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rheinische ART 02/2019

SANIERUNG
Insel-Glück


Was in die Jahre gekommen ist, braucht nicht nur ein Facelifting, sondern oft auch eine grundlegende Instandsetzung. So auch Teile des Museums Insel Hombroich in Neuss.

 

Museum Insel Hombroich Labyrinth, Entwurf: Erwin Heerich (1987), Dachkonstruktion von oben Foto © Stiftung Insel Hombroich

 

Dass in der Erft-Aue residierende Museumsensemble erhielt jetzt eine großzügige finanzielle Zusage. Mit 15,3 Millionen Euro sollen der Ausstellungspavillon „Labyrinth“ und das „Zwölf-Räume-Haus“ im laufenden Jahr konservatorisch und energetisch saniert werden.

     Die in der deutschen Museumslandschaft einzigartige Kultureinrichtung besteht seit nunmehr drei Jahrzehnten. Sie hat sich als Museum, Künstlerstätte, Architekturort in weiträumiger Landschaft und als „Idealraum“ zur Wahrnehmung von „Kunst parallel zur Natur“ längst auch über die Grenzen des Landes einen Namen gemacht.


Finanziers Bund und Land NRW haben für den Erhalt nunmehr ordentlich in die Tasche gegriffen. Jeweils 6,5 Millionen Euro stammen aus deren Haushalten. Der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Neuss beteiligen sich mit jeweils 900.000 Euro an den Renovierungskosten.

     Schließlich steuerte Deutschlands reichste Frau, die Unternehmerin Susanne Klatten, eine halbe Million Euro als Privatspende bei. Auf Klatten hatte der Besuch der „Kultur-Insel“ mit ihrer bekannten Kombination aus Kunst und Natur bleibenden Eindruck hinterlassen, dafür wollte sie etwas zurückgeben, hieß es in einer Begründung der Stiftung Insel Hombroich.


Isabel Pfeiffer-Poensgen, Kultur- und Wissenschaftsministerin und Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, stellt heraus, dass mit der Renovierung eine große Anerkennung für die Arbeit des Museums verbunden sei. „Ich freue mich, dass wir jetzt die Möglichkeit bekommen, die Zukunft dieses besonderen Ortes zu sichern.“ Die Maßnahmen seien ferner eine große Chance, so Pfeiffer-Poensgen weiter, die Attraktivität des Kulturraumes zu steigern.

     Auch Ex-Gesundheitsminister Hermann Gröhe, der sich für Fördermittel in Berlin eingesetzt hatte, betont, dass die Modernisierungen einen wichtigen Schritt der Neusser Kultureinrichtung zum Erhalt der internationalen Ausstrahlung bilden. Tillmann Lonnes, Kulturdezernent des Rhein-Kreises, verwies auf die Einzigartigkeit des Museums Insel Hombroich und auf die bemerkenswerten Besucherzahlen. Im zurückliegenden Kalenderjahr wurden über 80.000 zahlende Gäste registriert.

     Wie Geschäftsführer Frank Boehm erklärt, verfolge das Haus mit den nun zugesagten Finanzmitteln eine behutsame Sanierung mit einem angemessenen technischen und energetischen Aufwand. Das einzigartige museale Konzept solle im Sinne des Stiftungsgründers und Sammlers Karl-Heinrich Müller zeitgemäß weiterentwickelt werden.
rART
 

 

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