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rheinische ART 10/2014

Archiv 2014

JOHANNA EY
Ey-Book

 

Ihre Vita weist alles auf, was eine gute Geschichte als fesselnde Handlung benötigt. Im 150. Geburtsjahr der Düsseldorfer Galeristin Johanna Ey (mehr ) ist nun ein Roman erschienen, der das Leben und Wirken der legendären Kunstförderin erzählt.

 

Buchcover "Großes Ey"

Vorgestellt wurde die Neuerscheinung mit dem Titel „Großes Ey – Die Lebensgeschichte der Johanna Ey“ in der Düsseldorfer Galerie Remmert & Barth. Autorin Ute Bales zeichnet das Bild einer leidenschaftlichen und resoluten Frau mit Instinkt für Kunst und Kaufmännisches. Ihr war, wie Heinrich Böll es 1960 beschrieb, ein Schicksal auferlegt, dass im härtesten und eigentlich Sinne ein modernes war: alleinstehend, alleinerziehend, verantwortlich für vier Kinder, geschieden – all das in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts. Gleichzeitig ist das „Ey-Book“ eine Zeitreise in ein Ära, in der Kunst politisch war und Diskussionen auslöste.

 

Die Protagonistin des Romans war für die Kunstrichtung „Moderne“ während des Ersten Weltkriegs und in den Zwischenkriegsjahren bedeutend. Ey setzte sich für die Avantgarde im Rheinland ein und wurde die meistprotraitierte Frau Deutschlands. „... als Förderin und Kämpferin für die junge Kunst, findet sie ihre eigentliche Lebensrolle. Emanzipiert und Zigaretten rauchend tritt sie dominant und energisch auf, zugleich auch fürsorglich, sieht genau hin bei dem, was um sie vorgeht, setzt sich unbeirrt für ihre Künstler ein, findet über sie den Zugang zur Kunst, wird zur Freundin, Vertrauten und Händlerin und rückt mit nie dagewesenen Bildern ins Zentrum der rheinischen Künstler-Avantgarde“, ist im Begleittext zum Roman formuliert.


Künstlerleben Daneben sind es vor allem die verschiedenen Künstlerleben, die Schicksale der einzelnen Figuren, die das Buch gehaltvoll machen, von Bales akribisch recherchiert und bis zur letzten Konsequenz erzählt. Der Roman – als solcher darf er auf wissenschaftlich Akkurates verzichten - beschreibt ein Stück Zeitgeschichte auch aus Sicht der Künstler, der Verfolgten; aus der Sicht derer, die man, so der Maler Otto Pankok (mehr) „geknebelt, versklavt und zermürbt hat, die man zur Verzweiflung getrieben und denen man jeden Funken aus dem Schädel geknallt hat...“
rART

 

Ute Bales: Großes Ey. Die Lebensgeschichte der Johanna Ey
Roman, Rhein-Mosel-Verlag
Hardcover mit Schutzumschlag, 432 Seiten
ISBN 978-3-89801-072-6
22,80 Euro

 

 

 

 

 

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