rheinische ART
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rheinische ART 11/2018

Archiv 2018

KUNSTMESSE
Art Düsseldorf die Zweite

 

Wie macht man es richtig? Eine Messe? Diese Frage scheint nicht nur den Direktor der Art Düsseldorf, Walter Gehlen, zu beschäftigen.

 

Tatsächlich ist es der neuen Kunstmesse, die ihr Debüt 2017 mit einem starken Auftritt feiern konnte, gelungen, das Angebot zu ihrer zweiten Ausgabe zu erweitern. 40 Galerien sind es mehr geworden, die Internationalität hat zugenommen.

 

 

Logo der Art Düsseldorf © Messe

 

Dies jedoch, ohne ihren Anspruch an Regionalität, den Gehlen wie ein Mantra vor sich herträgt, allzu sehr zu verfälschen. Gut die Hälfte der 91 Galerien komme aus der Region, sagt Gehlen, wobei man die Region großzügig mit „Rheinland, Deutschland und den Benelux-Ländern“ definiert. Ein Drittel der Aussteller kommt aus NRW, was wiederrum die Provenienzen Düsseldorf und Köln meint. Damit dürfen diese als aus dem Rheinland stammend verortet werden, denn aus dem Ruhrgebiet sind nur vereinzelte Aussteller dabei.

     Irgendwie, so hat es den Eindruck, hat man noch nicht die richtige Formulierung und auch vielleicht Einstellung gefunden für die beiden Pole Regional und International. 


Zur Auswahl der Galerien schreibt die Messe: „Der Zulassungsausschuss entscheidet sich für Galerien, die in ihrem Programm Kunst sowohl für Sammler in der Region präsentieren, als auch für internationale Sammler, die von der Geschichte der Düsseldorfer Kunstszene und der regionalen ‚DNA‘ fasziniert sind.“

     Das ist einleuchtend. Und doch ist es überraschend, zum Beispiel die Marlborough Galerie mit Sitz in London und New York als Global Player in den Böhler Werken, dem Düsseldorfer Messeplatz, anzutreffen. Oder Zwirner, die New Yorker Galerie mit rheinischen Wurzeln. Erstaunlich ist es auch, dass sich deren hochkarätiges Programm erst einmal nicht beißt mit den Offerten junger Galerien, die unter dem Stichwort Post Lehmann präsentieren. Hier zeigen Galeristen, die laut Messe nach 2008, dem Jahr der Banken- und Finanzkrise, den Mut hatten, eine Galerie trotz des erheblichen Einbruchs des Kunstmarktes zu gründen. Auch der Blooom-Award by Warsteiner, der als Deutschlands größter offener internationaler Kunstpreis für Nachwuchskünstler gilt, kommt mit seiner Sonderschau gut an. Bemerkenswert: 2018 bewarben sich 2.800 Künstler aus 97 verschiedenen Ländern!


Das Angebot auf diesem Kunstmarkt, der sich vom 16.-18. November 2018 präsentiert, ist also ein erstaunliches Potpourri. Das ist nicht unspannend. Gefälliges ist natürlich genauso mit dabei wie Hochkarätiges, neue wie etablierte Künstler haben aus ihren Produktionen einiges zu bieten und die Galeristen damit anzubieten. Das Interesse an dieser neuen Messe an dem exklusiven Standort mit einem ambitionierten Programm ist tatsächlich enorm. Das Publikum nimmt diesen Termin gerne an, das bezeugen bereits die vollen Gänge am ersten Tag.


Bleibt die Frage, wie es weitergehen wird. Walter Gehlen und Andreas Lohaus haben mit ihrer art.fair international GmbH, Köln, gemeinsam mit der MCH Group, dem Messeveranstalter der Art Basel, die Art Düsseldorf aus der Taufe gehoben. Lohaus hat die Organisation verlassen und die MCH Group ihre Anteile von 25,1 Prozent zum Kauf gestellt. Die Baseler schrauben ihr ambitioniertes Projekt der Lokalmessen zurück. Mit der MCH geht auch internationales Know How. Es bleibt abzuwarten, wer der nächste Partner von Gehlen sein wird.


Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

 

Informationen  www.art-dus.de

 

 

 

 

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