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rheinische ART 06/2014

Archiv 2014

MUSEUM LUDWIG
Yilmaz Dziewior ist neuer Direktor

 

Seit dem Ende der Ära Kasper König war es ruhiger geworden um das Vorzeigehaus Museum Ludwig der Stadt Köln. Das wird sich nun ändern. Das Museum mit internationaler Ausstrahlung, Flaggschiff der Kölner wie auch der rheinischen Museumslandschaft, hat einen neuen Direktor: Yilmaz Dziewior.

 

Yilmaz Dziewior ist neuer Direktor © Foto Stadt Köln

 

Der in London und Bonn ausgebildete, promovierte Kunsthistoriker übernimmt ab Februar 2015 das namhafte Kölner Haus, das zuletzt von dem Schweizer Philipp Kaiser geleitet wurde.

     Mit der Wahl Dziewiors hat sich die Stadt Köln auch auf ihr rheinisches Fluidum besonnen. Der neue Direktor bringt nicht nur langjährige Erfahrung in der Museumsleitung - seit 2009 ist er Direktor des Kunsthauses Bregenz, das bei der Ausstellung zeitgenössischer Kunst eine führende Rolle in Europa spielt - mit, sondern ist auch bekannt für seinen interkulturellen und offenen Grundansatz, der ganz hervorragend in die Rheinmetropole passen dürfte. Zudem ist Dziewior (*1964) gebürtiger Bonner mit türkischen und polnischen Wurzeln.

 

Für die Kunst-Biennale Venedig 2015 wird Dziewior noch als Kommissär den Beitrag im österreichischen Pavillon kuratieren. Vor seiner Bregenzer Zeit lenkte der erfahrene Ausstellungsmacher acht Jahre lang den Kunstverein in Hamburg. Dort lehrte er parallel auch als Professor für Kunsttheorie an der Hochschule für bildende Künste. 1996 bis 1999 war er schon einmal am Museum Ludwig tätig – als freier Mitarbeiter und Kurator des zeitgenössischen Teils der Ausstellung „Kunstwelten im Dialog. Von Gauguin zur globalen Gegenwart“.

 

Als Kurator hat Dziewior vor allem durch Ausstellungen auf sich aufmerksam gemacht, die gesellschaftliche Prozesse thematisieren. Die Bregenzer Schauen über Ai Weiwei und Barbara Kruger seien hier stellvertretend für seinen politischen beziehungsweise sozialen Ansatz genannt. Von großem Interesse sind für den Kurator Themen und Sujets außereuropäischer Herkunft. Die Förderung dieser Künste, insbesondere aus Asien und Afrika, liegt Dziewior am Herzen. Für das Museum Ludwig könnte dies ein Stück weit auch die Rückkehr zu seinen Wurzeln bedeuten, das Dank der Ankaufspolitik der Gründer Irene und Peter Ludwig über einen reichen Bestand an früh erworbenen Arbeiten moderner Kunst aus Südamerika, Afrika und Asien verfügt. Dziewior erklärte bereits, an diese Tradition anknüpfen zu wollen um den interkulturellen Aspekt im Museum zu stärken.

 

Das Museum Ludwig in Köln. Foto Stadt Köln

 

Dass diese Herangehensweise in Köln gut ankommt, wurde Yilmaz Dziewior schon vor Amtsantritt zertifiziert. Denn zugleich mit seiner Berufung zum neuen Direktor wurde bekanntgegeben, dass die Peter und Irene Ludwig Stiftung den Ankaufsetat des Museum Ludwig ab 2015 für weitere vier Jahre (mit Option auf Verlängerung) mit jeweils 500.000 Euro ausstattet und die Stadt Köln diesen Betrag auf eine Million Euro im Jahr erhöht. Der Förderverein Gesellschaft für Moderne Kunst hat für die nächsten drei Jahre 100.000 Euro in Aussicht gestellt, eine Summe, die von der Stadt verdoppelt wird.
Robert Woitschützke

 

 

 

 

 

 

 


 

 

  

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