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rheinische ART 07/2013

 

ARCHIV 2013

70 Jahre Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf

 

Die Bildhauer

 

DAS BILD WURDE AUS

©GRÜNDEN ENTFERNT.

 

 

Norbert Kricke, Raumplastik, 1964, Stahl, Silberbronze, 69 x 54 x 48 cm (inkl. Sockel), Sammlung Rira , Foto © Kunstsammlung NRW

 

DAS BILD WURDE AUS

©GRÜNDEN ENTFERNT.

 

 

Ewald Mataré, Weiblicher Torso "Stehende", 1924 - 1925, Höhe 56 cm, Nussbaumholz, ursprünglich vergoldet, LehmbruckMuseum, Duisburg, © VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: © Kunstsammlung NRW

 

 

„Alle wichtigen Bewegungen in der Bildhauerei finden ihren Spiegel in Düsseldorf“, sagte Tony Cragg. Dieser inhaltsschwere Satz darf durchaus als das Fazit einer vorausgegangenen, intensiven wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Bereich Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf verstanden werden. Das Institut tritt derzeit den kunsthistorischen Beweis an und zeigt im K20, dem Haus der Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz, Arbeiten seiner früheren und heutigen Professoren sowie einiger bedeutender Eleven.

 

Tony Cragg weiß, wovon er spricht, denn er ist selbst Bildhauer und zudem Direktor der Kunstakademie. Im K20 sind nun 130 Werke von 53 Künstlern ausgestellt. Von diesen waren beziehungsweise sind 38 Professoren der Bildhauerei an der Akademie.
   Die Idee zu dieser Überblicksschau entstand, wie Cragg anlässlich der Pressekonferenz mitteilte, durch die Arbeit an der Chronik der Kunstakademie Düsseldorf als berühmte Künstlerschmiede (mehr). Die Beschäftigung mit der Vergangenheit legte den Blick auf einen beträchtlichen Fundus intellektueller wie künstlerischer Kompetenz frei.
   Die Professoren und künstlerischen Tendenzen der Fotografie (mehr) und Malerei machte man in verschiedenen Schauen dem breiten Publikum bereits in der eigenen Akademie-Galerie am Burgplatz zugänglich. Doch die Bildhauer ausstellen? Erst als die Verantwortlichen im K20 als verwandtes Institut den Ausstellungspartner fanden, wurde die Idee konkretisiert. Dass selbst die großen Ausstellungsflächen dieses Hauses kaum reichen, ist ein Wermutstropfen.

 

Zu viele Künstler?

 

Installationsansicht "Die Bildhauer. Kunstakademie Düsseldorf, 1945 bis heute" Foto: Achim Kukulies © Kunstsammlung NRW
 


Allein mit Blick auf den langen Zeitraum von fast 70 Jahren ist die hohe Anzahl ausgestellter Künstler zu begreifen, denn mit jedem einzelnen wird die Vielfalt künstlerischer Haltungen erhöht. Eigentlich bedarf es vieler Hallen, um den Plastiken unterschiedlichster Machart und Themen den Raum zu geben, den sie brauchen, um ihre Qualität zu entwickeln. Im K20 muss man sich trotz faktischer baulicher Größe doch eher mit Räumen begnügen. So blieb den Veranstaltern Kritik an der Präsentation nicht erspart und wurde manchem Künstler, der seine Werke nicht entsprechend platziert vorfand, Großmut abverlangt. Doch das Ziel, die bedeutenden künstlerischen Impulse der mit der Akademie verbundenen Bildhauer aufzuzeigen, wurde erreicht.

 

Installationsansicht "Die Bildhauer. Kunstakademie Düsseldorf, 1945 bis heute" Foto: Achim Kukulies © Kunstsammlung NRW

 

Chronologisch

 

Zu sehen ist eine Schau „aus der Innensicht der Kunsthochschule“ (Cragg), die den Bogen spannt von den historischen Positionen der Nachkriegsjahre bis in die unmittelbare Gegenwart. Der Besucher findet sich dabei inhaltlich sehr schnell in einem globalen Kontext wieder. In der Tat sind viele der ausgestellten Künstler international namhaft und Joseph Beuys, Ewald Mataré, Günter Uecker, Otto Piene, Markus Lüpertz, Jörg Immendorf, Ulrich Rückriem, Rainer Ruthenbeck, Dieter Roth, Isa Genzken oder Thomas Schütte mögen hier nur beispielhaft genannt sein.

 

Installationsansicht "Die Bildhauer. Kunstakademie Düsseldorf, 1945 bis heute" Foto: Achim Kukulies © Kunstsammlung NRW


Die Exponate wurden vorwiegend aus privaten wie öffentlichen Sammlungen zusammengetragen. Zu sehen sind zum Beispiel von Ewald Mataré seine berühmten Kuh- und Menschskulpturen, architektonische Baukörper von Erwin Heerich, Nam June Paiks TV-Rodin mit Der Denker von Rodin vor dem Monitor, Rainer Ruthenbecks Aschehaufen II, Hede Bühls metallene Köpfe, Günter Ueckers Barrikade mit überdimensionierten Nägeln, Otto Pienes erstrahlenden wie ausgehenden Lichtgeist, Christian Megerts Spiegelraum, dessen Spiegelbild in andere Dimensionen zu führen scheint, Heinz Macks durch Licht und Schatten geprägte Metallsäulen, eine mit ihrer Filigranität den Raum erobernde Raumplastik von Norbert Kricke, Richard Deacons großdimensionierte Holzskulptur What could make me feel that way, der bronzene Ferryman von Tony Cragg oder Mann und Maus von Katharina Fritsch.


 Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Programm begleitet. Dazu zählen eine Vortragsreihe, Künstlergespräche und Exkursionen zu auswärtigen Skulpturenparks und Atelierräumen sowie Stadtrundgänge zu Skulpturen im öffentlichen Raum in der Landeshauptstadt.
Irmgard Ruhs-Woitschützke

 

Die Ausstellung „Die Bildhauer. Kunstakademie Düsseldorf, 1945 bis heute“ ist bis zum 28. Juli 2013 zu sehen.
K20 Kunstsammlung NRW
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 / 83 81-204
Öffnungszeiten
DI – FR 10 – 18 Uhr
Sa + SO 11 – 18 Uhr
jeder 1. MI im Monat bis 22 Uhr

 

Kuratoren der Ausstellung
Für die Kunstakademie Düsseldorf die Professoren Anthony Cragg, Dr. Siegfried Gohr und Dr. Robert Fleck, für das K20 Dr. Marion Ackermann und Dr. Maria Müller-Schareck.

 

 

 

 

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