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rheinische ART 03/2010

aus "Besuchenswert"

Für Asienreisende und andere

Das „Bruttosozialglück“ und Köln

Wie das Kölner Museum für Ostasiatische Kunst mitteilt, entwickelt sich die Ausstellung „Bhutan – Heilige Kunst aus dem Himalaya“ zu einem wahren Publikumsmagneten. Das bemerkenswerte Interesse ist mit Blick auf das attraktive Programm dieser einmaligen Ausstellung wenig verwunderlich

 

Die Ausstellung wurde von einem amerikanischen Expertenteam unter Führung der Honolulu Academy of Arts in fünfjähriger Vorbereitungszeit mit dem Innen- und Kulturministerium sowie dem Vorstand der Mönchsgemeinschaft des Königreichs Bhutan erarbeitet. Sie präsentiert Kloster- und Tempelschätze, die noch heute im aktiven buddhistischen Ritual eingesetzt werden und daher nur bei speziellen Zeremonien für die Augen der Öffentlichkeit zugänglich sind. Die gezeigten 117 Kunstobjekte des 8. bis 20. Jahrhunderts umfassen in leuchtenden Mineralfarben gemalte Thangkas (religiöse Rollbilder) sowie vergoldete Plastiken und Ritualobjekte. Die Ausstellung stellt die bislang repräsentativste und umfassendste Schau der heiligen Kunst Bhutans dar.

 

Tseringma und ihre vier Schwestern, Bhutan, 19. Jh. Thangka, appliziert und bestickt, 166 x 118 cm

Norbugang Lhakhang Ogma, Punakha, Foto: Shuzo Uemoto

Ó Honolulu Academy of Arts

Premiere hatte die Ausstellung 2008 in der Honolulu Academy of Arts, es folgten in den USA New York und San Francisco. In Europa werden die Tempelschätze Bhutans nach dem Musée Guimet in Paris nur noch im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln als einziger Deutschlandstation sowie anschließend im Museum Rietberg in Zürich gezeigt.

Zwei Mönche aus Bhutan begleiten die Ausstellung und bieten den Besuchern die seltene Gelegenheit, die religiöse Praxis des tantrischen Buddhismus am Beispiel von - jetzt an den Wochenenden auf drei erweitert - täglich stattfindenden buddhistischen Reinigungszeremonien unmittelbar zu erleben. Außerdem streuen die Mönche in der Ausstellung über mehrere Wochen ein großes Sand-Mandala. Gedankliche Anleihen an den Film „Sieben Jahre in Tibet“, wo in einer eindrucksvollen Filmszene ebenfalls ein Mandala gestreut wurde (und herzzerreissend schnell vernichtet wurde), sind erlaubt.

Das zwischen den Großmächten Indien und China gelegene Königreich Bhutan ist das einzige Land der Welt, in dem die tantrische Form des Buddhismus die Staatsreligion bildet. Die Regierung Bhutans misst ihren Erfolg nicht nur am materiellen Aufschwung, vielmehr hat sie das „Bruttosozialglück“ der rund 700.000 Bewohner und den Umweltschutz zu ihrer wichtigsten Leitlinie erklärt.

ruwoi

Quelle Foto Museum


 

Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 24. Mai 2010

Museum für Ostasiatische Kunst

Universitätsstraße 100

50674 Köln

Tel. 0221 / 221-28608


Wegen der starken Nachfrage wurden die Öffnungszeiten verlängert:

An den Wochenenden schließt das Museum erst um 19.00 Uhr, die Kasse öffnet um 10.30 Uhr

DI – SO 11-17 (jetzt 19) Uhr, DO 11-20 Uhr

 

                     

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