rheinische ART
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rheinische ART 06/2019

TIERISCHE FREUNDE 
Miez & Mops


Vor über 30 Jahren eroberte ein japanischer Spielfilm unter diesem deutschen Titel hierzulande die Herzen all jener, die sich gerne mit Katzen und Hunden umgeben. Ein kurzweiliger Abenteuerstreifen auf der Basis eines Mangas.

 

Moritz von Gruenwaldt Kätzchen, 1900/1925. Foto © Stiftung Museum Schloss Moyland / Maurice Dorren, 2019

 

Die Thematik ist immer aktuell und meist publikumsträchtig. Derzeit widmet sich – wenn auch nicht abenteuerlich so doch unterhaltend – eine Ausstellung in Museum Schloss Moyland unter der Überschrift „Tierische Freunde“ dem Verhältnis von Katze und Hund zum Menschen. Ein durchaus lohnendes Unterfangen!

 

Anna von Födransperg Ein Hund (Bulldogge) aus „Zeitschrift für Bildende Kunst“, Leipzig 1904. Foto © Stiftung Museum Schloss Moyland / Maurice Dorren, 2019

 

Franz Bronstert Hund und Katze, 1922. Foto © Stiftung Museum Schloss Moyland / Maurice Dorren, 2019

 

Künstler jedweder Richtung haben nämlich stets die Schönheit, Eleganz und Eigenwilligkeit dieser Tiere immer wieder studiert und in unterschiedlichen Medien verbildlicht, so betonen die Kuratoren im neugotischen Wasserschloss am Niederrhein.

     In der Tat: Zahlreiche bekannte Namen wie Ernst Ludwig Kirchner, Heinrich Campendonk, Erwin Heerich oder auch der Guru der rheinischen Avantgarde Joseph Beuys haben Katzen- und Hundedarstellungen geschaffen. Aber auch viele Kreative, die es in der Schau neu zu entdecken gibt, wie Fritz Lang, Jupp Rübsam, Teo Gebürsch oder Marianne Richter.


Genau genommen ist die Moyland-Ausstellung ein Streifzug durch die Sammlung des Hauses. Und diese Sichtung brachte Überraschendes zutage.

     Fast 500 Werke mit Darstellungen von Katzen und Hunden von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart bot das Inventar auf. Ausgewählt wurden für die Schau „Tierische Freunde. Hunde und Katzen aus der Sammlung“ rund 160 Arbeiten von 56 Künstlern, darunter auch Serien und Werkfolgen.

 

Es ist eine überaus vielfältige Bilder- und Materialkollektion. Zu sehen sind Arbeiten auf Papier, Medaillen, kleine Skulpturen aus Holz, Porzellan und Metall mit naturgetreuen, auch kuriosen, verspielten und wunderlichen Katzen- und Hundemotiven. Ob Dackel, Dogge, Devon Rex, Karthäuser oder Heilige Birma, der Fachmann und Züchter mag´s erkennen.

 

Teo Gebürsch Kleiner Kater, 1945/ 1958. Foto © Stiftung Museum Schloss Moyland / Maurice Dorren, 2019

 

Mehr für den Kunstkenner interessant dürfte die Tatsache sein, dass diese Werkauswahl die Bandbreite und den eigenwilligen Charakter der Museumssammlung spiegelt.

     Ein Blick zurück zeigt: Von Beginn an richteten die Brüder Hans und Franz Joseph van der Grinten beim Aufbau ihrer umfangreichen Moyland-Kunstsammlung, die nach eigenen Angaben mehr als 60.000 Werke umfasst, ihr besonderes Augenmerk auf Kunst auf Papier.

     Dieser Schwerpunkt findet sich in der Katze-Hund-Ausstellung. Es ging den beiden Sammlern darum, das Schaffen einzelner Künstler breit angelegt zu dokumentieren. Nach ihren Vorstellungen sollte die Museumssammlung die Entwicklung der modernen Kunst reflektieren und Kenntnisse der unterschiedlichen künstlerischen Techniken vermitteln.

     In diesem Sinne, so heißt es in Moyland, lädt auch die Ausstellung „Tierische Freunde“ zum genauen Betrachten und vergleichenden Sehen ein. Gleichzeitig ist sie, angereichert mit zahlreichen Sonderaktionen, ein schöner Sommerspaß für die ganze Familie.

bra 

 

Der Originaltitel des 1986 in Japan produzierten Films lautet "Koneko Monogatari". Er handelt von der Freundschaft zwischen der Katze Miez und dem Hund Mops.

 

Die Ausstellung Tierische Freunde. Hunde und Katzen aus der Sammlung kann bis zum 22. September 2019 besucht werden.
Museum Schloss Moyland
Am Schloss 4
47551 Bedburg-Hau
Tel.  02824 / 9510-0
Öffnungszeiten
DI – SO 11 – 17 Uhr

 

 


 

 

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