Lichtkunst untergebracht.


Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna
Lindenplatz 1
59423 Unna
Tel.: 02303 / 103-751
Öffnungszeiten
DI–FR 13.00–17.00 Uhr

SA, SO 12.00–17.00 Uhr

 

 

 

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