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rheinische ART 05/2018

Archiv 2018

KULTURZENTRUM DÜSSELDORF

Ambitioniert, attraktiv, nachhaltig


Dass etwas Postalisches einmal als „Glücksfall“ angesehen wird, ist bemerkenswert, da selten genug. In Düsseldorf ist dieser Fall nun eingetreten.

 

Blick in das 2. Obergeschoss mit Teilen der geplanten Zentralbibliothek, Animation Foto © Schrammel Architekten Stadtplaner PartGmbB, Stadt Düsseldorf 2018

 

Die Stadt hat damit begonnen, ein altes Postgebäude am Konrad-Adenauer-Platz, dem wenig anheimelnden Terrain vor dem Haupteingang des Bahnhofs, zu einer Art neuem kulturellen Zauberkasten umzubauen. KAP1 titelt dieses Projekt der Landeshauptstadt, benannt nach seiner Lage an der prominenten Stelle.

 

Zukünftige Aussicht auf den Konrad-Adenauer-Platz 1. Animation Foto © RKW Architektur +, Stadt Düsseldorf 2018

 

Die dem früheren Postbetrieb geschuldeten, zum Teil bis zu 7 Meter hohen Geschosse des derzeit schon in der Entkernungsphase stehenden Komplexes erweisen sich hierbei für die „zukünftige kulturelle Nutzung als Glücksfall“, teilte die Stadt mit.

     Denn für die geplanten Kultureinrichtungen sei die Geschosshöhe ideal. Auf gewaltigen 25.000 Quadratmetern Gesamtfläche hat die kommunale Kulturbauverwaltung gleich für mehrere Institutionen großzügige Räume vorgesehen – nicht kleckern sondern klotzen lautet dabei die Devise.


So wird unter anderem eine moderne Zentralbibliothek mit erheblich mehr Besucher-Arbeitsplätzen und einer optimierten Erreichbarkeit realisiert. Für Düsseldorfs Kulturleben ist zudem die universell und flexibel nutzbare Spielstätte für den Theater- und Probenbetrieb des „Forum Freies Theater“ (FFT Juta und FFT Kammerspiele) von großer Bedeutung. Darüber hinaus wird das Theatermuseum vom umstrittenen Standort Hofgarten in die Ex-Post-Räume am Konrad-Adenauer-Platz verlegt und von den Besucherströmen der Zentralbibliothek profitieren. Des Weiteren werden Depots für das Heinrich-Heine-Institut, das Stadtmuseum und das Stadtarchiv sowie im Staffelgeschoss Büroarbeitsplätze für die Stadtverwaltung eingerichtet.

 

Blick in das 3. Obergeschoss mit Teilen der geplanten Zentralbibliothek, Animation Foto © Schrammel Architekten Stadtplaner PartGmbB, Stadt Düsseldorf 2018 

 

Die Stadtspitze ist nach den langen Jahren kontroverser Diskussionen angesichts der zu erwartenden Modernisierung und Zentrierung der Kulturangebote begeistert. Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Das Bahnhofsviertel unserer Stadt ist im Wandel: Die Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes und die Revitalisierung des Bahnhofsvorplatzes sollen die Aufenthaltsqualität dieser zentralen Orte deutlich erhöhen und diese zum Entrée der Landeshauptstadt machen."

 

 

Luftig und elegant Die Eingangshalle des KAP1, Animation Foto © RKW Architektur +, Stadt Düsseldorf 2018

 

Revitalisierung Das ehemalige Postgebäude von außen. Foto © Stadt Düsseldorf 2018, M. Gstettenbauer.

 

Wie vom Rat angeregt, konnte auch noch ein zusätzlicher Ausstellungsraum für das in die Bedeutungslosigkeit zu versinken drohende Theatermuseum (mehr) integriert werden. Dieser befindet sich mit direktem Anschluss an die Bibliothek im 3. Obergeschoss. Theatermuseum und Stadtbibliothek nutzen darüber hinaus gemeinsam den multifunktional konzipierten Vortrags- und Theatersaal sowie einen Pädagogikraum, in dem vor allem Kulturofferten für junge Besucher konzentriert werden sollen.

     Kulturdezernent Hans-Georg Lohe betonte: "Insgesamt wird das Theatermuseum an seinem neuen Standort über eine Fläche von 1.100 Quadratmeter zur Allein- beziehungsweise Mitnutzung verfügen. Durch den unmittelbaren Bezug zur Zentralbibliothek wird das Museum neues, zusätzliches Publikum erreichen, all dies in einer zeitgemäßen … und attraktiven Ausstattung."

 

Das Gebäude und sein prominenter Standort bieten für die genannten städtischen Funktionen große Potenziale: Die zentrale Lage mit einer optimalen Erreichbarkeit, die Nähe zu anderen Einrichtungen wie dem „Central" und dem „Tanzhaus", die ausgezeichnete Versorgungslogistik trotz Zentrallage und die hohen möglichen Traglasten des Gebäudes selbst. Letztlich ist auch die kluge Bewahrung der Gebäude-Ressource bedeutsam.

     Die ehemalige Post wird mit ihren zukünftigen Funktionen und dem sich daraus ergebenden Besucherstrom ein neues Highlight im Kulturleben der Stadt bilden und diesen zentralen urbanen Raum stark aufwerten.

     Damit erhält ein Haus, das seine ursprüngliche Funktion verloren hat, wieder neue wichtige Aufgaben für das städtische Leben. Läuft alles wie geplant, kann die neue Bibliothek der Landeshauptstadt ihre Bücherregale Anfang 2021 bereits dort aufstellen.
rART

 

 

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