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rheinische ART 07/2018

Archiv 2018

MIQUA KÖLN
Geschichtsorte, unter- und oberirdisch

 

Kölns sensationelle künftige Kulturachse in den City, die „Via Culturalis“, eine in Deutschland einzigartige historische Visitenkarte einer Stadt, nimmt weiter Formen an. Jetzt wurde der Grundstein für das jüdische Museum gelegt.
 

Außenansicht auf den künftigen Museumsneubau „MiQua“ / Jüdisches Museum am Rathausplatz mit dem Historischen Rathaus. Hinter dem Neubau liegt direkt das Wallraf-Richartz- Museum Foto © Wandel Höfer Lorch & Hirsch, Stadt Köln 2018

 

Das neue Haus mit dem Namen „LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“ trägt als Kurzform die Bezeichnung MiQua und ist ein Kooperationsprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und der Stadt Köln.

 

Legten den Grundstein für das MiQua: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Prof. Jürgen Wilhelm, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland und Architekt Prof. Wolfgang Lorch (v.l.). Foto: Marion Mennicken © Stadt Köln 2018

 

Das Akronym ergibt sich aus der Kürzung der Worte „Museum im Quartier“ und lässt zudem eine Verbindung zum jüdischen Wort Mikwe zu, dem ritualen Tauchbad, dem im jüdischen Glauben eine sehr hohe Bedeutung zukommt.

     So gut wie jede jüdische Gemeinde war traditionell im Besitz eines derartigen Ritualbades, so auch das mittelalterliche Köln. Die archäologischen Reste des Kölner Bades werden zentraler Teil des neuen Museums.

 

Der Neubau in der Kölner Innenstadt soll in drei Jahren fertiggestellt sein. Dann wird das MiQua mit dem unterirdischen Praetorium und dem mittelalterlichen jüdischen Viertel sowie dem Goldschmiedeviertel in einem 600 Meter langen Parcours über 2.000 Jahre Kölner Geschichte barrierefrei erlebbar machen.

     Die Mikwe unter dem Rathausplatz gehört zu den weltweit am besten erhaltenen Ritualbädern aus dem Mittelalter. „Der Name MiQua schafft eine gedankliche Brücke in das jüdische Leben und die Kölner Stadtgeschichte von der Römerzeit bis heute. Er weckt die Neugier und ist zugleich leicht zu merken“, erklärte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „Es wird gut gelingen, das neue Museum im reichhaltigen Kölner Kulturangebot zu verorten.“

 

In der Dombauhütte wurde der Grundstein gefertigt. Foto: Marion Mennicken © Stadt Köln 2018

 

MiQua, so betont die Stadt Köln als Bauherrin, ist ein Unikat und zugleich ein zentraler Bestandteil der „Via Culturalis“, jener Kulturachse, die den Dom, das Museum Ludwig und die Philharmonie, das Römisch-Germanische Museum, das Rathaus, das Wallraf-Richartz-Museum, Alt St. Alban, den Gürzenich und St. Maria im Kapitol bis hin zum Ubiermonument, dem ältesten Steinquaderbau nördlich der Alpen aus dem Jahr 4/5 nach Christus, umfasst.

     An das jüdische Köln erinnern neben der Mikwe vor allem die Überreste der Synagoge und andere Baudenkmäler. In der Domstadt stand die älteste bisher bekannte Synagoge im deutschsprachigen Raum. Insgesamt wird der Kölner Rathausplatz europaweit als einzigartiger Fundort jüdischer Geschichte angesehen. Nirgendwo sonst finden sich Relikte eines jüdischen Viertels über einem römischen Statthalterpalast, dem berühmten Praetorium (mehr).


Gebaut wird das rund 77 Millionen Euro kostenden Museum MiQua von der Stadt Köln, die künftig das Gebäude wie auch das Bodendenkmal Mikwe unterhalten wird. Mit der Fertigstellung im Jahre 2021 wird der LVR die Trägerschaft des Museums übernehmen und es als eigenständige LVR-Dienststelle führen. Das Team der MiQua-Stabsstelle zeichnet für das künftige Ausstellungskonzept verantwortlich.
K2M

 

 

 

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