rheinische ART
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rheinische ART 02/2012

 

ARCHIV 2012

4 Künstler – 4 Räume

 

 

Geschenkt / Geliehen

 

Hans-Peter Feldmann, Karl Otto Götz, Otto Piene und Reiner Ruthenbeck

 

Derzeit sind die vier Künstler im LehmbruckMuseum in Räumen zu sehen, die das beinhalten, was die Künstler aus verschiedenen Beweggründen und Anlässen dem Museum in den vergangenen Jahren an eigenen Werken schenkten. Diese Kunstwerke bereichern die Sammlung des Hauses und mit der Präsentation wird nicht nur die Kunst, sondern auch die Geste des Schenkens in den Blickpunkt gerückt. Leihgaben aus Privatbesitz ergänzen die Ausstellung.

 

 

Hans-Peter Feldmann: Büste David, undatiert, Gips bemalt

 

Die Arbeiten von Hans-Peter Feldmann (*1941 in Düsseldorf) wie der überdimensionale David, der vor dem LehmbruckMuseum im Kant-Park steht und weitere bunt gefasste Antikenkopien, werden durch seine seltenen Künstlerbücher, die er in den 1970er Jahren angefertigt hat, ergänzt. In ihnen wird eine Karriere nachvollziehbar, der nach einer Schaffenspause in den 1980er und 1990er Jahren erst in den vergangenen 15 Jahren der internationale Durchbruch gelang. So erhielt Feldmann seit 2001 Einzelausstellungen unter anderem im Museum am Ostwall in Dortmund, der Pinakothek der Moderne in München oder dem Guggenheim Museum in New York.

 

Otto Piene: Ausstellungsansicht

Im Zentrum der Präsentation von Otto Piene (*1928 in Laasphe) stehen seine "Fleurs du Mal", die "Blumen des Bösen". Diese sich aufplusternden und wieder in sich zusammenfallenden skulpturalen Arbeiten des ZERO-Künstlers ergänzen seine jüngsten Arbeiten. Diese Keramiken und Reliefs, halbabstrakte Werke, erinnern an Pienes Œuvre der 1950er und 1960er Jahre.

 

Karl Otto Götz: Teldon, 2000, Keramik-Würfel, weiß glasiert, und Ohne Titel (Sechs Keramikwürfel), 2000, unglasiert, glasiert

Karl Otto Götz' (*1914 in Aachen) Präsentation konzentriert sich neben der Informel-Malerei auf sein Spätwerk. Ab 2004 nahezu blind, arbeitet Götz seit dieser Zeit vermehrt mit Reliefs aus Ton, deren Strukturen er mit Händen und Füßen in das feuchte Material gräbt. Und auch die Keramikwürfel, in denen sich rundum Abdrücke von Körperteilen finden, sind nicht nur künstlerischer Ausdruck, sondern auch ein Weg des Malers, mit dem schwächer werdenden Augenlicht umzugehen.

 


Reiner Ruthenbeck, Aufhängung V, 1969/70, Hängeskulptur aus dunkelrotem Stoff mit horizontaler Glasplatte, 200 x 200 cm

Reiner Ruthenbeck (*1937 in Velbert) schließlich, der von Oktober 2008 bis Januar 2009 eine große Retrospektive im LehmbruckMuseum bekam, ist der vierte Künstler, dessen Werke in dieser Präsentation gezeigt werden. Seine Schenkungen früher Arbeiten, die hier erstmals zu sehen sind, ergänzen Werke, die der Arte Povera zuzuschreiben sind wie etwa einer seiner Aschehaufen aus den 1960er Jahren. Der von Kurator Michael Krajewski und dem Künstler gemeinsam gestaltete Raum verdeutlicht so die ganze Bandbreite des Künstlers.

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Die 4 Räume sind bei freiem Eintritt bis zum 29. April 2012 zu sehen.
LehmbruckMuseum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg
Tel. 0203 / 283 3294

Öffnungszeiten
SO 11 – 19 Uhr
MI - SA 12 – 19 Uhr
DO 12 – 21 Uhr

 

 

© Fotos (4) VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseum

 

 

 

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