rheinische ART
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rheinische ART 06/2011

 

 

 Archiv 2011: aus "Galerien"

 

Screaming Man

von Robin van Arsdol

Amerikanische Streetart in Köln

 

Bodypainting und

 

Screaming Man

 

 

Er gilt als eine Legende in der Pop Art: der US-amerikanische Popartist, Kritiker, Kurator und Sammler Robin van Arsdol. Seinen spektakulären Auftakt in der Galerie 30works hat er bereits hinter sich: die Bodypainting-Performance „Homage To Yves Klein“. In Anlehnung an die „Anthropometrien“ (Körpereindrücke) des französischen Malers, Bildhauers und Performancekünstlers hat van Arsdol den nackten Körper seines weiblichen Modells mit blauer Farbe bemalt und anschließend auf Leinwand abgedruckt.

 

 


 

"Hommage To Yves Klein"

 Robin von Arsdol

PERFORMANCE

MIT SEINEN ironisch-expressiven Performances, Skulpturen und Bildern gehört R.V. - so sein Kürzel - zu den internationalen und renommierten Stars der Pop Art. Seine bekannteste Figur ist der „Screaming Man“, ein zahnloser Holzklotz mit Irokesenfrisur, der die pointierten Botschaften des Künstlers in die Welt hinausträgt. Mal schält Robin van Arsdol den „Screaming Man“ mit der Kettensäge aus einem Baumstamm, mal stempelt er ihn auf eine riesige Leinwand.

   Und zu seiner Performance meint der Künstler: „Sich mit zeitgenössischer Kunst zu beschäftigen und Yves Klein nicht zu kennen, ist eine Sünde.“ Vielleicht darf seine Performance ja auch als ein Lehrstück in Sachen Kunstgeschichte verstanden werden. Der profilierte Kritiker, der sich intensiv mit der Kunstgeschichte auseinandergesetzt hat, war übrigens mit zahlreichen namhaften Künstlern des 20. Jahrhunderts wie Joseph Beuys, Keith Haring und Nam June Paik persönlich bekannt.

   Mit seinen Werken ist R.V. auf Ausstellungen und Workshops rund um den Globus vertreten. Er nahm unter anderem an den Biennalen in Liverpool und St. Petersburg teil, und nicht zuletzt zieren seine ausdrucksstarken, leicht wiedererkennbaren Bilder die Straßen New Yorks und zahlreicher europäischer Großstädte.

   Die Galerie präsentiert Werke aus seinen unterschiedlichen Schaffensperioden. Nicht von ihm aber ein weiteres Highlight brachte der Streetart-Sammler mit an den Rhein: drei großformatige Panels von Keith Harings „Pop Shop Signs“, die während der Renovierungsarbeiten vor dem New Yorker Pop Shop hingen.

 

Robin van Arsdol, geboren 1949 in Iowa, studierte Kunst in Kentucky, bevor er 1973 nach New York ging, um sein Studium an der New York University fortzusetzen. Im selben Jahr schloss er sich der Streetart-Bewegung an. In ihr fand er den idealen Rahmen, um mit seiner Kunst eine maximale Öffentlichkeit zu erreichen – nicht um berühmt, sondern um gehört zu werden. Bereits mit seinen frühesten Icons protestierte er gegen das nukleare Wettrüsten. Ende der 70er Jahre hatte er mit mehr als 5.000 Graffiti den Straßen von New York seinen Stempel aufgedrückt.
    1978 kehrte er der Kunstmetropole den Rücken und zog nach Orlando, Florida. Er eröffnete eine Galerie und engagiert sich bis heute im kulturellen Leben der Stadt - als Kuratoriumsmitglied des Orlando Museums, als Dozent für zeitgenössische Kunst oder als Streetworker in der städtischen Jugendarbeit.

Franziska Bradel

 

Die Ausstellung ist nur bis zum 18. Juni 2011 zu sehen.
30works Galerie
Antwerpener Str. 42
50672 Köln
0221/5700250

Öffnungszeiten:
DI - FR 15 - 19 Uhr
SA 11 - 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

 

©Fotos Galerie 30works

©rheinische-art.de

 

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