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rheinische ART 02/2014

Archiv 2014

ARCHITEKTUR
Was ein offener Prozess

und eine offene Scheibe

miteinander zu tun haben

 

Auf der Raketenstation in Neuss als Teil des Kulturraums Insel Hombroich ist der dritte Bauabschnitt des ungewöhnlichen „Haus der Musiker“ des Architekten Raimund Abraham abgeschlossen. Die Raketenstation, ein Kulturort mit weltweiter Aufmerksamkeit, ist nach den Wünschen ihres Mäzens Karl-Heinrich Müller nicht nur Lebens- und Arbeitsraum für Künstler in der Natur, sondern auch ein Platz für experimentelle Architektur.

 

Außenansicht: Das "Haus der Musiker" vom Architekten Raimund Abraham auf der Raketenstation Hombroich


Seit Dezember 2013 ist die Hülle des vom Architekten Raimund Abraham entworfenen Gebäudes auf der Raketenstation (mehr) geschlossen. Wie die Insel Hombroich nun mitteilt, konnten dank detaillierter Ausführungspläne von Abraham dessen Ideen auch nach seinem plötzlichen Tod im Jahr 2010 jetzt umgesetzt werden. Wie von ihm vorgesehen wurden Teile des Betonbaus mit Fassaden und Fenster mit Lärchenholz eingekleidet.

 

Innenansicht: Die inneren Fassaden des Hauses wurden mit Lärchenholz bekleidet.

"Haus der Musiker", Raketenstation Hombroich, Architekt Raimund Abraham


Ein Entwurf dieses futuristischen Gebäudes mit seiner eigenwilligen Formensprache wurde erstmalig auf der Architektur-Biennale 1996 in Venedig vorgestellt, wo es dem Bildhauer Erwin Heerich wegen seiner skulpturalen Beschaffenheit auffiel. Heerich, baukünstlerischer Inputgeber von Hombroich, nahm mit dem Österreicher Abraham Kontakt auf. Auf Einladung von Karl-Heinrich Müller besuchte der Architekt dann die Raketenstation Hombroich und war so begeistert, dass er seine Pläne dem Ort anpasste. 2006 wurde mit dem Bau begonnen.

 

 

Ausblick: Im oberen Bereich, direkt unter der "Scheibe", eröffnet sich ein Blick über die niederrheinische Landschaft

     Anlässlich der Grundsteinlegung 2006 sagte Abraham: „Vor elf Jahren gab es einen ersten Kontakt mit Müller und der Insel. Ich fühlte mich wie ein Stierkämpfer in der Arena ohne Stier. Aus einer Hoffnung wurde nun Realität. Lobenswert ein Bauherr, der nicht nur umsetzt, sondern auch Mut zum Außergewöhnlichen hat. Das Konzept der Raketenstation hat Müller zum Revolutionär gemacht. Ich habe das Bauwerk erfunden und nicht entwickelt. Das Bauwerk ist kein Gebäude, sondern eine Stadt für vier Bewohner. Die Grundidee für das Bauwerk wird bestimmt durch ein gleichseitiges Dreieck. Dreieck und Kreis sind Mittelpunkt. Wenn Architektur sich der Skulptur nähert, ist das Kunst.“

 

 

Durchblick auf den Turm der Raketenstation. Das offene Dreieck in der Dach-"Scheibe" gibt den Blick auf den Himmel frei.  "Haus der Musiker". Architekt Raimund Abraham

Äußeres Merkmal: eine Scheibe Eine kreisförmige, schräge Betonscheibe mit einem Durchmesser von 33 Metern prägt das Bauwerk. Sie scheint zu schweben, trotz ihrer Wucht und einem Gewicht von 1.500 Tonnen. Die Scheibe neigt sich in einem Winkel von 15°, in ihrer Mitte sparte Abraham ein gleichseitiges Dreieck mit Seitenlängen von jeweils 17 Metern aus, dessen Spitze er exakt auf den Turm ausrichtete, der noch als Relikt der NATO auf der Raketenstation steht.
     Vier zweigeschossige Übungsräume, ein Studioraum, ein großer Gemeinschaftsbereich, vier Wohneinheiten, ein Bibliotheksraum, der Innenhof sowie eine unterirdische Arena bieten Raum für vielfältige Nutzungskonzepte. Ein Wettbewerb der Ideen ist im Gange und wird entscheiden, wie das Gebäude in Zukunft genutzt wird.
     Das Haus war schon einmal ein vortrefflicher Schauplatz für Kunst. In 2012 fand in dem damaligen Rohbau die Ausstellung The Reality Of The Unbuild statt (mehr).
rART/bra

 

 

©Fotos (4) Stiftung Insel Hombroich

 

 

 

 

 

 

 


 

 

  

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