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rheinische ART 05/2011

 

Archiv 2011: aus "Besuchenswert"

Katharina Grosse schafft Außenskulptur für das Kunstmuseum Bonn


Eye-Catcher und Aufmerksammacher



Mit IN SEVEN DAYS TIME erhält das Kunstmuseum Bonn nicht nur eine visuell überwältigende Außenplastik, sondern eine zentrale Signatur, die dem vorbeikommenden Betrachter eine eindeutige Botschaft über das Innere des Hauses signalisiert: Achtung, hier geht es um Kunst. Eine derart beeindruckende Kunstbotschaft an die Menschen draußen, neugierig machend und einladend, ist beispielhaft.

 

     

    KATHARINA GROSSE (*1961), längst auf dem Parkett der internationalen Gegenwartskunst beheimatet und Professorin an der Kunstakademie in Düsseldorf, hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten in herausragender Weise das Medium Malerei in einem Prozess systematisch vom klassischen Bild(feld) in den Raum hinein erweitert.
        Vor allem durch die offensive Inanspruchnahme von Raum und Architektur mit einer Spraymalerei, die Wände, Böden und Decken gleichermaßen erfasst, hat sich das künstlerische Werk Grosses Flexibilität und Unverwechselbarkeit erobert.
        Ihre Malerei, die im eigentlichen Sinn keine mehr ist, lässt die tradierten Gegensätze von abstrakt und gegenständlich, aber auch von Räumlichkeit und Flächigkeit hinter sich. Mit IN SEVEN DAYS TIME hat Grosse eine spektakuläre Außenarbeit entwickelt, die einen vollkommen neuen Schritt in ihrem OEuvre darstellt. Es handelt sich dabei um eine knapp sieben Meter hohe und zwanzig Meter lange, nach außen gewölbte unregelmäßige „Scherbenform“ aus Fiberglas, die an der zentralen Längswand des Museums „lehnt“.
        In einem über zwei Jahre dauernden Prozess, der, wie sie sagt, als „Blitzidee“ begann, hat sich Grosse intensiv mit der Qualität der Architektur des Hauses (von Axel Schulte) auseinander gesetzt. Entstanden ist eine Arbeit, die Funktion und Qualität der gegebenen Bau-Architektur, eines traditionellen zweidimensionalen Tafelbildes und einer dreidimensionalen Skulptur gleichermaßen aufgreift. Festlegen, was sie davon denn nun ist, lässt sich die Plastik nicht. Anlass, darüber zu diskutieren und damit anzufangen, Neues zu denken, ist sie allemal.
    Irmgard Ruhs-Woitschützke

     

    Der Erwerb von IN SEVEN DAYS TIME wurde wesentlich ermöglicht durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen und der August-Kaiser-Stiftung, Bonn.

     

    KunstMuseumBonn
    Museumsmeile
    Friedrich-Ebert-Allee 2
    53113 Bonn
    Tel. 0228 / 77-6260

     

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