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rheinische ART 05/2018

Archiv 2018

KURZ NOTIERT

 Seit 60 Jahren ist die Deutsche Bundesbank einer stabilen Währung verpflichtet und seit 60 Jahren fotografiert Benjamin Katz. Jetzt sind die beiden Protagonisten zusammengekommen.

 

Einmal im Jahr organisiert die Niederlassung Düsseldorf der Deutschen Bundesbank eine Kunstausstellung in den eigenen Räumen - für die Mitarbeiter, für Besucher und für die Öffentlichkeit. In diesem Jahr stellt das Haus den Fotografen Benjamin Katz vor, den, so das Haus, „auch international hoch geschätzten Chronisten der westdeutschen Kunstavantgarde seit den Siebzigerjahren. Ob Künstlerporträts, Landschaften, Stillleben oder Architektur - die Fotografien von Benjamin Katz zeigen immer den besonderen, über Jahre geschulten Blick eines neugierigen Zeitzeugen.“
     Gerade die Atelierszenen bei Georg Baselitz, A. R. Penck oder Gerhard Richter und anderen zeigen, dass Katz immer zu einem beobachtenden Teil des Ateliers wird, manchmal vom Künstler scheinbar vergessen. So entstanden Einblicke in einen sehr privaten, in schwarz/weiß gehaltenen Kunstkosmos.

      Viele Künstler sind namentlich bekannt, doch wer kennt schon den Menschen? Wer verbindet ein Gesicht mit einem Künstlernamen? Katz bietet darauf teilweise spektakuläre Antworten. Ein zu Späßen aufgelegter Sigmar Polke in Köln 1983, wie auf dem Einladungsflyer abgedruckt, James Lee Byars und A.R. Penck eine Baselitz-Skulptur einrahmend, Jörg Immendorff bei der Arbeit, Daniel Buren, sein überdimensionales gestreiftes Textilwerk aufhängend, Jannis Kounellis in Köln …
     Neben seinen Künstlerporträts fotografiert Katz auf seinen Spaziergängen Landschaften ebenso wie Architektur. So fotografiert er bei seinen regelmäßigen Besuchen im bretonischen Seebad Dinard immer wieder die tosende See. Den stetigen Verfall eines Garagentores, das er seit dreißig Jahren im Blickfeld hat, dokumentiert er auf seine eigene Weise. Das gilt auch für eine Serie von Treppenhäusern in ganz unterschiedlichen Architekturstilen. „Mit seinen Fotografien ‚adelt‘ Katz mit untrüglichem Blick das scheinbar Beiläufige“, so die Bundesbank.
     Die Ausstellung „Benjamin Katz. Fotografie“ kann bis zum 16. Mai 2018 besucht werden. Termine sind zu erfragen unter Tel. 0211 / 874-2213 oder eMail stab(punkt)hv-nrw(at)bundesbank(punkt)de
ruwoi

 

 

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