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rheinische ART 05/2018

Archiv 2018

GOETHE MUSEUM
Licht-Taten


„Die Farben sind Taten des Lichts“ – diesem Zitat aus Goethes Schrift „Zur Farbenlehre“ ist der Titel der großen Sonderausstellung entlehnt, in der das Düsseldorfer Goethe-Museum das Werk des Lichtkünstlers Heinz Mack mit Ideen und Gedanken von Johann Wolfgang von Goethe in Beziehung setzt.

 

 

Heinz Mack und Johann Wolfgang von Goethe Installationsansicht "Taten des Lichts" im Goethe Museum Düsseldorf 2018. Foto © Barbara Steingießer

 

Die zentralen künstlerischen Themen des Malers und Bildhauers Heinz Mack sind Licht und Farbe sowie deren Wechselwirkungen. Auch Goethe hat sich vier Jahrzehnte lang immer wieder mit diesen Phänomenen befasst. Seine Schrift „Zur Farbenlehre“ ist nicht nur sein umfangreichstes Werk, vielmehr hielt er es auch für sein wichtigstes.

 

Tafel zu Goethes Schrift "Zur Farbenlehre", 1810, kolorierter Kupferstich nach Goethes Entwurf. Foto © Goethe Museum Düsseldorf

 

Was lag da näher, formulierte es die Kuratorin Barbara Steingießer, „als die beiden Künstler, deren Interesse an Licht und Farbe niemals erlosch, in einer Zusammenschau einander gegenüberzustellen und dabei genauer zu beleuchten, was die scheinbar gegensätzlichen Persönlichkeiten miteinander verbindet?“ Den Klassiker und Avantgardisten des ZERO-Aufbruchs (mehr), den malenden Dichter und den dichtenden Maler? Zu Mack darf an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass er sich schon früh mit Farben beschäftigte. Beispielhaft hierfür sei seine „Farborgel“ von 1961 in der Düsseldorfer Rolandschule genannt (mehr).

 

Das Goethe-Museum im Schloß Jägerhof in Düsseldorf Foto © Barbara Steingießer


Außer der Vorliebe für die Farben des Lichts und die Leuchtkraft der Farbe untersucht die Schau weitere Parallelen der beiden Künstlerpersönlichkeiten. „Das, worauf die Ausstellung abzielt, hätte Goethe mit einem Begriff seiner optischen Experimente wohl ‚wiederholte Spiegelungen‘ genannt. Und er hätte darauf hingewiesen, dass sie ‚das Vergangene nicht allein lebendig erhalten, sondern sogar zu einem höheren Leben empor steigern‘, wie bei den von ihm selbst durchgeführten Versuchen, bei denen die Erscheinungen ‚von Spiegel zu Spiegel nicht etwa verbleichen, sondern sich erst recht entzünden‘. Oder wie Mack es im Angesicht seiner spiegelnden Werke ausdrückte: ‚Dann entsteht eine sich ausstrahlende, vibrierende, pulsierende Lichterscheinung auf den Skulpturen, welche unser Auge ohne Schmerzen ertragen kann … Da ist die Natur – die visuelle Energie – einfach stärker als die Technik‘“, schreibt das ausstellende Haus.

 

Heinz Mack und Johann Wolfgang von Goethe Installationsansicht "Taten des Lichts" im Goethe Museum Düsseldorf 2018. Foto © Barbara Steingießer


Die Schau deckt zudem überraschende Parallelen zwischen den beiden Protagonisten und ihren Zeiten auf. Goethe (1749-1832) war nicht nur Dichter, Zeichner und Politiker, sondern auch ein ernstzunehmender Naturwissenschaftler, der mit „Zur Farbenlehre“ ein grundlegendes Werk zur Farbpsychologie und -ästhetik verfasste. Heinz Mack (*1931) hat Gemälde, Grafiken und Skulpturen geschaffen, die um die Elemente Licht und Farbe und die Strukturen der Welt kreisen. Beide, der Dichter und der bildende Künstler, haben sich von den Denk- und Anschauungsformen des Orients inspirieren lassen. „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“, so schon Goethes frühe interkulturelle Einsicht. Zusammengenommen, so das Haus: „… erscheinen Macks Werke als facettenreiches Spiegel- und Gegenbild zur Gedanken- und Ideenwelt Goethes.“


 Die gattungsübergreifende Ausstellung präsentiert zahlreiche selten oder noch nie gezeigte Werke Macks sowie vielfältige Exponate aus dem Bestand des Goethe-Museums, ferner Leihgaben zu Goethe aus Weimar, Dresden und Wien.
rART


Die Ausstellung „Taten des Lichts“ wurde bis zum 29. Juli 2018 verlängert. 
Goethe Museum
Schloss Jägerhof
Jacobistrasse 2
4021 Düsseldorf
Tel. 0211 / 8996262
Öffnungszeiten
DI - FR und SO 11 – 17 Uhr
SA 13 – 17 Uhr
an Feiertagen 11 – 17 Uhr

 

 

 

                     

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