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rheinische ART 12/2012

 

ARCHIV 2012

Galerie 30works zeigt Thomas Baumgärtel

 

Der Stiel macht`s ...

Thomas Baumgärtel: Stielschablone 2012, Acryl auf Originalschablone (Pappe), 38 x 31 cm ©Thomas Baumgärtel

 

 

 

Sein neuer Stil hat ganz viel mit dem Stiel zu tun. Treffender gesagt: dem Bananenstiel. Thomas Baumgärtel alias Bananensprayer widmet sich mit seinen neuesten Arbeiten ganz dem Pointillismus. Allerdings machen seine Bilder nicht Punkte aus, sondern er nutzt die Form des Stiels seiner berühmten Banane. Passender Weise kreiert er gleich noch die Bezeichnung seines aktuellen Punktierstils dazu und nennt seine neuen Werke, der Idee des von ihm entwickelten „Bananenpointillismus“ folgend, Bananenstielbilder.

 

NEU IST, dass er sich auf einen Teil der Banane, den markanten, gezackten Stiel, konzentriert. Für ein Bild, so erzählt Thomas Baumgärtel (*1960 in Rheinberg), setzt er die Bananenstielschablone durchaus bis zu 20.000 mal an. Im klassischen Sinne malt er dabei nicht. Die Sprühdose ist Deutschlands bekanntem Sprayer auch hierbei bester Begleiter.

   Seine Bilder sind vorwiegend großformatig und man sollte bei der Betrachtung durchaus auf Abstand gehen, denn erst dann entfalten sie ihre besondere optische Wirkung ähnlich einem Rasterbild und transformieren sich vom abstrakt erscheinenden Gemälde zu einem gegenständlichen. Die Motivwelt, aus der der Künstler schöpft, ist sehr unterschiedlich. Basis ist sein Archiv, in dem sich zigtausende Fotos befinden.

Apple 2012, 140 x 180 cm, (Privatsammlung U. und H. Schwarz) © Thomas Baumgärtel

   So zeigt er Landschaften und zahlreiche Portraits von Personen des öffentlichen Lebens wie Markus Zuckerberg, Steve Jobs oder Harald Schmidt. Bei den Landschaften weist der übermannsgroße, gerollte „Heuballen“ auf dem Feld vielleicht auf den ländlichen Niederrhein hin und das irrisierende Licht an Baumstämmen in einem winterlichen Birkenhain, eingefangen auf 120 x 320 cm Größe, ist berückend. Die „Kranhäuser“, neues architektonisches Merkmal im Hafen und der Dom - betitelt mit „Kirche in Köln“ und in bayerisches Himmelblau getaucht – verweisen auf die Stadt, in der der Künstler lebt und arbeitet.

 

... und die Farbe

 

Kranhäuser 2012, 160 x 280 cm ©Thomas Baumgärtel

 

Die Ausstellung ist mit CMYK benannt und verweist auf die Grundfarben in der Drucktechnik, aus deren Mischung sich alle Farben auf weißem Grund entwickeln lassen. Es stehen C für Cyanblau, M für Magentarot, Y für Gelb und K für Schwarz. Die verwandte halbtransparente Acrylfarbe erlaubt nun mittels Überlagerung das Herausbilden und Schärfen, aber auch das monochrome Gestalten. Es ist eine Eigenschaft der Farbe, die Baumgärtel virtuos für seinen vor-impressionistischen Stil nutzt.
    Baumgärtel wäre nicht der legendäre Bananensprayer, wenn er nicht auch bei diesen seinen jüngsten Werken seine Handschrift mit humorvollem Unterton hinterlässt. So unterzeichnet er mit BANANENSPRAYER, längst ein Synonym für ihn, und beschreibt für die kunsthistorische Fachwelt seine Gemälde mit „Bananenstiele (Acryl) auf Leinwand“.

 

Thomas Baumgärtel bleibt auch in seinem aktuellen Werkkomplex seinem Markenzeichen, der Banane, treu. Seine Spraybanane markiert seit 25 Jahren Kunstorte in aller Welt und darf wohl als inoffizielles Logo für legale und illegale Kunst im öffentlichen Raum bezeichnet werden.
Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Die Ausstellung „CMYK – Thomas Baumgärtel“ ist bis zum 6. Januar 2013 zu sehen.
30works Galerie
Antwerpener Straße 42
50672 Köln
Tel. 0221 / 5700250
Öffnungszeiten
DI – FR 15 – 19 Uhr
SA 11 – 17 Uhr

 

 

 

 

© Fotos (4) Galerie 30works und Thomas Baumgärtel

 

 

 

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