rheinische ART
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rheinische ART 05/2011

 

 

Archiv 2011: aus "Besuchenswert"

Museum Morsbroich: Das zeichnerische Werk von Gotthard Graubner

 

Der unabgeschlossene Prozess


 

Sitzender weiblicher Akt,1956, Kohle auf Papier, 61,2 x 43,2 cm, Privatbesitz

Aufgefächert, 1957, Bleistift auf Papier,

48 x 32 cm, Privatbesitz

 

Feuervogel IV, 1980, Pastell auf Papier,

75,7 x 56 cm, Privatbesitz

 

 

Gotthard Graubner, bekannt durch seine legendären „Kissenbilder“, studierte in der Nachkriegszeit in Berlin, Dresden und nach Übersiedlung in den Westen an der Kunstakademie Düsseldorf. In dieser Epoche, die sich durch bedeutende Umwälzungen in der Kunst in die Geschichte einschrieb, entwickelte der Künstler eine ganz eigene Bildsprache. Graubner widmet seine ganze Aufmerksamkeit der Farbe als Ausdrucksmittel in der Malerei. Die Form als solche sucht er nicht.


SEINE frühesten erhaltenen Arbeiten sind Zeichnungen der 1940er und 1950er Jahre. Diese zeigen noch nicht den Graubner, wie man ihn von seinen Farblandschaften, seinen monochromen Farbbildern her kennt und auch spontan erkennt, sind aber ein ebenso eigenständiger wie charakteristischer Teil seines Œuvres.

 

Vom Akt bis zur Raumstruktur

 

Die Ausstellung „Das zeichnerische Werk“ bietet seit 25 Jahren erstmals wieder einen Überblick über das zeichnerische Schaffen des heute 80-Jährigen Künstlers: von den frühen, großformatigen Aktzeichnungen der Düsseldorfer Akademiezeit (deren dynamisches lineares Kräftespiel weit über die gestischen Ansätze des damaligen Informel hinausweist) und seinen abstrakten, abgerundeten Rechteck-„Körpern“ (die bereits die Kissenform der malerischen Farbraumkörper erahnen lassen), über die von einer landschaftlich-räumlichen Grundhaltung getragenen, transparent-schimmernden Frottagen der 1970er Jahre bis zu den wirbelnden, meist farbigen Raumstrukturen, die seit den 1980er Jahren entstanden und lineare und malerische Elemente vereinen. 
    Gemeinsam ist Gotthard Graubners Zeichnungen ihre Unabgeschlossenheit im Sinne eines Prozesses, der sich bei der Betrachtung fortsetzt. Sie „bezeichnen keinen Zustand, sie sind Übergang“ formulierte der Künstler bereits 1963.
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Die Ausstellung ist bis zum 06. November 2011 auf der Grafiketage des Museums zu sehen.
Museum Morsbroich
Gustav-Heinemann-Str. 80
51377 Leverkusen
Tel. 0214 / 85556-0
Öffnungszeiten
DI - SO 11 - 17 Uhr
DO 11 – 21 Uhr

 

 

Kurator der Ausstellung ist Fritz Emslander.


Zur Ausstellung erscheint im Richter Verlag Düsseldorf die Publikation „Gotthard Graubner:
Zeichnungen / Drawings“ (bearbeitet von Kitty Kemr, mit einem Text von Erich Franz; ISBN 978-3-941263-32-1; im Buchhandel € 32,-

 
 

 

 

 

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