rheinische ART
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rheinische ART 11/2017

KURZ NOTIERT

 Internationales Symposium zu Max Stern Aufgrund aktuell laufender Auskunfts- und Restitutionsgesuche in deutschen Museen, die im Zusammenhang mit der Galerie Max Stern (mehr) stehen, hat sich die Stadt Düsseldorf dazu entschlossen, die für Frühjahr 2018 geplante Ausstellung "Max Stern – von Düsseldorf nach Montreal" abzusagen und stattdessen ein internationales Symposium im Herbst 2018 zu diesem Themenkomplex durchzuführen. Hierzu, betont die Stadt Düsseldorf ausdrücklich, sei auch die "Dr. Max and Iris Stern Foundation" eingeladen.

    Vorbereitet wird das Symposium von der im Kulturdezernat Düsseldorf eingerichteten Stelle für Provenienzforschung sowie dem Stadtmuseum. Die Landeshauptstadt arbeitet seit Jahren auf Grundlage der Washingtoner Erklärung (1998), der Gemeinsamen Erklärung (1999), der Theresienstädter Erklärung (2009) sowie nach Maßgabe der Handreichung (2001) und gehört zu den wenigen Kommunen, die seit Oktober 2016 eine eigene Stelle für Provenienzforschung besetzt hat.
     Das Symposium zu diesem sensiblen Thema soll der Auftakt sein, die neuesten Ergebnisse der Provenienzforschung einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und umfänglich zu diskutieren. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse soll dann besprochen werden, wie eine Ausstellung zu der Galerie Stern aussehen könnte. Die Stadt als auch die Jüdische Gemeinde haben - wie betont wird - ein Interesse daran, die Diskussion mit hoher Sachlichkeit und Besonnenheit zu führen und die erfolgte Absage der Ausstellung nicht zum Gegenstand öffentlicher Auseinandersetzung zu machen. ruwoi

 

 Kunstmesse COLOGNE FINE ART: Sie musste sich neu erfinden, die Messe, das war allen Beteiligten klar, und offensichtlich ist es ihr gelungen. Das neue Konzept überzeugte. Nach Aussage der Messegesellschaft melden die Aussteller gute Verkäufe und loben das fachkundiges Publikum. Kurzum: Sehr gute Stimmung, volle Gänge und erneut rund 16.000 Besucher.

 

Impression von der COLOGNE FINE ART 2017. Foto © Messe Köln

 

Konzentrierter, eleganter und mit positiven Emotionen schloss die COLOGNE FINE ART 2017 (COFA) nach fünf erfolgreichen Messetagen ihre Pforten. „Inszeniert als temporäre Wunderkammer, die alt und neu auf höchstem Niveau und gleichzeitig voller Leichtigkeit miteinander verbindet, ist es uns gelungen mit der COLOGNE FINE ART inmitten der Vielzahl an Kunstmessen einen vollkommen eigenständigen Ansatz zu positionieren. Die deutliche Verkleinerung der Messe, die gleichzeitig noch internationaleren Aussteller und die vielseitige Auswahl an exquisiten Objekten mit Präsentationen auf teilweise Museumsniveau sowie der komplett überarbeitete Auftritt der Messe haben in ihrer Gesamtheit das Publikum überzeugen können“, so Katharina Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse. ruwoi

 

Schwarzes Rechteck, rotes Quadrat

Foto © Achim Kukulies

 

 Gutachten Aus der Traum: Das 2014 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen geschenkte Malewitsch-Gemälde „Schwarzes Rechteck, rotes Quadrat“ ist eine Fälschung. Dies haben naturwissenschaftliche Materialuntersuchungen des Bildes durch zwei Expertenteams ergeben. Nach den Untersuchungen an Farbe und Leinwand durch die Gutachter kann das zunächst auf etwa 1915 datierte Bild „Schwarzes Rechteck, rotes Quadrat“ jedoch nicht vor 1950 gemalt worden sein (Siehe auch Handelsblatt v. 10.11.2017). Bei der Schenkung der Dr.Harald-Hack-Stiftung war eine Erforschung der Provenienz des 83 mal 58 Zentimeter großen Kunstwerkes durch die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vereinbart worden.
     „Das Werk kam als Schenkung einer Privatsammlung zu uns; es war ein großzügiges Geschenk aus bestem Wissen und Gewissen. Das Ergebnis der Gutachten trifft uns sehr. Aber andererseits wissen wir auch, dass Fälschungen bei Malewitsch leider keine Einzelfälle sind...“, sagte die Direktorin Susanne Gaensheimer. 2015 war die Schenkung mit einer Ausstellung gebührend „gefeiert“ worden (mehr).
     Eine C 14-Analyse der Gemälde-Leinwand hatte zunächst ergeben, dass das Fasermaterial nicht vor 1950, wahrscheinlich sogar erst zwischen 1972 bis 1975 entstanden ist. Weitere maltechnische Untersuchungen durch Experten der TH Köln sowie der Vergleich mit einem authentischen Malewitsch-Gemälde in den USA hatten gegen eine Echtheit des Düsseldorfer Gemäldes gesprochen. Das zweite Gutachten eines Labors an der Universität Kiel mit gezielter C 14-Analyse von Farbproben hatte ebenso gezeigt, dass das Bild „jünger als 1955“ sein muss und wahrscheinlich nicht vor den 1970er Jahren entstanden sein kann. Das unsignierte Gemälde war erstmals 1975 in einem Buch über Kasimir Malewitsch dokumentiert worden. rART

 

 Erfolg des freien Eintritts Eine repräsentative Besucherbefragung des Museums Folkwang bestätigt den nachhaltigen Erfolg des freien Eintritts in die ständige Sammlung. Wie das Haus mitteilte, haben sich die Besucherzahlen mit über 81 000 Eintritten verdoppelt. Besonders erfreulich dabei: Neue, vor allem jüngere, Zielgruppen konnten erreicht werden.

 

Museum Folkwang in Essen. Foto © Jens Nober/Museum Folkwang


Durchgeführt wurde die Studie im Frühsommer 2017. 31 % der Besucher (ohne Kinder und Jugendliche) sind zwischen 16 und 49 Jahren alt. Die Untersuchung zeigt, dass der freie Eintritt in die ständige Sammlung insbesondere die jüngeren Besucher motiviert, das Museum zu besuchen. Immerhin gaben 46 % der 16- bis 34-Jährigen dies als ausschlaggebenden Grund an.

     Bezogen auf alle Besucher der ständigen Sammlung war der freie Eintritt für 49 % entscheidender Faktor für den Museumsbesuch. 27 % besuchten das Haus zum ersten Mal und mehr als jeder zweite Befragte fühlt sich durch den kostenlosen Zugang stärker mit dem Haus verbunden. Das gilt insbesondere für die jüngeren Besucher (über 80 % Zustimmung, ältere Besucher nur ca. 40 %). 44 % der Besucher gaben an, durch den freien Eintritt eine stärkere Beziehung zur Kunst zu entwickeln (darunter junge Besucher mit 64 % Zustimmung, Senioren nur mit einer Minderheit von 33 % Zustimmung).

     „Das Experiment ‚freier Eintritt‘ verläuft offensichtlich positiv“, so Ursula Gather, Kuratoriumsvorsitzende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Die Krupp-Stiftung ermöglicht mit einer Förderung von 1 Mio. Euro seit Mai 2015 für die Dauer von fünf Jahren den freien Eintritt in die ständige Sammlung des Museums. ruwoi

 

 Kunstakademie Düsseldorf In der akademischen Feier zu Beginn des Wintersemesters 2017/2018 wurde der Künstler Franz Erhard Walther zum Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf ernannt.

 

Franz Erhard Walther ist neues Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf (v.l.n.r. Rektor Prof. Karl-Heinz Petzinka, Prof. Franz Erhard Walther, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Dr. Felix Krämer), Foto: © Arisa Purkpong für die Kunstakademie Düsseldorf

 

Franz Erhard Walther, der den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig 2017 verliehen bekam, hatte in der Klasse von K.O. Götz, dem führenden Protagonisten des deutschen Informel, der im August dieses Jahres verstarb, studiert. Die Klasse von K.O. Götz gehörte in den 60er- und 70er-Jahren zu den erfolgreichsten Klassen der Akademie, in der neben Franz Erhard Walther unter anderen Gerhard Richter, Sigmar Polke, Konrad Fischer-Lueg, Rissa und Gotthard Graubner studierten. Walther hatte vorher an der Werkkunstschule in Offenbach und an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt studiert, bevor er an die Kunstakademie Düsseldorf kam. 1967 ging Walther nach New York, wo er bis 1971 lebte und u.a. im Museum of Modern Art ausstellte. 1969 zeigte Harald Szeemann in der Ausstellung „Live in your head: When Attitudes become Form“ Franz Erhard Walther in der Kunsthalle Bern. Nach Deutschland zurückgekehrt nahm Walther eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg an, an der er bis zum Jahr 2005 unterrichtete. 1972, 1977, 1982 und 1987 wurde sein Werk auf der documenta in Kassel gezeigt und 2004 in der Kunsthalle Düsseldorf. Als Aachener Kunstpreisträger 2016 wurde Franz Erhard Walther mit einer Einzelausstellung im Ludwig Forum geehrt (mehr). rART

 

Fotofestival Der Streit zwischen den Organisatoren des – mittlerweile doch auch international sehr namhaften - Düsseldorf Photoweekend und der Stadt Düsseldorf scheint entschieden. Im Februar 2018 startet mit DUESSELDORF PHOTO ein neues Fotofestival in Nordrhein-Westfalen. Vom 16. bis 25. Februar 2018, so teilt die Stadt Düsseldorf mit, wird die Landeshauptstadt für zehn Tage ganz im Zeichen der Fotografie stehen. Involviert sind die Museen, verschiedene Kulturinstitutionen, Hochschulen, einige Galerien und Projekträume. Diese werden, so ist die Planung, Werke von über 100 Fotografen präsentieren. Für das Projekt zeichnet das NRW-Forum Düsseldorf.

 

K21, Kunstsammlung Nordrhein - Westfalen: Akram Zaatari – Against Photography . Eine kommentierte Geschichte der Arab Image Foundation / Bild:Akram Zaatari: On Photography Dispossession And Times Of Struggle, 2017


Beteiligt sind unter anderen K21 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, NRW-Forum Düsseldorf, Filmmuseum, Kai 10, Weltkunstzimmer, Sammlung Philara, Mahn- und Gedenkstätte, Schloss Benrath, Kunstakademie Düsseldorf, Hochschule Düsseldorf, Akademie-Galerie, Atelier am Eck, Künstlerverein Malkasten, Museum Ratingen, WerkstattWerkstatt und Galerien wie Hans Mayer, Konrad Fischer, Peter Tedden, Van Horn und Ninasagt.
     Zusätzlich zu den Museums- und Galerieausstellungen werden Privatsammlungen, Künstlerateliers, kuratierte Satellitenprojekte und Aktionen im öffentlichen Raum gezeigt. Symposien, eine Fotobuchmesse, ein Filmprogramm und Portfolio Reviews runden das Programm ab. Schirmherr ist Oberbürgermeister Thomas Geisel: „Unsere Stadt hat eine ganz besondere Tradition der Fotokunst. Mit der DUESSELDORF PHOTO setzen wir nun die Weichen für die kommenden Jahre. Wir schaffen Synergien, um in Zukunft von hier aus weitere Impulse für die Fotoszene in Deutschland zu setzen“.
     Internationale und regionale Fotografie-Experten begleiten inhaltlich das Festival als Beirat, darunter sind Mareike Foecking (Fotografie-Professorin Hochschule Düsseldorf), Katja Stuke (Fotografin und Kuratorin, Düsseldorf), Ingo Taubhorn (Kurator, Deichtorhallen/Haus der Photografie Hamburg), Heide Häusler (Kuratorin/Geschäftsführerin PhotoSzene Köln), Celina Lunsford (Direktorin, Fotografie-Forum Frankfurt, Ray Festival) und Felix Hoffmann (Kurator, C/O Berlin). ruwoi

 

 


 

 

 

FRANK BAUER 

Die Gelassenheit

der Dinge

(Foto: Ausschnitte

Öl auf Leinwand, 2017)

 

17.11.2017 - 13.01.2018

GALERIE VOSS

 


 

 

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