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rheinische ART 10/2011

 

Archiv 2011: aus "Besuchenswert"


Im Grafischen Kabinett

 

Otto Pankok 1958

 

 

Otto Pankok

 

Nach Max Ernst widmet das Clemens-Sels Museum Otto Pankok, einem der wohl eigenwilligsten Künstler des Rheinlandes, eine Schau im Grafischen Kabinett. Im Zentrum der Präsentation stehen Pankoks Bildnisse und Selbstporträts. Insbesondere seine Darstellungen von Dichtern und seine Verbindungen zur Literatur geben dem Besucher neue Einblicke in das Werk dieses bedeutenden deutschen Malers und Grafikers.

 

 

 

Otto Pankok (1895-1966)
Tolstoi - Imaginäres Bildnis des russischen Dichters Lew (Leo) Tolstoi (1828-1910)
Holzschnitt auf Japanpapier
82,1 x 46,7 cm
Clemens-Sels-Museum Neuss

Neben internationalen Größen der Literatur wie Dostojewski porträtierte Pankok auch den Neusser Schriftsteller und Herausgeber der Publikation „Der weiße Reiter“, Karl Gabriel Pfeill. Ein besonderes Highlight der kleinen Schau ist das äußert seltene Blatt „Tolstoi – Imaginäres Bildnis des russischen Dichters“. Dieser Holzschnitt ist in einer Auflage von nur sieben Exemplaren bekannt.
   Nicht nur seine Dichterbildnisse, sondern auch die Illustrationen zu seinem Lieblingsbuch „Die Räuber vom Liang Schan Moor“ zeigen Pankoks vielseitige Auseinandersetzung mit der Literatur. Neben den gezeigten 40 illustrierenden Holzschnitten verfasste er auch den begleitenden Text nach dem Wortlaut des chinesischen Romans in der Übertragung von Franz Kuhn.
  Darüber hinaus können authentische Zitate des Künstlers mit Hilfe einer Hörstation abgerufen werden. Sie verdeutlichen Pankoks Ringen um seine Kunst, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert wurde.
   Übrigens: Otto Pankok, der nach dem Krieg eine Professur an der Kunstakademie in Düsseldorf innehatte, unterrichtete dort auch den Grafiker und Schriftsteller Günther Grass
ruwoi

 

Die 10 Gebote von Otto Pankok

1. Du sollst den Kitsch riskieren.
2. Du sollst nicht für Ausstellungen malen.
3. Du sollst einen Baum für wichtiger halten als eine Erfindung von Picasso.
4. Du sollst dich vor dem persönlichen Stil hüten.
5. Du sollst nur deinen Träumen trauen.
6. Du sollst deine schlechten Bilder schnell vergessen.
7. Du sollst deine guten Bilder nicht anbeten.
8. Du sollst vor jedem Bild, das du beginnst, das Gefühl haben, es wäre dein erstes.
9. Du sollst krass ablehnen, was dir nicht passt, und wäre es Rembrandt oder Chagall.
10.Du sollst das Publikum nicht für dümmer halten als dich selbst.

                                                              "Stern und Blume", 1930
 

 

Clemens-Sels-Museum
Am Obertor
41469 Neuss
Tel. 02131 / 904141
 
Öffnungszeiten
DI – SA 11 – 17 Uhr
SO und feiertags 11 – 18 Uhr

© Bilder: Clemens-Sels Museum

 

 



 

 

 

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