rheinische ART
Start | | Über uns | Anzeigen | Impressum | Kontakt | Datenschutz

rheinische ART 02/2011

 

Archiv 2011: aus "berühmte Namen"

 

Selbstbildnis, 1948, Öl auf Leinwand, 76 x 46 cm, Städtische Museen Zittau

Georg Grulich. Zittau – Düsseldorf

 

 

Der

Eigenständige

 

 

Zum 100. Geburtstag des Düsseldorfer Malers Georg Grulich (1911-1993) zeigen die Städtischen Museen in Zittau rund 100 Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Der in der sächsischen Kleinstadt Zittau geborene Grulich, der seit 1936 am Rhein lebte, schuf die berühmten „Düsseldorfer Stadtbilder“, oft in einer ihm sehr eigenen farblich leuchtenden Art. Grulich gilt als früher künstlerischer „Brückenschläger“ zwischen Ost- und Westdeutschland.

 

 

 

ENTWEDER war es die Liebe oder die Seelenverwandtschaft – oder beides, was den Absolventen der Dresdner Hochschule für Bildende Künste im Alter von 25 Jahren von der Elbe an den Rhein trieb. Der junge Künstler Georg Grulich heiratete in Düsseldorf die Künstlerin Herta Junghanns, die er 1934 in Zittau kennen gelernt hatte, und wurde in der alten Residenzstadt freischaffender Maler. Zeit seines Lebens arbeitete Grulich in Düsseldorf, dokumentierte malend den urbanen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und die einziehende Moderne, schuf monumentale Stadtbilder der neuen Landeshauptstadt und gilt bis heute als „der“ Düsseldorfer Stadtmaler der Nachkriegs- und Aufbaujahre.

 

In Bilk (Düsseldorf), 1972, Öl auf Leinwand, 80 x 120 cm, Sammlung „Kunst aus NRW“,
Aachen-Kornelimünster

 

Technischer Bereich rot, 1965, Öl auf Leinwand, 105 x 150 cm, Sammlung Knippenberg

Vielfältiges Œuvre

 

Das Gesamtwerk des Wahlrheinländers zeichnet sich nicht allein durch seine Vielfalt aus. Es spiegelt gleichzeitig auch „wesentliche Facetten deutscher Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts“ wider, wie Zittaus Museumsdirektor Marius Winzeler in einer Würdigung betont. Stille Landschaftgemälde und Werke in abstrakt-geometrischem Stil, daneben auch ein großformatiger Wandteppich, ein Entwurf des Malers für den Landtag NRW, und die bekannten kühl-atmosphärisch und oft streng komponiert wirkenden Stadtbilder zeigen die unterschiedlich ausgerichteten Arbeitsphasen des Malers und dessen breites Œuvre. Sein Blick und sein Interesse galten jedoch nicht nur dem städtischen Bild mit seinen Menschen, sondern auch der Architektur und der Technik.

 

Eigener Weg

 

Betont wird mit Rückblick auf Grulichs Leben und Werk immer wieder seine konsequente künstlerische Eigenständigkeit. Denn unabhängig von den wechselnden Strömungen der Kunstszene, die gerade im kreativ-pulsierenden Düsseldorf mit seiner international bekannten Kunstakademie einen Spielplatz allererster Güte hatten und haben, blieb Grulich seinen Stilrichtungen und Sujets treu – malte unbeeindruckt seinen „Lebensraum Stadt“ und lieferte damit interessante Zeitdokumente. Grulichs Gemälde wurden unter anderem in Ausstellungen in Genf, Krakau, Moskau, Oostende und in den Niederlanden gezeigt. Der Künstler war Mitglied der 1946 neu gegründeten Künstlervereinigung Rheinische Sezession.


Ausstellung auch in Kornelimünster


Die Ausstellung beinhaltet neben bekannten Werken auch Leihgaben aus Privatbesitz, die bislang noch nie gezeigt worden sind. Sie wird in Kooperation mit der Sammlung „Kunst aus NRW – Förderankäufe seit 1945“ in der ehemaligen Reichsabtei Aachen-Kornelimünster ausgerichtet und wird auch dort im Spätsommer des Jahres zu sehen sein.

Klaus M. Martinetz

 

Bekannt ist Grulich regional auch für Werke mit karnevalistischem Hintergrund. Malereien mit Rosenmontagsmotiven und Entwürfe für Themenwagen der Düsseldorfer Umzüge prägen diesen Arbeitsbereich. An diese „…närrische Seite des Künstlers Georg Grulich“ erinnerte die Landeshauptstadt Düsseldorf 2008 mit einer Ausstellung im Rathaus unter dem Titel „Ein Maler mit der Liebe zum Rosenmontag“.

 

Ausstellung: Georg Grulich. Zittau – Düsseldorf.
Weg und Werk eines Malers im 20. Jahrhundert
Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag

Die Ausstellung ist bis zum 01.05.2011 zu sehen.
Städtische Museen Zittau
Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster

Klosterstraße 3
02763 Zittau
Tel. 03583 - 55479
Öffnungszeiten:
DI bis SO: 10 - 17 Uhr
Ab April auch Montag 10 – 17 Uhr


©rheinische-art.de, Fotos (3) Museum Zittau

 


 

                              Anzeige

 

 

 

Die 
rheinische.ART
empfiehlt:

Mit GOOGLE ins Museum.


Das Google Art Projekt zeigt Meisterwerke aus den Museen dieser Welt.

► 
mehr

Und geht der Frage nach: Was ist Contemporary Art?

mehr

 

 


 

 

LASSEN SIE SICH DIE
"RHEINISCHE ART."
ÜBERSETZEN ...