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rheinische ART 03/2017

Archiv 2017

GELESEN: 150 JAHRE KÖLNER BANK EG

Ein Geldhaus im Stadt- und Weltgeschehen

 

 

Historische Ansicht des Geldhauses vor dem Zweiten Weltkrieg. Aus dem „Kölner Vorschuß- und Creditverein“ wurde 1867 die Genossenschaftsbank, die lange als „Kölner Gewerbe-Bank“ firmierte. Foto © Archiv Kölner Bank 

 

Cover. Kurzweiliges Lese- und Bilderbuch und eine Empfehlung auch für Nicht-Domstädter: Peter Sprongs „Fundstücke – 150 Jahre Kölner Bank eG“ Foto © Greven Verlag Köln 2017

 

Seien wir ehrlich, es liegt nicht zwingend auf der Hand, sich als Nicht-Kölner beziehungsweise Nicht-Kunde mit der 150-jährigen Geschichte der Kölner Bank eG auseinanderzusetzen.

 

Der in der stolzen Domstadt beheimatete Greven Verlag, der sein Programm unter dem Motto „Einfach schöne Bücher“ zusammenfasst, überzeugt nun mit dem Gegenteil.

     Mit der seit Februar 2017 vorliegenden Publikation zur Vergangenheit und Gegenwart des Finanzinstituts ist Greven dem selbst gesetzten Anspruch einmal mehr gerecht geworden: Die Jubiläumsschrift der Kölner Bank ist unzweifelhaft ein ebenso klug konzipiertes wie ästhetisch gestaltetes Lesebuch. Und zu vermuten ist, dass jeder, der darin blättert und sich in Text und Illustration vertieft, seine Freude haben wird.


Entstanden ist keine Chronik, wie sie in dankbarem Gedenken an Gründungs- und Jahrestage üblicherweise erstellt wird, sondern ein die Historie der Bank zum Anlass nehmendes Werk, dessen Autor immer wieder über den kölschen Tellerrand hinausblickt – um gleichsam das Weltgeschehen wieder in Bezug zum eigentlichen Sujet am Standort Köln zu setzen.

     Der Historiker Peter Sprong widmet sich zu jedem einzelnen Jahr – beginnend 1867 – mit einem so genannten Fundstück. Anhand dessen werden auf Bild-Text-Doppelseiten in kurzen, hochinformativen Aufsätzen die Zeitläufte betrachtet, die das Werden und Wachsen der Kölner Bank beeinflussten. Und die waren alles andere als immer rosig.

 

Zerstörtes Bankgebäude 1945. Foto © KFA Kölner FotoArchiv 

 

Zeitgenössische Ansicht des Bankgebäudes, Hauptstelle am Hohenzollernring. Foto © Matz/Vollmer 2017

 

Kriegswirren, Währungsreform, Wirtschaftskrisen, die Kölner Bank eG musste durch alle Fährnisse gesteuert werden und dennoch habe kein Kunde je seine Einlagen eingebüßt, wie es in diesem interessanten wirtschaftsgeschichtlichen Jubiläumsband heißt.

     Heute ist das Finanzinstitut mit 50.000 Mitgliedern, 90.000 Kunden und einer Bilanzsumme von 2,4 Milliarden Euro (2016) ein regionales Schwergewicht in der Branche.


Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele zusammen. Dies war bekanntlich die ebenso einfache wie höchst wirkungsvolle Idee des Genossenschaftswesens (mehr). Das aus dieser Bewegung heraus entstandene Haus versteht sich als Institution mit Bodenhaftung. Deshalb ist das Buch auch frei von den stolzen Eitelkeiten sich selbst spiegelnder Einzelpersonen, sondern vielmehr eine durch und durch dem generell an Köln interessierten Leser verpflichtete Publikation, die einem auf charmante Art und Weise die Alltags- und Wirtschaftsgeschichte dieser rheinischen Metropole näherbringt.

     Und wenn man am Ende auch noch zu der Überzeugung gelangt sein sollte, dass Geldgeschäfte wohl nirgendwo besser aufgehoben sein dürften, als bei den Kölnischen Bankern am Hohenzollernring, mag das Buch seinen (eigentlichen) Zweck dezent erfüllt haben.
Simon Hopf


Peter Sprong, Fundstücke 150 Jahre Kölner Bank eG. 1867–2017
312 Seiten mit 153 farbigen Abbildungen, Gebunden mit Schutzumschlag, 21 × 27 cm, 29,90 Euro ISBN 978-3-7743-0645-5

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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