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rheinische ART 01/2022

Archiv 2022

ONLINE-SHOW
Die BBC ist 100


Die ehrwürdige britische Rundfunkanstalt BBC feiert ihren 100. Geburtstag. Zum Start in das Jubiläumsjahr werden mehrere Online-Ausstellungen geboten.

 

Aus den Anfängen: Ein selbstgebautes Radio für die Kommunikation mit anderen Radiobegeisterten. Dieses Set wurde im Oktober 1922 in einer Zeche in Derbyshire bei einem Test für den Bereich der Kurzwellenübertragung verwendet. Foto © Science Museum Group Collection London 2021

  

Jetzt wurden auf der Website des Senders Online-Präsentationen mit allerlei Informationen zu Objekten, Persönlichkeiten und Stimmen freigeschaltet, die die Jahrzehnte seit der Gründung der British Broadcast Corporation 1922 geprägt haben.

 

A-52 Murphy Funkempfänger 1938-1939, Foto © Science Museum Group Collection London 2021

 

John Charles Walsham Reith, 1. Baron Reith, von Howard Coster. Halbplatten-Filmnegativ, 1934. NPG x46074 Foto © National Portrait Gallery, London (CC BY-NC-ND 3.0)

 

„Die BBC hat eine wunderbare Geschichte, die uns allen gehört“, sagte der Leiter des BBC-Geschichtsressorts, Robert Seatter, einer Mitteilung zufolge.
     Präsentiert werden bekannte und weniger bekannte Objekte und Techniken, die in BBC-Programmen und -Inhalten verwendet wurden und werden. Vom bizarr aussehenden Tonaufzeichnungsgerät Blattnerphone der 1930er Jahre oder dem eleganten Murphy Funkempfänger bis zum Covid Tracker, der von BBC News während der aktuellen Covid-19-Pandemie entwickelt wurde.

Alles begann mit einem nur 100-Watt-Funksender am 11. Mai 1922. Zunächst nur wenige Minuten, dann jeweils eine Stunde pro Tag strahlte die neue Anstalt aus dem siebten Stock des Marconi House in 335 The Strand in der Londoner City ihre Radiobeiträge aus.
     Der Sender arbeitete unter dem Rufzeichen 2 LO, die Nummer der Postlizenz, die zum Senden ausgestellt worden war. Im November desselben Jahres übernahm die neu gegründete BBC die Kennung und behielt sie bis 1925 bei.
     1926 ging die BBC in staatliche Hand über, erster Generaldirektor wurde John Reith, vorher General Manager des Unternehmens. Unter seinem Einfluss formulierte das Funkhaus seine Mission, und die lautete: „Information, Bildung und Unterhaltung“ liefern. „Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was Rundfunk war“; so kommentierte Reith später den Start des Radiosenders.
 
Unter der Marke BBC begann nun der offizielle Staatsrundfunk und eine neue Ära für die Hörer zu Hause. Die Reichweite des Senders erweiterte sich in seinen Anfangsjahren schnell und 1932 weihte BBC den Empire Service ein. Später strahlte der Londoner Sender seinen World-Service über den Daventry Transmitter, bekannt als erste Langwellen-Station unter 5XX, aus und fand ein weltweites Publikum.

     Mit der staatlichen Lenkung wurde auch ein leistungsstarker 1500-Watt-Sender eingeführt. Das erste Standard-Programm war um 18 Uhr ein Nachrichtenbulletin, gefolgt von einer Wettervorhersage. Bald folgten Musiksendungen, Dokumentationen und Kinderstunde. Die neue Funkwelle war so beliebt, dass innerhalb von vier Jahren über 2 Millionen Radioempfangslizenzen gehalten wurden. Heute sind es über 26 Millionen.

Neue Dienste: Kein Gerhard Richter Kunstwerk sondern eines der ersten Fernsehbilder der BBC von 1935-36, ausgestrahlt in sogenannten "High Definition" (405 Zeilen) TV-Sendungen auf UKW. Foto © BBC

 

Cover einer 1937 produzierten Broschüre der BBC anlässlich der ersten TV-Übertragungen über den Sendemast am Alexandra Palace. Der Mast steht auf einem Hügel 306 Fuß über dem Meeresspiegel und ist eine der ältesten TV-Übertragungsstätten der Welt. Foto © BBC

 

Danach ging es technisch Schlag auf Schlag. Am 1. April 1935 wurde Alexandra Palace, eine exponiert gelegene ehemalige Freizeitanlage im Norden Londons, als Standort für den noch in den Kinderschuhen steckenden Fernsehdienst in Betrieb genommen und die Studios des BBC Television Service eingerichtet.

     Am 2. November 1936 fand die offizielle Eröffnung des ersten öffentlich-rechtlichen High-Definition-Fernsehens der Welt statt. Die BBC wurde damit auch ein Fernsehanbieter. Ihr Sendemast avancierte zu einem starken Symbol für die neue TV-Technologie und wurde weithin bekannt.

     Zwar hatten Deutschland, Frankreich, die USA und Russland ab den 1920er Jahren mit Fernsehen experimentiert, aber es war die Briten, die aus einer Idee einen fortlaufenden Dienst machten. Happy birthday, BBC!

rART/ K2M


 Im Rahmen des Jubiläums arbeitet die BBC mit der Science Museum Group zusammen. Diese plant neben der digitalen Online-Präsentation mit 1.000 Objekten auch in mehreren ihrer Schauhäuser in Großbritannien physische Ausstellungen.
 


Eine Ausstellung zum Jubiläum zeigt zum Beispiel das
Science Museum
Exhibition Road, South Kensington
London SW7 2DD
Öffnungszeiten
MI – SO 10.00 – 18.00 Uhr

 

Online-Besuche auf der Website der BBC unter „BBC 100“  hier

 

 


 

 

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