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rheinische ART 10/2020

BAUKULTUR
Prämiert: Europas beste Bauten


Der wichtigste und renommierteste europäische Architekturpreis, der Mies van der Rohe Award, würdigt herausragende Baukunst in der Europäischen Union.

 

Gewinner des Mies Awards 2019. Wirtschaftlicher und ökologischer Umbau alter Sozialwohnungen in Bordeaux. Cité du Grand Parc, Bordeaux/ Frankreich Architekten: Lacaton & Vassal mit Frédéric Druot Architecture und Büro Christophe Hutin Architecture. Foto © Philippe Ruault. Fotoquelle © LVR Landeshaus Köln 2020

 

Das Museum der Baukultur NRW zeigt in der Ausstellung „Mies van der Rohe Award 2019“ im Landeshaus des LVR in Köln die aktuell ausgezeichneten Architekturen. Es ist die einzige Ausstellungsstation in Deutschland.

 

Ein „optimistisches Gebilde“ in der strukturschwachen Extremadura: Auditorium und Kongresszentrum in der Stadt Plasencia / Spanien von SelgasCano; eines der Projekte im Finale. Foto © Iwan Baan. Fotoquelle © LVR Landeshaus Köln 2020

 

Projekt „PC Caritas“ von architecten de vylder vinck taillieu: Umbau eines desolaten Pavillons einer Psychiatrie in der Gemeinde Melle (Belgien) zu einem vertikalen Freiraum. Foto © Filip Dujardin. Fotoquelle © LVR Landeshaus Köln 2020

 

Vorgefertigte Wintergärten als thermische Puffer. Appartement der Cité du Grand Parc in Bordeaux. Foto: © Philippe Ruault. Fotoquelle © LVR Landeshaus Köln 2020

 

Vorgestellt werden die 40 überzeugendsten Projekte aus den vergangenen zwei Jahren in der Europäischen Union. Die Ausgabe des alle zwei Jahre verliehenen Awards wurde zwar bereits 2019 juriert, aber seine architektonischen Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen könnten nicht aktueller sein, betonen die Aussteller.


Wie wichtig guter Wohnungsbau ist, welche Bedeutung neue Durchmischungen von Wohnen und Arbeiten haben und welche entscheidende Rolle großzügig geplanter öffentlicher Raum hat, verdeutlicht derzeit die Corona-Pandemie. Ein Grund mehr, genau hinzuschauen.

     Zweck und Anliegen des Mies van der Rohe Awards ist die Anerkennung und Würdigung herausragender Verdienste in der Architektur innerhalb der Europäischen Union.

     Der mit insgesamt 80.000 Euro dotierte Preis (Hauptpreis: 60.000 Euro, Nachwuchspreis: 20.000 Euro) wird für Projekte verliehen, deren innovativer und hervorstechender Charakter als Orientierung für die Entwicklung zeitgenössischer Baukunst dient. Der Nachwuchspreis versteht sich dabei auch als Förderung des Berufsstandes und als Ermutigung für Architekten am Beginn ihrer Karriere.


Die Hauptauszeichnung ging an ein wegweisendes Wohnbauprojekt in Bordeaux. Der geschickte Umbau von drei alten Wohnblöcken aus den 1960er Jahren durch das Architekturbüro Lacaton & Vassal gemeinsam mit Frédéric Druot und Christophe Hutin.

     Die 530 Sozialwohnungen wurden durch vorgefertigte Wintergärten erweitert, die einerseits als thermischer Puffer funktionieren und andererseits mehr Wohn- und gemeinschaftlichen Kommunikationsraum für die Mieter schaffen. Das Umbaukonzept erwies sich als weitaus wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer als ein zunächst geplanter Neubau.

 

Finalteilnehmer: Terrassenhaus Lobe Block in Berlin Wedding. Architektur: Brandlhuber+ Emde, Burlon / Muck Petzet Architekten. Foto © Erica Overmeer, David von Becker. Fotoquelle © LVR Landeshaus Köln 2020


Im Finale waren außerdem der Lobe Block in Berlin Wedding von Brandlhuber + Emde, Burlon und Muck Petzet Architekten, bei dem durch die außen liegenden Treppen und Terrassen öffentlicher und privater Raum miteinander verschmelzen. Ein radikales Experiment. Der Bau gilt als modellhaft für die Diskussion um Nutzungsmischung, Nachverdichtung und urbane Freiräume. Das 2018 fertiggestellte „grüne Terrassenhaus“ wurde durch den Slogan der „brutalistisch hängenden Gärten von Wedding“ bekannt.
cpw


Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von Baukultur Nordrhein-Westfalen, der Fondació Mies van der Rohe Barcelona, Creative Europe, dem Deutschen Architekturmuseum und dem Landschaftsverband Rheinland.

 

Die Ausstellung "Mies van der Rohe Award 2019" ist bis zum 20. November 2020 geöffnet.
LVR Landeshaus
Kennedy-Ufer 2
50679 Köln
Öffnungszeiten
MI, FR, SA 12 – 18 Uhr
DO 12 – 20 Uhr
Eintritt frei

 

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