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rheinische ART 04/2017

Archiv 2017

SCHENKUNG
Lipchitz-Werke jetzt öffentlich


In den zurückliegenden vier Jahren hatte der Düsseldorfer Kunstpalast zwei bedeutende Schenkungen durch die New Yorker Jacques and Yulla Lipchitz Foundation erhalten. Nach Restaurierung wird die gesamte Werkgruppe nun öffentlich gezeigt.

 

Blick in die Präsentation der Jacques Libchitz- Werke im Museum Kunstpalast Düsseldorf Foto © Museum Kunstpalast 2017

 

Insgesamt sieben Skulpturen und 21 Zeichnungen von Jacques Lipchitz hatte Stiftungspräsident Hanno D. Mott mit den zwei Schenkungen dem Kunstmuseum übergeben.

 

Jacques Lipchitz David and Goliath, 1933, Gips mit Schellack gefasst, Schenkung der Jacques and Yulla Lipchitz Foundation, New York, 2013. Foto: Stefan Arendt, LVR-ZMB © The Estate of Jacques Lipchitz

 

Stiftungspräsident Hanno D. Mott, Cary und Dan Bronner im Kunstpalast Düsseldorf. Foto © Museum Kunstpalast Düsseldorf 2017

 

Den Auftakt bildeten 2013 das finale Gipsmodell der Skulptur „David and Goliath“ aus dem Jahr 1933 sowie eine Gruppe von sechs Zeichnungen des Bildhauers.

     Die Skulptur war bereits 1934 im Paris Salon ausgestellt worden. Kleinere Entwürfe der politisch-antifaschistischen Figur waren bereits vor der Düsseldorfer Schenkung der Tate Gallery in London und dem Musée national d´art Moderne in Paris überlassen worden.

     Unter diesem Gesichtspunkt, so ließ der Düsseldorfer Kunstpalast verlauten, sei die Übereignung der wichtigsten Fassung dieser Skulptur an ein deutsches Museum ein Akt von großer Symbolkraft.


Die zweite Schenkung erfolgte im Dezember 2015. Dem Kunstpalast wurden seinerzeit sechs Gips-Arbeiten von der Lipchitz Foundation und weitere Zeichnungen von Hanno D. Mott übergeben.

     Die Papierarbeiten repräsentieren einen Querschnitt durch alle Schaffensphasen des Künstlers. Die als äußerst großzügig bewerteten Schenkungen sind maßgeblich durch die Vermittlung der in Düsseldorf wohnenden Kunstförderer und Grafiksammler Dan und Cary Bronner zustande gekommen, wie der Kunstpalast erklärte.

     Mit dem französisch-amerikanischen Plastiker Jacques Lipchitz (1891-1973) ist nun das Werk des neben Henri Laurens wichtigen kubistischen Bildhauers in der Kollektion des Museum Kunstpalast in herausragender Qualität präsent und verdeutlicht die Wechselwirkungen zu anderen internationalen wie auch lokalen Bildhauern.

     Lipchitz´ Werke stellen im Kontext mit Skulpturen von Alexander Archipenko, Rudolf Belling, Wilhelm Lehmbruck (mehr), Ernst Barlach und Käthe Kollwitz (mehr) eine Stärkung der modernen Skulpturensammlung des Hauses dar, so das Museum Kunstpalast zur Präsentation.
rART/K2M


Jacques Lipchitz (Chaim Jakoff Lipchitz) wurde im russischen Druskininkai, heute Litauen, geboren. Ab Oktober 1909 lebte er in Paris und schloss sich dort nach Akademiestudien dem Künstlerkreis der Kubisten im „Bateau-Lavoir“ an. Ab 1913 schuf er unter dem Einfluss von Pablo Picasso (mehr) und seinem mexikanischen Künstlerfreund Diego Rivera (mehr) erste kubistische Arbeiten.

     In den 1920er Jahren wurden aus den typischen kubischen Blockformen mehr transparente Kompositionen. Lipchitz näherte sich zunehmend organischen, weich geschwungenen Formen an, die er zu einer Art barocken Gebilde entwickelte. 1941 gelang ihm die Flucht aus Vichy-Frankreich nach New York. In den Jahren danach modellierte er verstärkt alte mythologische und biblische Themen in kraftvollen Gruppen.

 

Stiftung Museum Kunstpalast
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf

 

 

 

   

 

 

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