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rheinische ART 07/2014

Archiv 2014

OTTO PIENE IST TOT
„Die Sonne kommt näher“ (Otto Piene)

 

Nach den großen Eröffnungen zu „Otto Piene. More Sky“ in Berlin ist Otto Piene am 17. Juli 2014 im Alter von 86 Jahren unerwartet in der Hauptstadt verstorben. Der Künstler, der mit Heinz Mack die ZERO-Gruppe gründete, wird derzeit auch im Rheinland in der Langen Foundation in Neuss (mehr) mit einer Einzelausstellung geehrt. Licht, Luft und Feuer waren seine künstlerischen Medien und - immer wieder - der Himmel.

 

Otto Piene The Proliferation of the Sun (Die Sonne kommt näher), 1966-1967. 25-Minuten Multimedia-gemalten Dias, Ton und fünf Karussell-Projektoren, Galerie Art Intermedia, Köln, 1967. Foto: Walter Vogel.

 

Die Kunstwelt trauert und die ihn ausstellenden Berliner Institute vermelden gemeinsam mit seiner Witwe:

 

Otto Piene Berlin Superstar, 1984. für die Eröffnung der Ausstellung Die Zukunft der Metropolen, Ernst-Reuter-Platz, Berlin, 1984. Foto: Otto Piene Archiv / ZERO foundation

 

„Otto Piene befand sich seit Tagen in Berlin, wo ihm die Nationalgalerie und die Deutsche Bank KunstHalle derzeit mit drei gemeinsam veranstalteten Projekten eine große Hommage ausrichten. Bereits am Mittwoch, den 16. Juli, wurde Otto Piene bei den Eröffnungen zur Ausstellung zum Frühwerk (Deutsche Bank KunstHalle) und anschließend bei den Groß-Projektionen von „The Proliferation of the Sun“ (Neue Nationalgalerie) begeistert empfangen und von Tausenden Gästen als Visionär und Erneuerer der Kunst gefeiert.

     Als Höhepunkt der Eröffnungsfeiern war seit langem ein Sky Art Event mit drei großen Luftskulpturen über der Neuen Nationalgalerie geplant. Noch Stunden vor seinem Tod war Otto Piene selbst erstmals auf dem Dach der großen Architekturikone, um im strahlenden Sonnenlicht und in voller Vorfreude den Schauplatz zu begutachten. Nach einer Teambesprechung, die er leitete und an der viele langjährige Weggefährten und Familienmitglieder beteiligt waren, verstarb Otto Piene unerwartet. Otto Pienes Traum, drei weiße Skulpturen über der von ihm verehrten Architektur von Mies van der Rohe schweben zu lassen, wird auf Wunsch der Familie des Künstlers realisiert.

 

 

DAS BILD WURDE AUS

©GRÜNDEN

ENTFERNT.

 

Otto Piene INFLATABLES, „Light and Air“, Ausstellung, Langen Foundation, Neuss, 2014, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Katja Illner

 

Der deutsche Künstler Otto Piene (* 1928 in Laasphe/Westfalen) zählt zu den großen Pionieren und Erneuerern in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Noch ausgebildet als Maler hat er sich von den klassischen Kunstformen bereits Mitte der 1950er Jahren abgewandt und stattdessen den Raum für die Kunst geöffnet. Im Rahmen der internationalen Zero-Bewegung, die er zusammen mit Heinz Mack begründete, entwickelte er zahlreiche Projekte und Veranstaltungen, die auch außerhalb von Galerien und Museen im öffentlichen Raum stattfanden. Seine in dieser Zeit entstandenen Raster-, Rauch-und Feuerbilder, seine Lichträume und kinetischen Lichtballette stehen für eine damals neuartige, visionäre Verbindung von Natur und Wissenschaft und Kunst.
     Diese offenen künstlerischen Ansätze kulminierten Ende der 1960er Jahre durch seine Übersiedlung in die USA und durch seine Arbeit als MIT-Professor und als Direktor des Center for Advanced Visual Studies (CAVS, Cambridge, Massachusetts) in zahlreichen interdisziplinären Projekten im öffentlichen Raum. Ganz in der Nähe, in Groton (Massachusetts) entwickelte er zusammen mit seiner Frau Elizabeth Goldring seine „Art Farm“. Gemeinsam mit Wissenschaftlern und anderen Künstlern realisierte Piene ab 1968 so genannte Sky Art Events und Sky Art-Konferenzen: Luft-oder helium-gefüllte Skulpturen ließ Otto Piene weltweit über Gebäuden, Stadien, Flüssen, Landschaften in den Himmel steigen –darunter seinen monumentalen Regenbogen für die Abschlussfeier der Olympischen Spiele 1972 in München. Die offenen, jeweils im Kollektiv entwickelten und oft farbenfroh angelegten Arbeiten wurden weltweit zu Zeichen von Hoffnung und Frieden.

 

Düsseldorf, 2011 Heinz Mack und Otto Piene in der Rolandschule vor der "Lichtorgel" von Heinz Mack. Als junge Künstler hatten sie gemeinsam mit Günther Uecker und Joseph Beuys Kunst in die Grundschule gebracht (mehr) ©Foto rART


Noch kurz vor seinem Tod hatte Otto Piene gesagt, er genieße es besonders, seine Kunst wieder in Berlin zu zeigen. Hier habe er vor Jahrzehnten eine seiner ersten Einzelausstellungen gehabt. `Es schließt sich ein Kreis.` (Otto Piene)“

 

Elizabeth Goldring Piene und Familie
Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
Deutsche Bank KunstHalle Berlin

 

rART

 

 

 

 

 

 

 


 

 

  

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