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rheinische ART 12/2013

ARCHIV 2013

Matthias Danberg: Förderpreisträger 2013 der Stadt Düsseldorf

Phänomene der digitalen Welt

 

Die digitale Welt ist sein künstlerisches Zuhause und der Computer primäres Medium seiner Arbeit. Matthias Danberg, Digital-Künstler, widmet sich einem außerordentlichen Thema: den Veränderungen, die die verschiedenen virtuellen Medien unserer Zeit in der Gesellschaft und für jeden Einzelnen bewirken. Seine Werke sind in der Düsseldorfer Galerie Voss ausgestellt.

 

Matthias Danberg, Still aus s.c.a.I (sensus communis aestheticus), C-Print 2013, 110 x 185 cm, Courtesy Galerie Voss


Das Digitale, längst eine Selbstverständlichkeit in unser aller Leben, ändert die Wahrnehmung und beeinflusst den Lebensstil in einem eher schleichenden, aber revolutionären Prozess. In welchem Maße ein Wandel in der Gesellschaft stattfindet, wird selten im Moment der Veränderung von den Betroffenen als solche wahrgenommen. Erst im Rückblick zeigen sich revolutionäre Umwälzungen im Politischen, Sozialen und Religiösen.
   Künstler haben, das belegt die Vergangenheit, ein Gespür für die Erneuerung und fassen sie in Kunst, noch bevor dem einzelnen Mitglied der Gesellschaft die eigene Teilnahme an der Veränderung von vielleicht Ethik, Technik und Kultur bewußt ist. Den Künstlern, auch das ist bekannt und als Beispiel mögen hier die Expressionisten genannt sein, wurde nicht immer gedankt.

 

Matthias Danberg, s.c.a. (sensus communis aestheticus), Video-Animation, 6,45 Min., Courtesy Galerie Voss

 

Danberg definiert unsere Gegenwart aus dem höchstmöglichen künstlerischen Blickwinkel. Er möchte die Retrospektive unserer Zeit nicht abwarten, sondern die Veränderungen aktiv bildnerisch beschreiben, möchte zu denen zählen, die sie dann erfassen, wenn sie da sind.

 

Matthias Danberg, Zahnrad, C-Print 2013,

50 x 60 cm, Foto Courtesy Galerie Voss

   So zeigt er den herrschenden Zeitgeist in Videos und Bildern. Teils archaisch, apokalyptisch, auch mythologisch, übersetzt er darin unsere zeitgenössische Atmosphäre und die monumentale Globalisierung in eine - komprimierte, abstrakte, immer ästhetische – künstliche Bildsprache. Die brillanten technischen Ausdrucksformen in seinen Werken lassen in ihrer Perfektion und Anmutung den Gedanken an den Film „Metropolis“ von Fritz Lang, 1924, aufkommen, der noch heute ob seiner visionären Bilder Furore macht.
   „In seiner Arbeit bezieht sich Danberg auf die Vielzahl unterschiedlicher medialer Erzählstrukturen, vor deren Hintergrund sich das heutige Weltverständnis zu formen versucht“, schreibt die Galerie über den Künstler.
   Matthias Danberg ist Förderpreisträger für Bildende Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf 2013. Über ihn heißt es: „Matthias Danberg hat mit seinen Animationen der letzten Jahre einen Platz zwischen kunst­geschichtlicher Referenz und gegenwärtigem Bilderüberschuss eingenommen. Mittels ange­deuteter Ironie und emotional evozierender Monumentalität umreißt Danberg die bedeu­tenden Themen unserer Zeit. Seine allegorischen Szenarien weisen Referenzen zu Kunst- und Zeitgeschichte und den Erzählweisen des Kinos auf ...“


 Matthias Danberg (*1981) hörte Kunst und Philosophie an der Universität Dortmund  und wechselte 2003 an die Kunstakademie Münster. 2010 war sein Meisterjahr in der Klasse Michael van Ofen. Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Die Ausstellung „Matthias Danberg - Inventory by Appropriation“ ist bis zum 16.11.2013 zu sehen.
GALERIE VOSS 
Mühlengasse 3
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 / 13 49 82
Öffnungszeiten
Di - Fr 10 - 18 Uhr 
Sa 11 - 14 Uhr

 

 

 

 

 

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