rheinische ART
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rheinische ART 02/2019

FONDATION BEYELER
Der junge Picasso

 

Die für brillante Ausstellungen berühmte Fondation Beyeler in Riehen bei Basel übertrifft sich in diesem Jahr selbst. In ihrer bisher "hochkarätigsten, aufwendigsten und kostspieligsten Schau" widmet sich das Haus den Gemälden und Skulpturen des frühen Picasso, seiner Blauen und Rosa Periode!

 

Pablo Picasso La Vie, 1903, Öl auf Leinwand, 197 x 127,3 cm; The Cleveland Museum of Art, Schenkung Hanna Fund © Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich Foto © The Cleveland Museum of Art

 

Pablo Picasso Autoportrait, 1901, Öl auf Leinwand, 81 x 60 cm; Musée national Picasso-Paris © Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich Foto © RMN-Grand Palais (Musée national Picasso-Paris) / Mathieu Rabeau

 

Es waren nur rund sechs Jahre, in denen Pablo Picasso (1881–1973) seine heute so begehrten Frühwerke der beiden Farbperioden schuf: Von 1901 bis 1906. Da war der spanische Maler gerade Anfang zwanzig und auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen und Bildthemen.


Die Beyeler-Schau kann ohne Übertreibung als ein kultureller Höhepunkt im Ausstellungsreigen Europas 2019 angesehen werden. Denn erstmals überhaupt werden die Arbeiten dieser bedeutenden Zeitspanne, allesamt Meilensteine auf Picassos Weg zum berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts, in dieser Dichte und Qualität gemeinsam präsentiert, betont die Fondation.


Die Gemälde aus dieser Schaffenszeit zählen zu den „schönsten und emotionalsten der Moderne“ und zu den kostbarsten Kunstwerken. So wie es aussieht, werden sie in einer derartigen Fülle vermutlich nicht mehr gemeinsam, an einem Ort versammelt, zu sehen sein.

     Damit hat die Schau das Zeug, Beyelers Gauguin-Expo aus dem Jahr 2015 mit 330.000 Besuchern noch zahlenmäßig zu übertreffen.

     Bekanntlich wechselten die Stile und Bildwelten Picassos in rascher Folge – eine künstlerische „Revolution“ löste die andere ab. Bewußt richtet die Schau den Fokus ausschließlich auf die Blaue und Rosa Periode und damit auf jene Zeitspanne im Leben des Künstlers, die als zentral für sein gesamtes Œuvre gelten kann.

     Zudem eröffnet sie die Perspektive auf die epochale Entstehung des Kubismus um 1907, der sich aus dem vorangegangenen Schaffen entwickelte. Damit schließt die Schau in Riehen an die eigene Sammlung an, deren frühestes Picasso-Werk, eine bedeutende Studie zu den Demoiselles d’Avignon, in eben diesem Jahr entstand.

 

Pablo Picasso Arlequin Assis, 1901, Öl auf Leinwand, 83.2 x 61.3 cm New York, The Metropolitan Museum of Art, Ankauf Herr und Frau John L. Loeb, Schenkung 1960 © Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich Foto © 2017. The Metropolitan Museum of Art /Art Resource / Scala, Florenz

 

Pablo Picasso Famille de saltimbanques avec un singe, 1905, Gouache, Aquarell und Tusche auf Karton, 104 x 75 cm; Göteborg Konstmuseum, Ankauf, 1922 © Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich Foto © Göteborg Konstmuseum

 

Picassos früher Werdegang wird in der chronologisch konzipierten Exposition exemplarisch am Bild des Menschen vor Augen geführt. In immer neuen Anläufen umkreiste der Maler, zwischen Paris und Barcelona pendelnd, die menschliche Figur. In der von der Farbe Blau dominierten Phase ab 1901 blickte er auf die Misere und die seelischen Abgründe der Menschen am Rande der Gesellschaft.

     Danach, ab etwa 1905 und mittlerweile in Paris etabliert, verlieh er in der sogenannten Rosa Periode den Hoffnungen und Sehnsüchten der Zirkusleute – Gaukler, Akrobaten und Harlekine – eine einzigartige Bildwürdigkeit.


Ausstellung Was erwartet den Besucher in der Stiftung? Eine außerordentlich umfassende Präsentation mit rund 80 Gemälden und Skulpturen aus Museen aller Herren Länder.

     Da reiht sich ein Highlight an das andere. Und alle Exponate sind in ihren Heimatländern regelrechte Publikumsmagnete.

     Sie kommen – wie könnte es anders sein – aus namhaften Häusern wie unter anderem dem Musée national Picasso, Paris, dem Metropolitan Museum of Art, New York, der Tate, London, der National Gallery in Washington, D. C., dem Moskauer Pushkin State Museum of Fine Arts und dem National Museum of Art in Osaka. Zahlreiche weitere Werke stammen aus wichtigen Privatkollektionen und können teilweise erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Da lohnt auch der weiteste Weg!
rART

 

 Das teuerste Gemälde der Ausstellung ist die Ausleihe „Junges Mädchen mit Blumenkorb“ (1905) aus der Nahmad Collection. Die Sammler- und Kunsthändlerfamilie Nahmad mit Wohnsitz in Monaco hatte das Werk im Mai 2018 für 115 Millionen Dollar (rd. 97 Mio. Euro) in New York auf einer Kunstauktion erworben. Die Blumenverkäuferin vom Pariser Montmartre, ein Werk aus der Rosa-Phase Picassos, befand sich zuvor in der Sammlung von Peggy und David Rockefeller.

 


Die Ausstellung „Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode“ kann bis zum 26. Mai 2019 besucht werden.
FONDATION BEYELER
Baselstrasse 101
CH-4125 Riehen / Basel
Tel. +41 - (0)61 - 645 97 00
Öffnungszeiten
MO - SO 10 – 18 Uhr
MI 10 – 20 Uhr
Im Juni bereits um 9 Uhr geöffnet.

 

 

 

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