rheinische ART
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rheinische ART 12/2012

Archiv 2012

In inter-kulturellem Augenschein

 

Russische zeitgenössische Kunst aus

 

Deutschland

 

Blicke in die Ausstellung: Hier ein Ölgemälde von Marina Sailer

 

Danja Akulin, o.T., Bleistift auf Papier, auf Leinwand aufgezogen, 105 x 145 cm

 

 

Gleb Choutov, Übereinstimmend / Arcimboldo, (Bild Mitte) 2008, Leuchtkasten, 60 x 40 cm

 

Irina und Marina Fabrizius vor einem - von ihnen gemeinsam gemalten - Ölbild

 

Das Energie-Unternehmen E.ON, bekannt für seinen fördernden Einsatz im Bereich der Kunst und Kultur, zeigt in den eigenen, der Öffentlichkeit zugänglichen, Düsseldorfer Räumlichkeiten die Ausstellung „Auf der ewigen Reise“. Hier präsentieren sich russische bildende Künstler, die alle in Deutschland und besonders in der Landeshauptstadt oder in Berlin leben.

 

„15 der 18 ausstellenden Künstler haben bei uns in Düsseldorf an der Kunstakademie studiert oder studieren noch“, stellte Professor Siegfried Gohr anlässlich der Vernissage auch ein wenig zur eigenen Verwunderung fest. Gezeigt werden Öl- und Acrylgemälde, Skulpturen, fotografische Werke, Medienkunst und Arbeiten mit Holz.
   Dass sich E.ON in dieser Präsentation auf russischsprachige Künstler fokussiert, verwundert wenig vor dem Hintergrund, dass das Unternehmen diesem Land aufgrund seiner langjährigen Geschäftsbeziehungen praktisch traditionell verbunden ist. Ausdruck der Wertschätzung für den Partner ist auch die Unterstützung der derzeit im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel präsentierten umfassenden Schau „Russen & Deutsche – 1000 Jahre Kunst, Geschichte und Kultur“, die zuvor in Moskau gezeigt wurde.
   Die Düsseldorfer Ausstellung darf sicherlich auch unter dem Aspekt eines „ins Gespräch kommens“ betrachtet werden, denn die Unkenntnis über den jeweils anderen ist trotz einer bekannten kulturellen Nähe beider Völker und Länder groß.


Doch was hat die russischen Künstler bewogen, nach Deutschland und ganz speziell nach Düsseldorf zu kommen?


Kuratiert hat die Schau die 1970 in Weißrussland geborene Marina Sailer. Sie kam 2001 an die Kunstakademie und hörte während ihrer sieben Jahre Studium bei den Professoren Merz, Penck und Tal R. Nach Deutschland, zuerst nach Freiburg, „... hat mich die Liebe gebracht und nach Düsseldorf die Kunst“, teilt sie freimütig mit. „Die Akademie war für mich eine Tür in die Welt der Weltkunst:)“, schreibt sie, und: „Es war ein toller Beginn eines Weges, den ich bis heute sehr gern entlang gehe.“
   Für Gleb Choutov, ebenfalls 1970 in Weißrussland geboren, war der Wunsch, nach Deutschland und an die Düsseldorfer Kunstakademie zu kommen, ein brennender. Monumentale Malerei studierte er seinerzeit an der Kunstakademie Minsk und dann – Glasnost machte es möglich - von 1994 bis 1999 bei den Professoren Hoover und Merz an der Düsseldorfer Akademie, bevor er an die Kunsthochschule für Medien nach Köln wechselte. Aus heutiger Sicht war der Aufbruch für ihn eine absolute Notwendigkeit, mit der Erfahrung einer anderen Denkschule, die er als „traditionelle europäische Kunst-Denkweise“ betrachtet.

   Dimitrij Dihovichnij, 1970 in Moskau geboren, inspirierte zu diesem Schritt eine Retrospektive Günther Ueckers 1989 in Moskau. Dihovichnij benennt diese als für ihn auslösendes Moment und beschreibt sie nach wie vor als „sensationell“. Der Katalog verriet ihm, dass Uecker in Düsseldorf unterrichtete und wenige Jahre später stand er dann als junger Mann ganz faktisch vor der Tür der Kunstakademie. „So einfach war das ...“ Tatsächlich studierte er bei Uecker.
   Anders der Lebensweg der Zwillinge Irina und Marina Fabrizius, die – noch Studentinnen - bereits eine stärkere Bekanntheit erreicht haben. Mit neun Jahren wanderten sie mit ihren Eltern von Kasachstan nach Deutschland aus. Ihr erstes Kunststudium begannen sie 1999 an der Freien Kunstakademie Nürtingen, wo sie zufällig den Besuch eines Kunststudenten der Düsseldorfer Akademie erlebten. „Er schwärmte von Düsseldorf und legte uns ans Herz, uns dort zu bewerben“, erklärt Marina Fabrizius. Die Zwillinge bewarben sich, wurden 2005 angenommen und zogen gleich in die Landeshauptstadt.

 

Teilnehmende Künstler:
Danja Akulin, Inna Artemova, Gleb Bas, Mikheil Chikhladze, Gleb Choutov, Nicolai Crestianinov, Dmitrij Dihovichnij, Irina und Marina Fabrizius, Egor Galouzo, Alexander Gegia, Janna Grak, Igor Oleinikov, Michael Raguzin, Marina Sailer, Nikita Schmitz, Ira Vinokurova, Maxim Wakultschik

Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Die Ausstellung „Auf der ewigen Reise – russischsprachige Kunst aus Deutschland“ ist bis zum 1. Januar 2013 zu sehen.
E.ON AG
E.ON-Galerie im Sockelgeschoss
E.ON-Platz 1
40479 Düsseldorf

Öffnungszeiten
MO – FR 8 – 20 Uhr


Begleitend wurde ein Katalog mit den Biografien und Arbeiten der Künstler herausgegeben.


 Die ausgestellten Arbeiten sind käuflich und direkt bei den Künstlern zu erwerben.

 

 

©Fotos (4) rArt

 

 


 

 

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