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rheinische ART 12/2017

RHEIN-KREIS NEUSS
Journalistenpreis Pro Ehrenamt


„Gutsein ist nicht naiv“, sagte Matthias Morgenroth. Seine klaren Worte sollten wie ein Leitspruch die Verleihung des Journalistenpreises Pro Ehrenamt des Rhein-Kreises Neuss mitprägen.

 

Schloss Dyck in Jüchen, Veranstaltungsort der Verleihung des "Journalistenpreis Pro Ehrenamt - Hermann-Wilhelm-Thywissen-Preis" des Rhein-Kreises Neuss. Foto © Stiftung Schloss Dyck

 

Es ist ein ungewöhnlicher Preis, den der Rhein-Kreis Neuss Anfang Dezember bereits zum achten Mal verlieh. Zum einen widmet er sich einem Thema, dass nicht sonderlich im Fokus der Öffentlichkeit steht, dem Ehrenamt.

 

Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss anlässlich seiner Rede zum Journalistenpreis Pro Ehrenamt (2017) Foto © A. Tinter/ Rhein-Kreis Neuss

 

Zum anderen zeichnet er eben nicht die Ehrenamtler aus, sondern Journalisten, die über die „Menschen, die Gutes tun“ berichten. „Die Ehrenamtlichen engagieren sich für die gute Sache und die Journalisten engagieren sich für die gute Geschichte. Beides zusammen hat der Rhein-Kreis Neuss in den Blick genommen…“ schreibt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in seinem Geleitwort.
     Mit dem Journalistenpreis erfährt die wichtige Rolle des Ehrenamtes in unserer Gesellschaft mehr positive Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Und die ist wichtig, auch wenn die Ehrenamtler ihre Arbeit gerne im Stillen leisten.


Henry Maske Es war der Boxweltmeister und Olympia-Sieger Henry Maske, der sich als Gastredner dem Ehrenamt widmete. Er hielt sich nicht an die - vermutlich - wohlfeilen Worte seiner vorbereiteten Rede, sondern entschied sich, frei von seinen eigenen Erfahrungen zu erzählen. Der staunende Zuhörer erfuhr so, dass auch ein Henry Maske vom Ehrenamt profitiert hatte. Seine ersten beiden Trainer, die ihn förderten, als er fast noch ein Kind war, taten dies ehrenamtlich. Diese Erkenntnis mag mit ein Grund sein, dass Maske 1999 die Stiftung „A Place for Kids“ gründete, um sozial benachteiligten Jugendlichen zu helfen.
     Die Vergabe des mit 20.000 Euro dotierten Preises fand im Rahmen eines Festaktes im barocken Wasserschloss Dyck in Jüchen statt. Um die Auszeichnung hatten sich bundesweit rund 140 Redaktionen, Sender und Journalisten mit mehr als 300 Beiträgen beworben. Für ihre vorbildliche Berichterstattung über ehrenamtliches Engagement wurden schließlich elf Journalisten in fünf, jeweils mit 4.000 Euro dotierten, Kategorien ausgezeichnet.

 

Preisträgerin "Print", Ilka Piepgras für "Von einer, die auszog, das Sterben zu lernen" im ZEITmagazin. Foto © A. Tinter/ Rhein-Kreis Neuss

 

In der Kategorie „Fernsehen“ wurde das Autorenteam Wolfgang Minder/Fritz Sprengart für seine Reportage „Wenn der Hass an die Tür klopft – Wie Rechtsextreme Bürger einschüchtern“ in der WDR-Reihe „die story“ als bester Beitrag geehrt. Der Hörfunkpreis ging an Matthias Morgenroth für die Reportage „Helfen – Eine Kulturgeschichte des Gutseins“ im Bayerischen Rundfunk.

     Den ersten Preis in der Kategorie „Print“ erhielt die Berliner Journalistin Ilka Piepgras für den Artikel „Von einer, die auszog, das Sterben zu lernen“ im ZEITmagazin. Den ersten Preis in der Kategorie „Lokales“ teilen sich das Team der WDR-Lokalzeit „Extra“ mit Redaktionsleiter Ralf Makrutzki, Marc Merken, Christian Dassel und Lena Breuer für die Ehrenamtsserie „Im Einsatz für andere“, und Gundhild Tillmanns für die Artikelserie „Brandeilig“ in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

     Den Nachwuchsförderpreis bekamen Sarah Wiedenhöft für den Artikel „Helden der Kindheit“ im Magazin „Spiegel Wissen“ und Suli Kurban für die Sendung „Der Löwe von Neuperlach“ in der Reihe „Lebenslinien“ im BR-Fernsehen.

 

Der Hörfunkpreis ging an Matthias Morgenrot für die Reportage, ausgestrahlt im Bayerischen Rundfunk: Helfen - Eine Kulturgeschichte des Gutseins. Foto © A. Tinter/ Rhein-Kreis Neuss

 

Die Verleihung des Journalistenpreises Pro Ehrenamt ist von jeher etwas anders als üblich. Das besondere Flair, eine Mischung aus Sympathie, Intimität und Respekt, mag im Thema begründet sein, dass das menschliche Miteinander, Nähe und Wärme auf der Basis eines freiwilligen Engagements in den Vordergrund stellt. Vielleicht liegt es auch an der Gästeliste oder ist dem Ambiente geschuldet. Sicher ist: Der Rhein-Kreis Neuss nimmt mit dieser geschätzten Auslobung eine Sonderstellung ein.

     Unterstützt wird er dabei von der Neusser Familie Thywissen, denn der Journalistenpreis Pro Ehrenamt ist auch der Hermann-Wilhelm-Thywissen-Preis. So dankte Ferdinand Wilhelm Thywissen für die Ausrichtung dieses Journalistenpreises, der auch das soziale Engagement seines verstorbenen Vaters in Erinnerung hält, und kündigte an, dass die Familie den Journalistenpreis mit weiteren 100.000 Euro unterstützen werde. Der Beifall der Festgemeinde war ihm verdient sicher.
Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Eine Fachjury unter dem Vorsitz des Neusser TV-Journalisten Wolfram Kons, Gesamtleiter RTL Charity, entschied über die Vergabe der Preise.

     Zu ihr gehörten Volker Schulze (Publizist und früher Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger), Horst Thoren (stellvertretender Chefredakteur der Rheinischen Post), Gabi Ludwig (Chefredakteurin der NRW-Landesprogramme im WDR-Fernsehen), Udo Kreuer (Chefredakteur und stellvertretender Programmdirektor von radio NRW), Bruni Reitzenstein (Chefin vom Dienst und Autorin beim ZDF) sowie Harald Vieten, Leiter des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss.

 

 


 

 

 

FRANK BAUER 

Die Gelassenheit

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(Foto: Ausschnitte

Öl auf Leinwand, 2017)

 

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