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rheinische ART 03/2015

Archiv 2015

GROSSE KUNSTAUSSTELLUNG NRW DÜSSELDORF 2015

– oder kurz
Die Grosse

 

Etwas später als üblich ist sie aber am bekannten Orte zu finden: die Kunstausstellung Die Grosse im Düsseldorfer Museum Kunstpalast. Die traditionsreiche Veranstaltung – immerhin wird sie seit 113 Jahren in Eigenverantwortung der Künstler realisiert – ist auch in diesem Jahr Schaufenster etablierter Positionen wie sehr junger zeitgenössischer Kunst.

 

Zu besuchen ist "Die Grosse" im Museum Kunstpalast in Düsseldorf. Foto ©rART

 

Die „Oma“ unter den Kunstpräsentationen, wie Michael Kortländer als Organisator und Vorsitzender des Vereins zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V. sie scherzhaft nennt, hat aber die Erneuerung ihres Auftritts in all den Jahren nicht verlernt.

     Zwar nicht permanent, aber wenn sie denn erschallt, empfängt Musik statt musealer Stille die Besucher. Die Töne sind der hörbare Teil der Performance von David Pollmann, dem Förderpreisträger 2015 der Grossen. Zum „Zuschauen“ muss sich der Besucher in den ersten Stock des Hauses begeben, wo auch der Großteil der Ausstellung präsentiert wird.

 

Felix Droese, Preisträger des Kunstpreises der Künstler 2015, braucht für seine Arbeiten viel Raum - und bekommt ihn auch. Foto ©RART


Attraktiv Hier wird er erst einmal von den mächtig hohen Werken von Felix Droese, dem diesjährigen Preisträger des Kunstpreises der Künstler (mehr), empfangen. Der „Sündenbock“ und der „Früchtefresser“, „Die heile Welt der Dummen“ und andere Arbeiten zeugen vom Geist ihres Machers, der für seine künstlerische wie gesellschaftsengagierte Positionen bekannt ist. 

     Zu „schauen“ - und auch zu kaufen - gibt es vieles. Immerhin hat die Jury 123 Künstler aus über 800 Bewerbungen für die Teilnahme an Die Grosse ausgewählt und damit ebenso viele künstlerische Positionen, die in über 300 ausgestellten Werken ihren Ausdruck finden. Malerei, Fotografie, Skulpturen, Collagen, Installationen – kein Bereich der Bildenden Kunst bleibt ausgespart.

 

Ausstellungsansicht "Die Grosse" 2015. Foto ©rART

 

Zum Einen ist es das zeitgenössische Moment, dass diese Ausstellung ausmacht, und zum Anderen – ihre Vielfalt. Die eingereichten Arbeiten der Teilnehmer sollen nicht älter als vier Jahre sein, denn Jahr für Jahr bietet die Schau einen Einblick in das aktuelle Schaffen der Düsseldorfer und rheinischen sowie der hier lebenden internationalen Künstler. Es ist ein Potpourri, das immer wieder zu einem informativen wie gefälligen Ganzen einer sehr lebendigen und interessanten Schau gebündelt werden muss. Das gelingt, so kann man unschwer feststellen, dem Verein immer besser und ist sicherlich mit ein Grund, dass Jahr für Jahr die Besucherzahlen nach Oben weisen.

 

Kunst macht nicht vor Konventionen halt, das wird besonders bei dieser Ausgabe deutlich. Anders ist die Kür des in Berlin lebenden Performance-Künstlers David Pollmann zum Förderpreisträger kaum zu verstehen. Als besondere Gastauftritte in Museen kennt man sie, die lebendige Kunst derer, die sich auf dem schmalen Grat zwischen Tanz, Bühne und Bildern bewegen. Aber als eventunabhängiges Kunstwerk im Museum hat sich die Performance ihre Akzeptanz noch nicht wirklich erobert, ist ihr Begriff noch zu wenig definiert, denn bei Abwesenheit der Künstler und damit der lebendigen Kunst muss der Besucher mit den Aufzeichnungen auf Videos vorlieb nehmen. Das macht nicht jeden glücklich und ist auch bei Pollmanns Präsentation nicht anders. Der bereits mehrfach ausgezeichnete Künstler zeigt übrigens auch an den Sonntagvormittagen im Rahmen der „Matinees“ seine Kunst.

 

Zukunft Nun denn, der Begriff der "Bildenden Kunst" dehnt sich bereits seit längerem und hier wird diese Dehnung postuliert. Immerhin segelt Die Grosse unter der Flagge der "Bildenden Kunst" im durchaus nicht immer ruhigen Kunstfahrwasser und die Zeit wird zeigen, ob diese Entwicklung eine zukunftsweisende ist.

 

Zugang zu den "Soundinstallationen" der Klasse von Rita McBride der Kunstakademie Düsseldorf. Zu jeder Kunstschau wird eine Klasse der weltberühmten Akademie eingeladen, ihre neuesten Arbeiten zu präsentieren. Foto ©rART


Gleiches gilt übrigens für den ebenfalls geräuschvollen Auftritt der Klasse der Rektorin der Düsseldorfer Kunstakademie, Rita McBride. Die Studenten kommen ganz ohne Bilder aus und präsentieren elf „Soundinstallationen“ in rosafarbenem Ambiente. Licht, Architektur und Ton sind die medialen Zutaten und bilden ein Gesamtkunstwerk, das erlebt werden will.

 

Axel Vater Seine Malereien, Skulpturen und Objekte sind als Teil der Grossen in einer Sonderpräsentation ausgestellt. Foto ©rART

 

Ihrer eigenen Geschichte gedenkt Die Grosse mit einer Sonderpräsentation von Axel Vater (1949 - 2014). Vater war 1975 der erste Träger des „Kunstpreises der Künstler“ und stand dem Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V. später viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender und auch als Vorsitzender zur Verfügung. Er verantwortete zahlreiche Kunstschauen der Künstlerschaft.

 

 Das Rahmenprogramm bietet einiges. Musikalisch werden die Donnerhall-Abende (immer Donnerstags) gestaltet, denn dann ist die ebenfalls in Düsseldorf beheimatete Robert Schumann Hochschule zu Gast. Tägliche Künstlerführungen erlauben die „Tuchfühlung“ mit der Künstlerschaft wie auch Begegnungen mit den beiden Preisträgern an den Samstagen.
Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Die „Grosse Kunstausstellung NRW Düsseldorf“ ist bis zum 29.03.2015 zu besuchen.
Museum Kunstpalast
Kulturzentrum Ehrenhof
Ehrenhof 4 – 5
40479 Düsseldorf
Öffnungszeiten
DI – SO 11 – 18 Uhr
DO 11 – 21 Uhr

 


  

LOST

IN 
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SANDRA 

ACKERMANN

 

24.03. - 06.05.2017
 

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