rheinische ART
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rheinische ART 04/2014

48. ART COLOGNE
Internationaler Kunst-Schauplatz

 

Mit großformatigen Arbeiten von Joel Shapiro und Ai Weiwei sorgt die ART COLOGNE bereits am Eingang für Blickfänge. Im Außenbereich und im Foyer begrüßen die Besucher der 48. ART COLOGNE Skulpturen und Installationen der beiden so verschiedenen Künstler.

 

Joel Shapiro, Elevation I, 1994, Bronze

 

Joel Shapiro Im Außenbereich sind es drei groß dimensionierte Bronze-Skulpturen des US-amerikanischen Künstlers Joel Shapiro. Der Künstler, geboren 1941 in New York City, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen Plastik. Die zur Kunstmesse präsentierten Arbeiten Elevation I und Elevation II aus dem Jahr 1994 sowie eine weitere, unbetitelte Skulptur von 1996 bewegen sich zwischen Abstraktion und Figuration. Trotz der Massivität des Materials erinnert die minimalistisch-abstrakte Konstruktion der Skulpturen an Köpfe, Torsi oder Gliedmaßen in fast schon tänzerisch-leichter Bewegung. Im Jahr 2011 widmete das Kölner Museum Ludwig Joel Shapiro eine große Werksschau (mehr). Ermöglicht hat die Shapiro-Installationen zur ART COLOGNE 2014 die Galerie Karsten Greve (Köln/Paris/St. Moritz).

 

Ai Weiwei, Installation Flowers in a basket, Art Cologne 2014

 

Ai Weiwei Er ist derzeit in aller Munde und auch irgendwie überall zu sehen. Eine ortsspezifische Installation des mit Reiseverbot belegten chinesischen Künstlers Ai Weiwei, die extra für die Eingangshalle der ART COLOGNE konzipiert wurde, sorgt allein aufgrund ihrer Größe und Farben für Aufsehen beim Betreten der Messe.
     Für zwei lange, trichtermäßig aufeinander zulaufende Wände hat der chinesische Künstler eine große Wallpaper-Arbeit als nicht-kommerzielles Kunstwerk produziert. Neben einem großformatigen Schrift-Bild, auf dem der Künstler seinen von den chinesischen Behörden eingezogenen Reisepass zurückverlangt, reflektiert die Arbeit Ai Weiweis „bouquet in bicycle basket“-Projekt. Jeden Morgen wird ein frischer Strauß Blumen in den Korb eines Fahrrads vor Ai Weiweis kameraüberwachtem Atelier in Peking gelegt. Diese so freundliche wie eindringliche Rebellion soll so lange dauern, bis der Künstler seinen eingezogenen Reisepass zurückerhält. Die Installation zur ART COLOGNE entstand in Kooperation mit den „Freunden Ai Weiweis“, vertreten durch deren Mitinitiator Alexander Ochs, der bei der Messe auch als Galerist auftritt und hier seit vielen Jahren zeitgenössische Kunst aus China zeigt. Bereits am 3. April 2014 eröffnet im Berliner Martin-Gropius-Bau mit „Evidence“ die weltweit größte Einzelausstellung Ai Weiweis.

 

Die Einstimmung des Besuchers auf die Messe ist also erst einmal perfekt. Die Messe selbst präsentiert sich wie immer auf zwei Ebenen, wobei die untere die Klassische Moderne und Positionen ab der Nachkriegskunst zeigt. Dass diese so gar nicht langweilig werden und sich Bekanntes keinesfalls wiederholen muss, beweisen die Galeristen mit ihren ausgesuchten Arbeiten. Es fällt auf, dass im Vergleich zum Vorjahr die Aussteller deutlich mehr sehr attraktive Künstler im Portfolio haben. Auch die Formate der Arbeiten sind gemäßigter. Großformatiges, dass diese Beschreibung verdient, ist weniger vertreten.
     Im oberen Geschoss sind die jungen Positionen zu finden, auch wenn mancher gezeigte Künstler durchaus betagt zu nennen ist. In diesem Bereich hat man ebenfalls zu einer anderen Substanz gefunden, ohne an Ideen zu verlieren. Weniger auch Witziges als anerkennend Überraschendes ist hier zu finden. Zudem hat man sich auf die Vorteile der Praktikabilität besonnen, die es mit sich bringt, wenn sich ein Kunstwerk einfach wegstellen und woanders aufstellen beziehungsweise hängen lässt. Mit anderen Worten: Es gibt weniger Installationen.
ruwoi

 

48. ART COLOGNE
Köln Messe, Eingang Süd
Publikumstage: 10. bis 13. April 2014

 

Fotos 2 ©rART

 

 

 

 


 

 

 

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