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rheinische ART 11/2010

Archiv 2010: aus "Besuchenswert"

Konzeptuelle Malerei

 

Susanne Stähli

 

Lebendigkeit im

Licht Der verwandelte Raum

 


Eigentlich ist der Raum schlicht weiß. Man kennt ihn, trinkt in ihm seinen „Museumskaffee“ und schaut durch die wandhohen Fenster in den angrenzenden Park. Doch wie sehr hat sich dieser Raum verändert. Susanne Stähli hat ihn verwandelt. Alles Bekannte, Selbstverständliche, lange nicht mehr Wahrgenommene erscheint aufregend neu und lebendig durch Licht in, mit, durch Farbe.

 

SUSANNE STÄHLIs zentrales Thema ist die Farbe. Seit mehr als 20 Jahren setzt sich die Malerin mit den Ausdruckswerten und Wahrnehmungsmöglichkeiten von Farbe auseinander und im Clemens-Sels Museum in Neuss hat sie zum ersten Mal in ihrer Laufbahn ein Farb-Raum-Konzept entwickelt, das sich mit Tafelbildern, Fensterfolien und Wandmalerei realisiert.
    Der Betrachter steht nicht vor einem Kunstwerk sondern findet sich als Besucher eines künstlerischen Farbraums wieder, der durch das unterschiedlich einfallende natürliche Licht einer permanenten Performance seiner Ausdruckskraft unterliegt und dem Besucher immer neues Schauen und Staunen abverlangt.

Das sensible Zusammenspiel von Farbe stützt sich für das gesamte Erscheinungsbild auf das natürliche wie künstliche Licht und stark auf die unterschiedlichen Materialien. Bei den Tafelbildern ist es die in unzähligen Schichten aufgetragene verdünnte Acrylfarbe, die eine eigene Struktur offenbart, bei den Wandflächen sind es fluoreszierende Farben und bei den Glasflächen der Einsatz farbiger Folien.

 

Blick in die Ausstellungsräume

Fotos (3) Carsten Gliese/Clemens Sels Museum

 

Die ausstellende Künstlerin hat sich länger intensiv mit den architektonischen Umständen und spezifischen Lichtverhältnissen des Hauses auseinandergesetzt - bereits seit dem Frühjahr 2009 beschäftigt sie sich mit dem Thema - und das Foyer, den Treppenaufgang, die Cafeteria und den Gartensaal des Museums in eine subtile Summe Farbe getaucht.
    Für den Besucher ist das Erleben der Farbräume dem einer begehbaren Skulptur, eines Farbkörpers, ähnlich. Die räumliche Wahrnehmung von Farbe ist der ungewöhnliche, aber sehr wohl angestrebte und auch erzielte Effekt. Das sinnbildliche „Eintauchen“ in Farbe: hier ist es möglich.

 

Konzeptuelle Malerei

 

Die Konzeptuelle Farbmalerei ist ein Sammlungsschwerpunkt im Neusser Clemens-Sels-Museum. Gisela Götte, ehemalige Direktorin des Museums, hatte diesen begründet. Heute beherbergt das Museum verschiedene Werke – Arbeiten auf Papier und Öl- bzw. Acrylbilder - von Rupprecht Geiger, Gotthard Graubner, Marcia Hafif, Ulrich Erben, herman de vries, Phil Sims, Tomoharu Murakami und anderen. Wie Götte in ihren Ausführungen zur Stähli-Ausstellung darlegte, gibt es eine weitere Besonderheit in dem Sammlungsprogramm, dass sehr eng mit der Architektur des Hauses verbunden ist. Es ist „ ... das begehbare Fußbodenbild auf der Brücke zwischen dem Deilmannbau und dem Obertor von Markus Linnenbrink. Es verwandelt die soghafte Wirkung des gleichsam hoch über der Straße schwebenden Ganges in einen illusionistischen Farbraum und vermittelt dem Besucher beim Durchschreiten der Passage durch die suggestiv-manipulative Kraft der Farben ein neues Körpererlebnis, nämlich die Verunsicherung seiner Gehgewohnheiten.“
Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

 

Die Ausstellung ist bis zum 23. Januar 2011 zu sehen.
Clemens-Sels-Museum Neuss
Am Obertor
41469 Neuss
Tel. 02131 / 904141

 

Öffnungszeiten
DI – SA 11 – 17 Uhr
SO und feiertags 11 – 18 Uhr

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, herausgegeben von Bettina Zemann, Kuratorin des Projektes.

 

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