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rheinische ART 02/2015

Archiv 2015

EMIL NOLDE & DIE BRÜCKE
Farbstürme in New York

 

Der Mann aus dem Norden war ein Einzelgänger und blieb es. Emil Nolde (1867-1956) war nur gut zwei Jahre in der berühmten expressionistischen Künstlervereinigung „Die Brücke“. Die Zielrichtung der Gruppe, eine einheitliche Stilrichtung zu etablieren, lag ihm nicht. In New York werden Nolde und die Brücke-Künstler derzeit gezeigt.

 

Emil Nolde Nordfriesische Landschaft mit Bauernhof, Aquarell / Watercolous, 35,3,x 48 cm, Foto ©Beck & Eggeling / Waxter

 

Die Düsseldorfer Galerie Beck & Eggeling präsentiert in Zusammenarbeit mit der Galerie Van Doren Waxter die Ausstellung „Emil Nolde & Die Brücke“. Die Schau läuft im Rahmen der MASTER DRAWINGS NEW YORK und konzentriert sich auf Papierarbeiten der deutschen Expressionisten.

     Im Mittelpunkt der Exposition stehen Aquarelle von Nolde, die zum Teil von der Nolde Stiftung Seebüll stammen. Dazu gruppieren sich Aquarelle, Zeichnungen und Grafiken der Brücke-Künstler Erich Heckel (mehr), Ernst Ludwig Kirchner (mehr), Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff (mehr).

 

Emil Nolde Landschaft mit Farmhaus Foto ©Beck & Eggeling/Waxter

 

Die Brücke Warum sich die Gruppe gerade Die Brücke nannte, ist nicht eindeutig geklärt. Klar ist, dass der Name ursprünglich auf den Mitbegründer Schmidt-Rottluff zurückgeht. Ob der Terminus nun als Metapher für den Aufbruch zu neuen Ufern, als Verbildlichung der Überwindung alter Konventionen oder als eine Anlehnung an Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ mit dem Brückenzitat zu verstehen ist - es gibt mehrere Deutungen.
     Als die Künstler-Vereinigung am 7. Juni 1905 von Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff gegründet wurde, war eines unzweifelhaft: gemeinsam wollten sich die Künstler - die alle jeweils ihren eigenen unverwechselbaren Stil hatten - gegen die herkömmliche, traditionelle akademische Malerei stellen. Ein konkretes Programm existierte allerdings noch nicht, das gab es erst ein Jahr später. Als Ziele wurde darin nicht nur Wege zur „Schaffung einer neuen Generation“ in der Kunst formuliert, sondern auch das Bestreben zur Bildung eines einheitlichen Gruppenstils.

 

Emil Nolde The Sea (Meer [auch betitelt: Welle]), 1926, Color lithograph on paper, 23 3/4 x 31 1/2 inches (60.3 x 80 cm), Edition von 22, Foto © Beck & Eggeling/Waxter

 

Emil Nolde Als die Gründungsmitglieder 1906 die Ausstellung Noldes in der Galerie Arnold in Dresden sahen, waren sie fasziniert von seinem Werk. Sie trugen ihm die Mitgliedschaft an, die für sie eine „hohe Ehre“ sei. Nolde schuf als Brücke-Maler ein solides, wirtschaftliches Fundament und knüpfte wichtige Kontakte zu Vertretern der nordischen Kunst, unter anderem auch zu Edvard Munch (mehr). Doch der Mann aus dem einsamen deutsch-dänischen Grenzgebiet mit dem Geburtsnamen Emil Hansen konnte dem Gruppenziel „Einheitlichkeit“ nichts abgewinnen. Emil Nolde verließ 1907 die Künstlergruppe in gutem Einvernehmen und hielt freundschaftliche Verbindungen zu den Brücke-Künstlern, selbst als die Gruppe sich 1913 auflöste. Für die Brücke-Künstler, die fast alle über ein Dutzend Jahre jünger waren als er, waren seine Aquarelltechnik und die meisterhafte Farbverwendung, die er in regelrechten „Farbstürmen“ und „nur dem Instinkt vertrauend“ schuf, weiterhin vorbildhaft.

 

Installationsansicht der Ausstellung "Emil Nolde und Die Brücke" in der Galerie Waxter in NY ©Beck & Eggeling/Waxter

 

Mit der Ausstellung zeigt Beck & Eggeling zum fünften Mal Werke von Emil Nolde in New York innerhalb der letzten zwanzig Jahre. 1996 präsentierten die Düsseldorfer Galeristen erstmals 40 Werke von Nolde in Zusammenarbeit mit der Galerie John McEnroe.

 

► Emil Nolde, eigentlich Hans Emil Hansen, wurde 1867 in der damals preußischen Ortschaft Nolde, geboren. Er war zwar ab 1920 dänischer Staatsbürger, gehörte jedoch der deutschsprachigen Minderheit in Nordschleswig an. Von 1902 an nannte er sich Nolde nach seinem nordschleswigschen Geburtsort. Er war ursprünglich ausgebildeter Schnitzer und Illustrator und wechselte 1894 zur Kunst, nachdem er mit einer von ihm entworfenen Postkartenserie erfolgreich geworden war. Im Jahre 1963 widmete das Museum of Modern Art (MoMA) in New York dem großen Aquarellisten eine umfassende Retrospektive.

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Die Ausstellung „Emil Nolde & Die Brücke“ von Beck & Eggeling in Kooperation mit Van Doren Waxter, New York, wird bis zum 20. Februar 2015 gezeigt.

Van Doren Waxter
23 East 73rd Street
New York, NY 10021
Öffnungszeiten
DI-SA 10-18 Uhr


 


 

 

 


  

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