rheinische ART
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rheinische ART 10/2018

KURZ NOTIERT

 ZERO foundation Die Stiftung in Düsseldorf feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Mit dem Aufruf „Please Turn!“ lädt sie bis zum 20. Oktober die interessierte Öffentlichkeit zu einem Besuch in ihre neuen Räume in der Hüttenstraße 104. Diese Adresse ist legendär, ist sie doch der Ort in Düsseldorf, wo die Künstler und Gründer der Stiftung Heinz Mack, Günther Uecker und Otto Piene wirkten.

 

Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, Stedelijk Museum Amsterdam, 1962, Foto: Raoul Van den Boom, Vorlass Heinz Mack, ZERO foundation, Düsseldorf


Das Hinterhaus wurde ab 1975 von Otto Piene allein genutzt. Bis zu seinem Tod 2014 lebte und arbeitete er hier. Das Atelier, in dem seine berühmten Feuerbilder entstanden, ist erhalten geblieben. Auf den Etagen wurden von der ZERO foundation, die das Gebäude sorgsam sanierte, Büroräume eingerichtet, die auch das ZERO-Archiv (1958-1966) beherbergen und der kunstwissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stehen.
     Zur Aktion „Open House“ wird zu einigen Werken der Künstler zusätzlich in Form von Film- und Fotomaterial eine multimediale Installation geboten, die den Geist der künstlerischen Avantgarde ZERO der 1960er Jahre aufzeigt. Da es die ZERO-Künstler von Anfang an mit ihrer Kunst auch auf die Straße zog, wo sie heute legendäre Kunstaktionen starteten, gibt es im nahen Umfeld der Stiftung und am Fürstenplatz Licht- und Soundinstallationen zeitgenössischer Künstler. Das ganze Programm  hier
ruwoi

 

Kulturförderung des Landes NRW Kommende Schwerpunkte der Stärkungsinitiative Kultur sind die Freie Musikszene, die Museen und der ländliche Raum. Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen: „Wir wollen der Kultur in Nordrhein-Westfalen neue starke Impulse geben. Dabei berücksichtigen wir alle Sparten und Bereiche, um der vielfältigen Kulturlandschaft gerecht zu werden.“ Und weiter: „Für diese Vielfalt sorgt insbesondere die ausgeprägte Freie Szene des Landes. Nach der Freien Szene der Darstellenden Künste wollen wir nun auch die Freie Musikszene stärken.“
     Unterstützung erfährt auch die wichtige Arbeit der Museen. Die Kunstsammlung NRW erhält wieder einen eigenständigen Ankaufsetat. 2018 beträgt dieser eine Million Euro und wird 2019 auf zwei Millionen Euro weiter erhöht. Ausrichtung und Ausbau der Sammlung können so längerfristig geplant werden. Die kommunalen Museen können ab 2018 mit einer Million Euro mehr, insgesamt also mit 1,5 Millionen Euro Landesmitteln für Ankäufe rechnen. Das betrifft auch den Ankaufsetat des Kunsthauses NRW Kornelimünster: 130.000 Euro mehr kommen 2018 dem Ausbau der dortigen Landessammlung zu Gute und fördern indirekt auch bildende Künstler im Land. Insgesamt stehen dann 200.000 Euro für Ankäufe zur Verfügung.

     In den Fokus rückt zudem der ländliche Raum. Verbesserte Infrastruktur und direkte Förderungen für Künstler sollen Nordrhein-Westfalen insgesamt als attraktives Lebens- und Arbeitsumfeld für Kulturschaffende profilieren. rART
 

 Rissa zum 80. Geburtstag An der Düsseldorfer Kunstakademie war sie eine Institution. Fast 30 Jahre lang lehrte sie dort freie Kunst und prägte Generationen von Studierenden mit ihrer Erfahrung, ihrem Wissen und ihren Ideen.

 

Madame R. Copyright: FOTO/photoklaas

 

Die emeritierte Professorin und Künstlerin Rissa, bürgerlich Karin Götz, Ehefrau des 2017 verstorbenen Malers Karl Otto Götz, widmete ihr ganzes Leben der Kunst.

     Anlässlich ihres 80. Geburtstages zeigt der Kunstraum Gewerbepark-Süd, Hofstraße 64 in Hilden, bis zum 12. Oktober 2018 eine Jubiläumsausstellung. Präsentiert werden ausgewählte Werke sowohl von Rissa als auch Karl Otto Götz, einem der Hauptvertreter des „Deutschen Informel“. K.O. Götz war als einziger Deutscher von 1949 bis 1951 Mitglied der in Paris gegründeten, kunsthistorisch bedeutenden Künstlergruppe COBRA (mehr).

     Die Künstlerin wurde am 22. Juni 1938 in Rabenstein bei Chemnitz als Karin Martin geboren. Sie zog mit ihren Eltern 1953 in die Bundesrepublik Deutschland. Nach ihrem Abitur in Bochum studierte sie von 1960 bis 1965 an der Kunstakademie Düsseldorf bei K.O. Götz. Ihre Klassenkameraden waren unter anderen Konrad Fischer, Sigmar Polke und Gerhard Richter. 1965 heiratete sie ihren Lehrer K.O. Götz. Von 1969 bis 2007 lehrte sie unter dem Künstlernamen Rissa an der Kunstakademie Düsseldorf. rART

 

 Europäischer Gartenpreis Seit 2010 vergeben das Europäische Gartennetzwerk EGHN und die Stiftung Schloss Dyck in Jüchen den Europäischen Gartenpreis. Dieser hat sich zu einem wichtigen Element in der Arbeit des 2003 gegründeten Netzwerkes entwickelt, das das öffentliche Bewusstsein für das europäische Gartenerbe und zeitgenössische Gartenkunst stärken will und die internationale Zusammenarbeit fördert. Rund 190 Parks und Gärten in 14 Ländern haben sich inzwischen mit dieser Zielsetzung zusammengeschlossen. 2018 gingen je zwei Preise nach England und Deutschland und einer nach Griechenland.
     Mit der Vergabe des Preises für großräumige grüne Netzwerke und Entwicklungskonzepte würdigt der Europäische Gartenpreis die konsequente Fortführung einer fast 100jährigen Pionierleistung, nämlich die Ergänzung des Inneren Grüngürtels in Köln durch die Parkstadt Süd mit ihrem innovativen Freiflächenkonzept.
     Mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 und dank der Förderung des Projektes AWARDING HERITAGE durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch die beiden nordrhein-westfälischen Landschaftsverbände (LVR und LWL) wurde der Europäische Gartenpreis um zwei neue Kategorien ergänzt: Die königlichen botanischen Gärten in Kew und Wakehurst bei London gewannen dank ihrer langjährigen, herausragenden Leistungen in der Botanik und Gartenkunst den erstmals vergebenen Preis für „Gartenkulturelles Erbe in Europa“ und für die beste Entwicklung einer für das europäische Kulturerbe bedeutenden Kulturlandschaft wurden das Lausitzer Seenland und das Biosphärenreservat Spreewald gemeinsam mit dem ersten Platz ausgezeichnet. rART
Mehr Info hier

 

 Blinky Palermo Als Hommage zum 75. Geburtstag des Künstlers. Ein Raum für Blinky Palermo (1943-1977) im Kunstmuseum Bonn.

 

Blinky Palermo Dokumentation Zu 'Blau/Gelb/Weiss/Rot', Wandmalerei Treppenhaus Edinburgh College Of Art, 1970. Erworben 1980 mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Für Blinky Palermo (mehr) beschränkte sich Malerei nicht nur auf Bildgestaltung. Sie sollte auch in der Lage sein, die Struktur von Wänden und Räumen zu reflektieren und dort Akzente zu setzen. Vom Ende der 1960er-Jahre bis 1973 entstehen daher in Galerien und Ausstellungshäusern erste Wandmalereien beziehungsweise Wandzeichnungen, die als zeitlich begrenzte Interventionen später überstrichen wurden.
     Deshalb ist die Dokumentation der raumbezogenen Arbeiten, die Palermo mit Unterstützung von Tünn Konerding angelegt hat und die sich seit Anfang der 1980er-Jahre im Besitz des Kunstmuseums befindet, so bemerkenswert. Anhand von 49 Bildtafeln, die Zeichnungen, Farbmuster und Dokumentarfotos umfassen, lässt sich Palermos Auseinandersetzung mit den vorgegebenen Raumsituationen nachvollziehen. Eine Auswahl von Arbeiten aus diesem bedeutenden Werkblock wird bis Anfang Oktober in Bonn gezeigt. rART

 

 

 

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