rheinische ART
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rheinische ART 03/2022

Archiv 2022

YOKO ONO
Hybrid zwischen Kunst, Musik und Performance


Ihre lyrischen Werke, Aktionen und Performances der 1960er- und 1970er-Jahre haben längst Kultstatus erreicht. Im Kunsthaus Zürich werden einige davon reinszeniert und ausgestellt.
 

 

Yoko Ono, London, 2013 Photo: Kate Garner, © Yoko Ono; Bildquelle  Kunsthaus Zürich 2022

 

 

Yoko Ono and John Lennon War is over! If you want it (Love and Peace from John & Yoko) Original-Poster, 1969, Photo © Yoko Ono; Bildquelle Kunsthaus Zürich 2022
 

Yoko Ono (*1933) gehört zu den einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit. Sie hat sich seit Beginn ihrer Karriere mit wichtigen gesellschaftspolitischen Themen auseinandergesetzt, die auch heute noch von großer Relevanz sind.

     Seit jeher hat sich die berühmte US-japanische Kreative, die seit sechs Jahrzehnten in der Kunstszene aktiv ist, für feministische Fragen engagiert und sich vor allem für den Frieden auf der Welt eingesetzt, was durch den Krieg in der Ukraine ein aktuelles Anliegen geblieben ist.


Ideen spielen dabei immer die zentrale Rolle: Mal formuliert sie diese auf spielerisch-humorvolle Weise, mal ganz radikal, dann wiederum sehr poetisch.

     Einige Ideen verwandelt sie in Objekte, andere lässt sie immateriell. Dementsprechend vielfältig ist das künstlerische Werk von Yoko Ono. Es umfasst Skulpturen, Arbeiten auf Papier, Installationen, Performances, Film und Musik. Über sechzig davon hat das Kunsthaus Zürich in einer Ausstellung arrangiert. Die Künstlerin war an der Konzeption der Schau persönlich beteiligt.


Ausgangspunkt der meisten Werke sind sogenannte „Event Scores“ oder „Instructions“. Viele davon hat Yoko Ono 1964 erstmals in dem berühmten quadratischen Büchlein „Grapefruit“ veröffentlicht.

     Dieses kleine große Werk der Konzeptkunst enthält Handlungsanweisungen für einfache Aktionen, die jeder Mensch ausführen kann und die ganz alltägliche Verrichtungen und Ausdrucksformen – zum Beispiel Spazierengehen, ein Streichholz anzünden, lachen oder weinen – in Performances verwandeln. Was dabei allerdings zählt ist die Imagination, die Fantasie. Das Kunstwerk kann auch nur im Kopf entstehen. Es muss nicht zwingend aufgeführt werden.

 

Yoko Ono, Wish Tree, 1996/2013 Vue d‘exposition, YOKO ONO: HALF-A-WIND SHOW - ARETROSPECTIVE, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, 7 juin – 9 septembre 2013. Photo © Bjarke Ørsted , Courtesy of Louisiana Museum of Moderne Art; Bildquelle Kunsthaus Zürich 2022


Yoko Ono war eine der ersten, die solche „Event Scores“ verfasste, damit den Kunstbegriff radikal veränderte und nachhaltig erweiterte. Den Titel „Grapefruit“ wählte sie, weil sie die gleichnamige Frucht als Hybrid verstand, als Mischung aus Orange und Zitrone.

     Sie selbst empfand sich genauso als Hybrid – zwischen Japan und Amerika, zwischen Ost und West, zwischen bildender Kunst, Musik und Performance. Es ist die erste Ausstellung, die der fast Neunzigjährigen in der Schweiz ausgerichtet wird.
rART/bra

 

Die Ausstellung YOKO ONO. THIS ROOM MOVES AT THE SAME SPEED AS THE CLOUDS kann bis zum 29. Mai 2022 besucht werden.
Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
CH-8001 Zürich
Öffnungszeiten
DI, FR – SO 10 – 18 Uhr
MI, DO 10 – 20 Uhr

 


 

 

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