rheinische ART
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rheinische ART 12/2011

 

 

RuhrKunstMuseen

 

Kunst hoch zwanzig

 

 

20 sind es an der Zahl. Ihr Standort ist das Ruhrgebiet und alle zeigen Kunst. Es ist schon ungewöhnlich zu nennen, was an dem Wochenende des 12. und 13. November passierte. Dann nämlich zeigten sich die beteiligten Museen zur kulturellen Einheit entschlossen und präsentierten gemeinsam unter dem Titel „Meisterwerke der RuhrKunstMuseen“ Besonderheiten ihrer Häuser.

 

 

UND DASS diese Museen mit ihren Meisterwerken durchaus präsentabel sind, ist keine Frage. Sicherlich ist das gemeinsame Kunstwochenende auch eine willkommene Möglichkeit, eben auf besondere Exponate der eigenen Sammlung aufmerksam zu machen. Der Anlass schafft die Gelegenheit, die Kunstwerke explizit zu benennen und auszustellen, und das ist begrüßenswert.

   Waren die Verantwortlichen bislang zuvorderst als Einzelstreiter für ihre Institutionen unterwegs, bietet der jetzt beschlossene Verbund als Netzwerk mit Zukunftsperspektive doch viele Möglichkeiten zur öffentlichen Wahrnehmung des Ganzen und des Einzelnen. Die Beziehung untereinander ermöglicht Neues, und bietet vor allem den Besuchern die Möglichkeit, den ausgewiesenen Kunstreichtum der Häuser konzentriert zu erfahren.
   Keine der den RuhrKunstMuseen angeschlossenen Kunststätten ist ein ausgesprochenes Traditionshaus, dass auf Jahrhunderte alte Wurzeln verweisen kann. Die meisten sind Ergebnisse eines bürgerschaftlichen Engagements und vor diesem Hintergrund allein schon hoch zu bewerten. Die Museen in Hagen und Essen verdanken ihren Ursprung dem großen Mäzen Karl Ernst Osthaus, andere sind zeitgenössisch orientiert und wiederum andere fokussieren sich auf einen Nischenraum in der Kulturlandschaft und schaffen so Einzigartiges wie etwa das Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna.
   Einige Kunstplätze genießen internationales Renommee, wie das Folkwang Museum in Essen, das Museum Ostwall im Dortmunder U oder das Lehmbruck Museum in Duisburg. Andere sind weniger bekannt, wie das Emil Schumacher Museum in Hagen, die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen oder die Flottmann-Hallen in Herne.

   Um es den Besuchern angesichts der Fülle des Angebots und der mannigfachen Stationen zu ermöglichen, sich ihren Wünschen und Interessen zu widmen, wurde eine handliche Broschüre entwickelt, in der sich die beteiligten Kunstmuseen vorstellen und der praktische Hinweise und Vorschläge für Museumstouren entnommen werden können. Dass dieses Kunstwochenende keine einmalige Aktion sein wird, ist ebenfalls bereits beschlossene Sache. Geplant ist, zukünftig zwei Mal jährlich dieses besondere Angebot als Kultur-Highlight der Region zu realisieren. Um einen Mangel an Meisterwerken macht man sich keine Sorgen. Es gäbe genug Kunst in den Häusern, um 50 Jahre lang einladen zu können.
Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Weitere Informationen unter www.ruhrkunstmuseen.de


 

 

 

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