rheinische ART
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rheinische ART 04/2019

KURZ NOTIERT  

 Deutsch-russische Kooperationen „Im Dialog bleiben.“
     Um Kooperationen in Kultur und Wissenschaft zwischen Akteuren aus Nordrhein-Westfalen und der Russischen Föderation zu unterstützen, reiste die Kultur- und Wissenschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer-Poensgen, nach Moskau. „Neben vielen wichtigen Gesprächen mit den Akteuren vor Ort zeigen besonders die Unterzeichnung von drei Kooperationsvereinbarungen das Interesse, die bestehenden engen Verbindungen zwischen Russland und Nordrhein-Westfalen auszubauen. So können der wissenschaftliche und kulturelle Dialog erfolgreich weitergeführt werden und spannende neue Projekte entstehen“, sagte die Ministerin.

     Mit der Moskauer Helikon-Oper verbindet die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg eine erfolgreiche Zusammenarbeit und künstlerische Freundschaft. Durch die Unterzeichnung durch Generalintendant Christoph Meyer und Vladimir Gorokov wird die Zusammenarbeit innerhalb des jährlich stattfindenden internationalen Kulturprojektes „Russian Seasons“ fortgesetzt.
     2019 ist die Bundesrepublik Deutschland Gastgeber der „Russian Seasons“. Von Januar bis Dezember finden in 77 deutschen Städten insgesamt 453 Veranstaltungen statt, an denen mehr als hundert Kultureinrichtungen Russlands und Deutschlands teilnehmen. Deutschland ist, nach Japan 2017 und Italien 2018, das dritte Land, das die „Russian Seasons“ ausrichtet.
     Weiterhin gab es Kooperationsvereinbarungen zwischen der Ruhr-Universität Bochum und der Higher School of Economics sowie der TU Dortmund und der Nationalen Forschungsuniversität für nukleare Technologie (MEPhl), ebenfalls in Moskau. rART

 

 

 Jud Süß Im Düsseldorfer Heinrich-Heine-Institut werden bis zum 19. Mai 2019 erstmals die Illustrationen von Solomon Borissowitsch Judowin in der Schau „Wortwelten - Bildwelten. Lion Feuchtwanger und Solomon Judowin“ gezeigt.

 

 

Im Heinrich-Heine-Institut werden erstmals die Illustrationen von Solomon Borissowitsch Judowin in der Schau "Wortwelten - Bildwelten. Lion Feuchtwanger und Solomon Judowin" gezeigt. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Uwe Schaffmeister


Lion Feuchtwangers Roman „Jud Süß“ zeugt von einer intensiven Beschäftigung mit jüdischer Geschichte und Identität. Diverse Deutungsmöglichkeiten, das detailreich gestaltete Universum der Nebenfiguren und die philosophischen Fragen, die der historische Roman aufwirft, beschäftigen Leser seit der Erstveröffentlichung. Zu diesen gehört auch der russisch-jüdische Künstler Solomon Borissowitsch Judowin, ein Meister der grafischen Drucktechnik und Freund des „Malerpoeten“ Marc Chagall. Feuchtwangers literarisches Werk erfährt durch die Illustrationen Judowins eine herausragende bildkünstlerische Bearbeitung.

     Die Sonderausstellung präsentiert exklusiv die aus der Sammlung von Tanya Rubinstein-Horowitz stammenden, unveröffentlichten Holzschnitte Judowins, der besonders aussagekräftige Szenen des Romans gestaltet hat. Ergänzt werden die die Illustrationen zu „Jud Süß“ durch Arbeiten von Mendel Gorshman und Meer Akselrod, die wie Judowin zur russisch-jüdischen Künstleravantgarde des frühen 20. Jahrhunderts gehören.
     Das Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, ist DI - FR + SO von 11-17 Uhr sowie SA von 13-17 Uhr geöffnet. Die Ausstellung ist Teil des Projektes JKT Jüdische Kulturtage Rhein-Ruhr 2019 (mehr)
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 Kunstpreis der Künstler Die Düsseldorfer Künstlerschaft ehrt mit diesem Preis 2019 den Fotografen Boris Becker für sein beeindruckendes Werk. Der 1961 in Köln geborene Künstler hat eine bedeutende Position in der rheinischen Kunstszene. Er studierte zunächst in Berlin bei Professor Wolfgang Ramsbott und setzte sein Studium in Düsseldorf in der Klasse Becher fort.
     Der Kunstwelt bekannt sind seine oft als Reihe angelegten Motivuntersuchungen von scheinbar belangloser oder in Vergessenheit geratener Architektur. In seinem Essay aus dem Jahr 2006 „Die Bilder waren schon da“ schreibt Becker: „Sehen und denken, erinnern und fühlen wir in Serien? Können wir die uns umgebenden Dinge, unsere Empfindungen und Ahnungen, unsere Ängste und Zweifel nur in Reihungen, in Strecken, in Typologien erfassen? Ist es so, dass ein einzelnes Bild zu flatterhaft wirkt (…) Erklärt sich unsere Welt einfacher dadurch, dass wir Dinge immer in Variationen sehen, untersuchen und erkennen wollen? Oder sind es nicht in unseren Gedanken, in unseren Träumen und Erinnerungen einzelne Bilder, oder vage umrissene Vorstellungen, die uns über die Jahre begleitet und geprägt haben und die vielleicht immer wieder in unser Bewusstsein dringen und dort Assoziationen mit neuen Erfahrungen hervorrufen?“
     In der DIE GROSSE Kunstausstellung NRW Düsseldorf, die vom 29. Juni bis zum 4. August 2019 im Kunstpalast Düsseldorf zu sehen sein wird, werden bedeutende Arbeiten seines umfangreichen Werkes gezeigt. rART

 

 

 

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