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rheinische ART 12/2020

Archiv 2020

DIESE WOCHE
Zuhören!!!


Hochkarätig besetzt spielen an diesem Donnerstag (17. Dezember 2020) in der Oper Bonn Pianisten- und Dirigenten-Legende Daniel Barenboim und sein renommiertes West-Eastern Divan Orchestra Beethovens drittes Klavierkonzert sowie seine „Schicksalssinfonie“ Nr. 5.

 

Unter der Leitung von Daniel Barenboim beweist das West-Eastern Divan Orchestra, dass Frieden zwischen den Nationen, Kulturen und Religionen im Nahen Osten möglich ist. Seit zwei Jahrzehnten spielen Israelis, Araber, Türken und Iraner sowie Europäer gemeinsam, obwohl zwischen ihren Heimatländern politische Spannungen bestehen. Bildquelle © BTHVN2020 Monika Rittershaus

 

Anlass für die Abendmusik ist der 250.Tauftag des in Bonn geborenen Komponisten Ludwig van Beethoven. Und ganz im Geiste des Jubilars, so der Veranstalter BTHVN2020, will das Jubiläumskonzert auch ein gesellschaftliches und politisches Zeichen setzen.

 

Der Dirigent Daniel Barenboim (*1942) setzt sich weltweit für die Botschaft des Orchesters ein, das 2016 zum UN-Botschafter für kulturelle Verständigung ernannt wurde. Bildquelle © ARTE 2020

 

Portrait Ludwig van Beethoven von Historienmaler Karl Jäger (1833-1887), © Library of Congress (Reprd.No. LC-USZ62-29499) Bildquelle Wikipedia gemeinfrei 

 

Gerade die 5. Sinfonie soll in dem von Corona gezeichneten Jahr 2020 ein Signal der Hoffnung sein. Sie beginnt mit tragischer Vehemenz in c-Moll, endet aber in strahlendem, triumphalem C-Dur und folgt damit der Losung „per aspera ad astra“, „Vom Dunkel ins Licht.“ Welche Redewendung als diese könnte den Zustand besser beschreiben?


Seit mehr als 20 Jahren ist das Symphonie-Orchester eine feste Größe in der internationalen Musikwelt. 1999 gründeten der Dirigent Daniel Barenboim, der renommierte US-amerikanische Literaturkritiker palästinensischer Herkunft Edward Said (1935–2003) und der deutsche Kulturmanager und ehemalige Intendant des Kunstfestes Weimar, Bernd Kauffmann, das Orchester in Weimar.

     Ihr Ziel war es, den Dialog - zwischen den verschiedenen Kulturen des Nahen Ostens durch die Erfahrung gemeinsamen Musizierens und Zusammenlebens - zu ermöglichen.

     Die Gründer benannten Orchester und Workshop nach Johann Wolfgang von Goethes Gedichtsammlung West-östlicher Divan, einem zentralen Werk für die Entwicklung des Begriffs der Weltkultur.

 

Erstausgabe von „West-östlicher Divan“ 1819. Gestochenes Frontispiz [von Arabesken umgebene arabische Buchstaben, = der östliche Divan vom westlichen Verfasser], gestochener Titel [beide gestochen von Carl Ermer, 1810 –1830 in Weimar tätig],S. 3-556. Erstdruck. Foto Wikimedia H.-P. Haack gemeinfrei

 

Das Orchester besteht zu gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musikern sowie einigen spanischen, türkischen und iranischen Mitgliedern. Sie kommen jeden Sommer zu Probenphasen zusammen, die mit Vorträgen und Diskussionen erweitert werden, bevor sie auf eine internationale Konzerttournee gehen.

     Mit den Beethoven-Symphonien trat das Orchester in den großen Konzertsälen der Welt auf: in Berlin und New York, in Asien und Südamerika, bei den Salzburger Festspielen und den berühmten BBC Proms.
     Aus der Idee des West-Eastern Divan Orchestra ist auch 2015 die Barenboim-Said Akademie in Berlin hervorgegangen, an der Musiktalente vor allem aus dem Nahen Ostens und Nordafrika studieren. Teil der Akademie ist der 2017 eröffnete Pierre Boulez Saal, ein Kammermusiksaal, der vom Architekten Frank Gehry (mehr) als Geste seiner Verbundenheit mit dem Orchester ohne Honorar entworfen wurde.

     Divan, ursprünglich das persische Wort für eine Ratsversammlung, wurde in islamischer Zeit der Name für eine Gedichtsammlung. Mit seiner Divan-Dichtung macht Goethe die Bezeichnung auch hierzulande geläufig.

 

Das Grußwort für die Veranstaltung in Bonn hält der Bundespräsident und Schirmherr des Beethoven-Jubiläums BTHVN2020 Frank-Walter Steinmeier.

     Aufgrund der gültigen Coronaschutz-Verordnung und des „harten Lockdowns“ ist Publikum im Opernhaus Bonn nicht zugelassen. Dafür gibt es großartige Möglichkeiten des Zuhörens. Schalten Sie doch einfach ein und vergessen Sie für eine Zeit die üblen Corona-Restriktionen.

rART


Empfangsmöglichkeiten am 17. Dezember 2020


20:15 Live im Fernsehen auf 3 Sat, DW-Fernsehen und in angeschlossenen EBU-Anstalten

Videostreaming auf WDR.de, bthvn2020.de sowie Deutsche Welle

Live im Hörfunk: WDR und angeschlossene ARD- und EBU-Anstalten

22:15 im WDR-Fernsehen als Auftakt in „Die große Beethoven-Nacht“

 

Mehr über Beethoven in Bonn finden Sie hier (mehr). 

 

 

 

 

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