rheinische ART
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rheinische ART 07/2013

 

ARCHIV 2013

Green Onions @ 30works

 

Über Ikonografie und Klischees

 

Streetart, Pop- und Urban Art – ironisch, provokant und gesellschaftskritisch. Mit diesem Credo hat sich die Galerie 30works einen Namen über die Domstadt hinaus gemacht. Derzeit zeigt sie vier Künstler aus ihrem Portfolio, die eins gemeinsam haben: Sie beschäftigen sich mit dem Alltäglichen.

 

 

Agii Gosse, Moms favoured colours

DIE ARTISTEN - Jörg Extra, Fabian Gatermann, Agii Gosse und Volker Laue - legen mit ihren Arbeiten ein überraschend anregendes Potential des Alltags frei. Ihre Arbeiten zeigen Alltagskultur und sind dabei so gar nicht alltäglich. Mag das Sujet auch gleich sein, stillistisch haben die Künstler wenig gemein.

 

   Agii Gosses Werk ist deutlich konzeptuell geprägt. Als künstlerisches Mittel setzt sie jetzt auch den Nagellack ein. Gosse arbeitet als Einzelkünstlerin, aber auch als Mitglied verschiedener Künstlergruppen und als Kuratorin. In der Kölner Ausstellung zeigt sie unter anderen neue Malereien und Fotocollagen. Die Beziehung Tier – Mensch fasziniert sie und so finden sich in ihren Bildern Schmetterlinge zu hauf. Sie umschwirren Putin - der einen Dalmatiner an der Leine hält und Swarowskistein-verziert ist - genauso wie Joseph Beuys mit einem Kampfhund.

 

   Jörg Extras Werk ist ohne die Fotografie nicht denkbar. Er fängt das Leben in der Großstadt mit der Kamera ein. Das Schnelle, das Flüchtige.

 

Jörg Extra, NY

 

Aus der Wirklichkeit saugt er sich seine detailgenauen Motive, sein fotografisches Tagebuch ist die Vorlage für seine Malerei, die er mit Acrylfarbe auf Holz oder Leinwand bringt. Stadttypische Sujets werden in den Gemälden pointiert. Sonnendurchflutete Straßenfluchten, Lichtreflexe auf nassem Asphalt – es ist das pralle Leben, das aus Jörg Extras Bildern sprudelt. In Köln zeigt er Motive aus New York.

 

Volker Laue, Capcioso

   Für Volker Laue war Albrecht Dürer der erste Pop Art-Künstler und das ist schon der erste Hinweis darauf, dass er von der manchesmal Genialität der Alten Meister fasziniert ist. Die Kunstgeschichte ist das Feld, das in seinen großformatigen Arbeiten Platz und Würdigung findet. Sie funktioniert bei Laue, der das Damals mit neuer Kunst, dem Heute, verbindet, wie ein Echolot. Doch es ist die Pop Art, die Laues Arbeiten prägen, die Alltagskultur, die Konsumwelt und die Werbung. Das Ergebnis: wunderbare Momentaufnahmen, „Short Cuts“ unserer Zeit.

 

   Ganz anders dagegen der 1984 in München geborene Künstler Fabian Gatermann. Sein Werk durchbricht immer wieder die Grenze zwischen Kunst und Design. Eine Gratwanderung, die in der Kunstwelt zweifelnd beäugt wird. Doch Gatermann schafft es, seinen seriellen Arbeiten durch einen ruhigen Rhythmus eine einzigartige künstlerische Performance zu geben.

 

Fabian Gatermann, Lightbox

 

Sein Konzept bezieht das Ungenaue, das nicht Perfekte mit ein. Die Einflüsse für seine Kunst sind vielfältig: Pop Art, aber vor allem der Suprematismus und der Konstruktivismus zeigen sich beispielhaft in seinen Wimmel-Bildern, die er aus Briefmarken fertigt. Auch um den Prozess der Kunstbetrachtung geht es ihm dabei, aber auch um Farbrhythmen, wie in seinen Leuchtkästen.

 

 Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf das gleichnamige Musikstück von Organist Booker T. Jones, der damit Weltkarriere machte. Dazu der Galerist Gérard Margaritis: „Heute ist das 1962 entstandene Stück „Green Onions“ ein Klassiker – ein Song, den man nicht mehr so schnell aus dem Ohr bekommt. Ein Ohrwurm, diese Melodie – eine Single, die in jede Soul-Blues-Sammlung gehört. Mehr als 50 Jahre später ist der Titel jetzt Thema der Ausstellung.“
Irmgard Ruhs-Woitschützke


Die Ausstellung „Green Onions mit Jörg Extra, Fabian Gatermann, Agii Gosse und Volker Laue“ ist bis zum 31.08.2013 zu sehen.
30works Galerie
Antwerpener Str. 42
50672 Köln
Tel. 0221 / 5700250
Öffnungszeiten
MI - FR 15-19 Uhr
SA 12 - 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

 

 

 

 

 

 

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