rheinische ART
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rheinische ART 05/2018

KURZ NOTIERT

 Ein großer Streit und sein Ende Fast alle aus dem ehemaligen Besitz der Portigon AG als Nachfolgerin der Landesbank West-LB (mehr) erworbenen Kunstwerke sind als Dauerleihgaben in nordrhein-westfälischen Museen der Öffentlichkeit zugänglich.
     277 Kunstwerke und ein historisches Streichinstrument hatte das Land im Juli 2016 von der Portigon AG erworben und in die unselbstständige, von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen verwaltete Stiftung Kunst im Landesbesitz (mehr) eingebracht. Die Arbeiten wurden an insgesamt 42 Institutionen – in der Mehrzahl Museen –, verteilt. Die Werke des heterogenen Kunstbestandes der damaligen Landesbank datieren vom Spätmittelalter bis zur unmittelbaren Gegenwart.
      Gezielt stärken die Werke nun die Sammlungsschwerpunkte der einzelnen Häuser, die ihre Neuzugänge jetzt präsentieren, informiert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW. So zeige das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Erich Heckels Gemälde „Seelandschaft mit Boot“ von 1920. Das Museum Kurhaus Kleve konnte seinen Sammlungsschwerpunkt Fotografie mit Werken unter anderen von Wolfgang Tillmans und Candida Höfer erweitern und mit der Ansicht der neuen Moschee in „Istanbul“ von 1907 des Impressionisten Paul Signac erhielt das Wallraf-Richartz-Museum in Köln eines der herausragenden Werke des Kunstbestandes. 

     Zu diesen zählt auch August Mackes „Gartenbild“, das neben anderen Arbeiten dauerhaft an das Kunstmuseum Bonn verliehen wurde. Im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster können dauerhaft Werke verbleiben, die – wie etwa Bildtafeln des italienischen Frührenaissance-Malers Giovanni di Paolo – bereits als Leihgaben in der hauseigenen Sammlung waren. Die Violine „Lady Inchiquin“ von Antonio Stradivari ging bereits im Mai 2017 an den Solisten Frank Peter Zimmermann. ruwoi

 

Maria Katzgrau Der ungläubige Thomas, Mischtechnik, 62 x 85 (Leihgabe des Deutschen Glasmalerei-Museums Linnich) © Foto: Karl-Heinz Oedekoven

 

Glasmalerei Die 10. Ausstellung „in memoriam“ im ART Department Villa Museum Zinkhütter Hof in Stolberg würdigt die Aachener Glasmalerin Maria Katzgrau (1912-1998).
     Katzgrau hat im Laufe ihres Lebens von ihrem Elternhaus aus 160 Kirchen und Räumlichkeiten in der rheinischen Region, aber auch in Island und Grönland mit Glasfenstern versehen. Als eine der wenigen tätigen Frauen in diesem Segment zeichnete sie zudem aus, dass sie ihre Gemälde, Zeichnungen und Plastiken in einem sehr experimentellen Geist erstellte.
     Ausgebildet an der Kunstgewerbeschule in Aachen unter Rudolf Schwarz und Anton Wendling, wurde sie in diesem damaligen „Bauhaus für Kirchenkunst“ für die Abstraktion begeistert. Begegnungen mit Pierre Soulage (*1919) in den 1960er Jahren und der Pop Art regten sie zu Gemälden und Bildcollagen an, die sich mit reliefhaften Gipsapplikationen und Stoffen ins Plastische erweiterte.
     Sie arbeitete mit Styropor, Gießharz, Eisenwaren, Aluminiumrohren, Holzleisten und Beton, versuchte sich an neuen Formen religiöser Themen, befragte sich in Selbstporträts und schuf über Jahrzehnte Federtuschezeichnungen aus linearen Gefügen. Gekonnt arbeitete sie mit Farbe, Licht und dem Schimmer von Metall - mal gleißend, mal sanft, mal brillant, mal durch Dickglas diffus gestreut. Ihre eigenwilligen Arbeiten gilt es, so die Veranstalter, neu zu entdecken.
     Die in Stollwerk gezeigten Werke stammen aus dem Nachlass, der im Deutschen Glasmalerei-Museum in Linnich verwahrt wird. Öffnungszeiten bis 6. Mai 2018: SO von 11 - 17 Uhr. Art Department Villa Museum Zinkhütter Hof, Bernhard-Kuckelkorn-Platz 8, 52223 Stolberg. Mehr Informationen www.villa-zinkhuetterhof.eu ruwoi

 

 Ankauf Den größten Bestand an Werken der amerikanischen Malerin Carmen Herrera in einem deutschen Museum besitzt jetzt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen: Drei Werke der Künstlerin hat die NRW-Landesgalerie in Düsseldorf erworben. Eine vierte Arbeit, eine unbetitelte Arbeit auf Papier von 2015, schenkte die 102 Jahre alte Herrera dem Museum. Damit bedankte sie sich für ihre bisher größte Museumsausstellung (mehr), die mit 70 Werken aus 70 Schaffensjahren im K20 in Düsseldorf zu sehen war.

 

Carmen Herrera Installationsansicht der Ausstellung "Carmen Herrera. Lines of Sight" im K20 mit dem Werk "Estructura Roja" (1966/2012), Foto: Achim Kukulies, © Carmen Herrera © Kunstsammlung NRW


„Obwohl die amerikanische Nachkriegskunst einen Schwerpunkt unserer Sammlung darstellt, war Carmen Herrera auch in unserem Haus noch nicht vertreten. Diese Lücke schließen wir jetzt durch den Erwerb der vier Werke“, sagte Kunstsammlungsdirektorin Susanne Gaensheimer.
     Mit der signalroten, kubischen Skulptur „Estructura Roja“ (1966/2012) und dem 1992 entstandenen Gemälde „Some Blue some White“ entstammen zwei der Ankäufe der aktuellen Herrera-Ausstellung. Auch das Gemälde „Alpes“ (2015) zählt zu den unverkennbaren, auf größter Reduktion basierenden Farbflächenbildern der Künstlerin. Der Ankauf der drei Kunstwerke war mit NRW-Landesmitteln möglich geworden. ruwoi

 

 

 

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