rheinische ART
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rheinische ART 03/2010

aus "Besuchenswert"

bis 20. Juni 2010

Ewald Mataré: Plastik. Eine rheinische Privatsammlung

 

Das Museum Kurhaus Kleve mit seiner ständigen Mataré-Sammlung aus dem Nachlass des Künstlers, kann jetzt zum ersten Mal überhaupt eine bedeutende rheinische Privatsammlung präsentieren, die in den letzten 20 Jahren aufgebaut wurde und viele Hauptwerke Matarés vereinigt

 

D
ie Ausstellung umfasst über 50 Skulpturen aus allen Schaffensphasen, darunter zahlreiche überaus seltene Werke. Die früheste Arbeit datiert von 1923, die späteste von 1960, so dass es möglich ist, Matarés gesamte künstlerische Entwicklung zu überblicken und die formalen Wandlungen in seinem Werk zu verfolgen.
Der thematische Schwerpunkt liegt auf der Darstellung des Tieres, das für Matarés Denken eine zentrale Rolle spielt. So wird etwa eine ganze Gruppe imposanter stehender oder liegender Kühe bzw. Rinder aus den 1920er Jahren gezeigt, allesamt Ikonen von Matarés Kunst. In ihnen manifestiert sich sein Streben nach einer geschlossenen, in sich ruhenden Form als Analogon der inneren Ordnung der Natur auf besonders eindringliche Weise. Mataré notierte sich u.a. über Kühe: „ ...Wenn man bedenkt, dass die Kuh zu jenen Haustieren gehört, die seit undenklichen Zeiten in der Nähe des Menschen sind, so wird einem dieses Tier vertraut. Aber das nicht allein, es bietet dem bildnerischen Gestalten Beobachtungsmöglichkeiten wie wohl kein Tier in der Nähe des Menschen: Sie steht in vollendeter Ruhe, sie liegt in vollendeter Ruhe, sie frisst in vollendeter Ruhe. Und diese drei Stellungen bestimmen den Ausdruck des ganzen Tieres.“ Von besonderer Delikatesse sind die äußerst reduzierten Kleinplastiken, in denen das dargestellte Tier zu einem Fetisch wird.


Plastiker – Grafiker – Maler


Ewald Mataré
zählt zu den maßgeblichen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. 1887 in Aachen-Burtscheid geboren, lebte der Künstler ab den 1930er Jahren in Büderich bei Neuss. Mataré wird 1932 an die Staatliche Kunstakademie in Düsseldorf berufen. Schon ein Jahr später wird der Künstler aufgrund nationalsozialistischer Propaganda von dort vertrieben, alle öffentlich ausgestellten Plastiken vernichtet. Sofort nach Kriegsende ruft man Mataré an die Akademie zurück. Die vom Künstler 1947 gestalteten Kölner Domtüren machen ihn zum bekanntesten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit. Das Fenster im Westturm des Aachener Münsters und die Portale der Weltfriedenskirche in Hiroshima geben Zeugnis von einem künstlerischen Schaffen, in dem die Grenzen zwischen Plastik und angewandter Kunst verschmelzen und das so eine eigene Formensprache etabliert. Joseph Beuys und Erwin Heerich zählten zu seinen Schülern.

 

Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré Sammlung
Tiergartenstraße 41
47533 Kleve
Tel. 02821 / 7501-0
Öffnungszeiten:
DI – SO 11 – 17 Uhr
Quelle Museum Kurhaus Kleve

 

 

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