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rheinische ART 10/2022

JOSEF ALBERS
Magisches Quadrat Bottrop

 

Mit der großen Sonderausstellung „Josef Albers. Huldigung an das Quadrat“ öffnet das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop seinen Erweiterungsbau für das Publikum. Die Ausstellung mit zahlreichen hochkarätigen Leihgaben aus internationalen Museen würdigt den 1888 in Bottrop geborenen Josef Albers als einen der bedeutenden Künstler des 20. Jahrhunderts.

 

Erweiterung Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop © Stefan Müller, Berlin

 

Die Eröffnung des Erweiterungsbaus wird auch als ein Start in eine Zukunft mit neuen Möglichkeiten und Perspektiven verstanden und ist, wie das Haus betont „ein Gewinn für die Kunst, die Stadt und das Land“. Die erweiterten Räumlichkeiten erlauben es dem 1976 eröffneten Bottroper Museum erstmals, zeitgleich Sonderschauen und die weltweit einzigartige Sammlung zu Josef Albers in einer Dauerausstellung zu zeigen.

 

Josef Albers Homage to the Square: New Gate, 1951 │ Öl auf Masonit │ The Josef and Anni Albers Foundation© The Josef and Anni Albers Foundation; VG Bild-Kunst, Bonn 2022

 
Josef Albers Study to Homage to the Square: Old Gate, 1954-56, Öl auf Masonit, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop© The Josef and Anni Albers Foundation / Foto: Werner J. Hannappel; VG Bild-Kunst, Bonn 2022
 
Josef Albers Homage to the Square, 1969, Öl auf Masonit, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, © The Josef an Anni Albers Foundation, Foto: W. Hannappel; VG Bild-Kunst, Bonn
 

Doch für Wechselausstellungen ist später noch Zeit, werden sich die Verantwortlichen gedacht haben, und feiern ihren Protagonisten Josef Albers zum Anlass der Eröffnung fulminant auf sprichwörtlich „allen Ebenen“ und präsentieren nicht allein die neu konzipierte Dauerausstellung zu seinem Œuvre, sondern rücken mit der Sonderschau „Huldigung an das Quadrat“ (engl. Homage to the Square) diesen außergewöhnlichen Werkzyklus, an dem Albers (*1888 in Bottrop – †1976 in New Haven, Connecticut) seit 1950 bis zu seinem Tod arbeitete, in den ganz besonderen Fokus.

 

Gezeigt werden rund 100 künstlerisch herausragende Beispiele der Serie in acht Ausstellungskapiteln. Darunter sind zahlreiche Leihgaben von internationalen Museen wie dem Metropolitan Museum oder dem Whitney Museum aus New York oder dem Kunstmuseum Bern. Ergänzt wird die Auswahl durch wichtige Werke von Giorgio Morandi, Ad Reinhardt und Donald Judd – Künstler, deren Werk eng mit dem von Josef Albers verbunden ist. Das Essener Museum Folkwang leiht mit Paul Cézannes Der Steinbruch Bibémus für die Dauer der Ausstellung eines seiner Hauptwerke.


Das geometrische Quadrat ist kunsthistorische betrachtet schon fast ein Synonym für Josef Albers. Tausende, wenn nicht mehr, wird er auf Papier, auf Leinwand und worauf auch immer gemalt haben. Diese Obsession machte ihn zum Meister der geometrisch-optischen Täuschungen, denn Albers experimentierte mit der Farbe und ihrer Wirkung in der Fläche und untersuchte damit deren Möglichkeiten, die visuelle Wahrnehmung von Fläche beim Betrachter zu beeinflussen.

     Mit ihm bekam die wissenschaftliche Farbenlehre einen profunden Protagonisten. Unter anderem war es dieser Zyklus, der den Farbtheoretiker, Kunstpädagogen und Maler Josef Albers zu einem der bekanntesten Künstlern des 20. Jahrhunderts machte.

 

John T. Hill Ohne Titel (Josef Albers), o.J.© John T. Hill


Die neue Dauerausstellung stellt im besonderen Albers‘ Arbeit am Bauhaus, seine Begegnung mit der alten, präkolumbischen Kunst Mexikos und seinen berühmten Farbkurs, den er als Lehrer in den USA entwickelte, vor. Das Museum Quadrat besitzt mit mehr als 300 Werken die weltweit größte Josef-Albers-Sammlung. Dazu gehören rund 100 Gemälde, die gesamte Druckgrafik, Resopalgravuren, Zeichnungen, Ölstudien auf Papier, Glasarbeiten und Fotografien.

 

Der Erweiterungsbau des Josef Albers Museum wurde vom renommierten Schweizer Architekturbüro Gigon/Guyer entworfen, realisiert in Arbeitsgemeinschaft mit pbr Planungsbüro Rohling, Osnabrück.
     Annette Gigon und Mike Guyer haben mit ihrer Konzeption des zweigeschossigen Neubaus eine harmonische Erweiterung des bestehenden Gebäudekomplexes im historischen Stadtgarten von Bottrop geschaffen. Das Ensemble, bestehend aus der 1913 errichteten bürgerlichen Villa und den Museumsbauten von Bernhard Küppers aus den 1970er und 80er Jahren, erfährt mit dem Anbau eine Ausdehnung nach Nordosten. Das neue Gebäude verfügt auf zwei Etagen über eine Fläche von 1.400 qm. Die acht Ausstellungsräume sind zurückhaltend gestaltet und geben ausdrücklich der Kunst Vorrang und Raum.

Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Die Ausstellung „Josef Albers: Huldigung an das Quadrat“ ist bis zum 26.02.2023 zu sehen.
Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Anni-Albers-Platz 1
46236 Bottrop
Tel.: 02041 / 372030
Öffnungszeiten
Di – Sa 11 – 17 Uhr
So + feiertags 10 – 17 Uhr


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