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rheinische ART 09/2017

Archiv 2017

GALERIE VOSS: KATE WATERS
Gegenwart

 

Ein Hauch von Unschärfe, Licht, das heimliche, vertraute, intime Szenen erblicken lässt. Die kanadische Malerin Kate Waters erzeugt in ihren Gemälden ein ganz eigenes Fluidum.

 

Kate Waters Whistling In The Dark, Öl auf Leinwand, 2017 / 180 x 200 cm, Foto © Kate Waters, Courtesy by Galerie Voss

 

Normalerweise im Vorbeieilen aus den Augenwinkeln erhascht sind es vertraute Alltagszenen, die Waters mit Öl auf Leinwand festhält. Von ihr im Lichtkegel einer Lampe fixiert erreichen sie eine neue Bedeutung.

 

Die Vergänglichkeit ist aufgehoben, die ruhige Atmosphäre, in der Nähe und Geselligkeit, aber auch Alleinsein schwingt, ist festgehalten. Ohne Voyeur zu sein kann der Betrachter Teil der Szenerie werden, die ihm wohl neu, aber nicht fremd ist. Er kennt sie aus tausendfachem eigenen Erleben.

 

Kate Waters Neverland, Öl auf Leinwand / 2017 / 160 x 200 cm, Foto © Kate Waters, Courtesy by Galerie Voss


„Es sind Bilder unserer Zeit“, formuliert Thomas Kuhn, die Orte können fast alle „im kollektiven Gedächtnis verankert sein: ein Brüsseler Restaurant bei Tag, eine Dachterrasse in New York am Abend, eine Straßenkreuzung in der nächtlichen Mitte Londons.“ Waters ist eine Verführerin. Die zwanglose Stimmung bei sommerlichen Temperaturen auf der Dachterrasse möchte man auch genießen, den auf dem Wasser ruhenden Gondeln in Venedig möchte man im Schatten der Mole gerne länger betrachten und sich angesichts der leeren Balkone, in mythisches Licht der Laternen getaucht, an „Romeo und Julia“ erinnern.

 

Und doch: Wer pfeift da? Ein Weckruf? Waters titelt die Schau „Whistling In The Dark“. Trügt etwa die Ruhe, der Frieden? Waren es nicht Szenen wie diese, in denen Schreckliches geschah, der Terror sein Gesicht des Todes und der Zerstörung zeigte?

 

Kate Waters Extremely Loud and incredibly Near, Öl auf Leinwand, 2016 / 140 x 170 cm, Foto © Kate Waters, Courtesy by Galerie Voss


Dazu formuliert Thomas Kuhn: „Die tief sitzende und mit Schock-erprobter Bravour überspielte Unsicherheit im Zeichen des Schreckens ist emblematisch erfasst in einer Szene Kate Waters aus dem Louvre. Ein junger Mann steht vor einem Gemälde Jacques-Louis Davids, ‚Der Tod des Marat‘. David setzte dem französischen Politiker der Revolutionszeit, der einem Attentat zum Opfer gefallen war, mit diesem Bild ein Denkmal. Das im Bad befindliche schutz- und arglose Opfer wurde von einer antijakobinischen Aktivistin erstochen. Allein Marat galt selbst als Vorbote der Terrorherrschaft, die zwei Monate nach seinem Tod tausenden anderen Menschen das Leben kostete. Zu hoher Kunst geworden ist dieser Schrecken nach über 200 Jahren kaum noch zu ahnen. Wäre da nicht ein Februartag im Jahr 2017 als der Louvre nach einem Anschlagsversuch geschlossen wurde ‚Extremely loud and incrediably near‘.“
ruwoi


Die Ausstellung „Whistling In The Dark“ von Kate Waters ist bis zum 14.10.2017 zu sehen.
Galerie Voss
Mühlengasse 3
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 / 134982
Öffnungszeiten
DI – FR 10 – 18 Uhr
SA 11 – 14 Uhr


 

 


 

 

 

FRANK BAUER 

Die Gelassenheit

der Dinge

(Foto: Ausschnitte

Öl auf Leinwand, 2017)

 

17.11.2017 - 13.01.2018

GALERIE VOSS

 


 

 

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